Streitpunkte

Das Ringen um die Pensionen

5. Februar 2012, 18:17

Entgegen koalitionärer Absprache verkündete Vizekanzler und ÖVP-Obmann Michael Spindelegger am Wochenende erste Sparmaßnahmen bei den Pensionisten - wovon die SPÖ aber prompt einige heftig dementierte. Tatsächlich feilschen Rot und Schwarz noch immer um einige Details.

  • Aus für Frühpensionen Geht es nach Spindelegger, gäbe es künftig keine Invaliditätsrentner mehr unter 50, bei den Korridorpensionen und der Hacklerregelung würde das Antrittsalter von 62 auf 63 angehoben. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) stellte jedoch klar, dass die Hacklerregelung so bleibt, wie sie ist. Punktum. Änderungen bei den Korridorpensionen schloss er allerdings nicht aus.
  • Nulllohnrunde für Rentner Mindestens eine Nulllohnrunde für Pensionisten kündigte Spindelegger an. Doch das kommt für die SPÖ "nicht infrage", wie Kanzler und Parteichef Werner Faymann und Hundstorfer versicherten - zumindest nicht für Pensionisten, die im Monat unter 1.000 Euro beziehen. Am Sonntag präzisierte auch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP): Für kleine Pensionen, erklärte er, werde es "keine Nullrunde" geben. Auf eine bestimmte Grenze wollte er sich jedoch nicht festlegen. (nw, DER STANDARD, Printausgabe, 6.2.2012)
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Posting 1 bis 25 von 49
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awien
00
Neue Pensionisten haben schon eine NULLLOHNRUNDE!

GUTES
12
Pensionsnullrunde für Pensionen

über 2500 Euro - da würde man kaum einen arm machen, oder ????

GUTES
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Tolle Idee, eine Pensionsnullrunde ???

J. Reichhart
01
warum geht in österreich nix vernünftig,

mit konstruktiver methodik und nicht nur mit sanktionen und strafen (die meist die treffen, die am wenigsten für die misere können)???

- statt weiterer abschläge bei pensionsantritt und gesetzlicher anhebung des rentenalters könnte man es doch mal mit positiven anreizen versuchen:

+ halbierung der arbeitgeberanteile ab 50/55
+ teilzeitregelungen ab 55 mit teilzeitrente
+ förderung von weiterbildung und qualifizierung ab 40/45 statt förderung von grossbauern und burgenlandgrafen aus der bergbauernförderung
+ förderung von jobsharing ab 50
usw.

es gäbe noch viele gute beispiele aus skandinavien, wo das rentenantrittsalter binnen weniger jahre um mehrere jahre angehoben wurde!!!

nix da. unsere deppen können nur strafen und sanktionieren!

der! besserwisser
00
kreativität ist bei uns halt nicht gefragt

warum sollen sie sich was neues überlegen, wenn die eingefahreren gleise ohnehin funktionieren . . . das kann man doch von diesen hanseln nicht erwarten!

Roby Reischer
01
Paket-Sparen

Milchmädchenrechnung
Wenn alle Leute mehr Milch trinken (würden), dann …
Wenn alle Leute länger arbeiten, weil sie später in Pension gehen, dann müssen entweder viel mehr Leute Teilzeit arbeiten oder sie werden arbeitslos, was den Staat auch viel kostet. Das bringt sofort weniger Einkommen, weniger Konsum, weniger Umsatz bei Greissler und Billa etc.; langfristig weniger Steuer, weniger Sozialversicherungsbeiträge, und niedrigere Pensionen. Dass das kein Wirtschaftswachstum bringt ist eh klar.
Wenn man das alles vermeiden will, dann muss man dort kürzen, wo kein Konsum verringert wird. Die sehr hohen Einkommen landen bei den Finanzmärkten, Kapitaljongleuren und Spekulanten, deren Gewinne aus den Preisaufschlägen der Konsum- und Wirtschaft

Management Quatscher
16
Unmenschliche Grausamkeiten

Ich werde täglich von weinenden Pensionisten der Nationalbank angerufen, die nicht mehr wissen, wie sie mit ihren kargen Ruhebezügen (Durchschnitt 5.500 Euro pro Monat) weiterhin 4 Fernreisen im Jahr finanzieren sollen. Das sind die Probleme der Menschen, das ist die Lebensrealität für viele Menschen in diesem Land. Für diese Menschen geht es um die Wahl zwischen 5 Wochen DomRep und einer 2wöchigen Kreuzfahrt oder 3 Wochen Thailand und einer 2wöchigen Kreuzfahrt. Nein zum Pensionsraub zulasten 55jähriger Nationalbank-Pensionisten und Pensionistinnen. Nein zu menschenverachtendem Sozialabbau.

Markus Alexander
01
Naja, aber das war eben der deal mit denen....

In den 1970ger Jahren ist - weil Vollbeschäftigung - kein Mensch in den öffentlichen Dienst gegangen, man konnte damals in der Privatwirtschaft wesentlich mehr verdienen. Die Argumente der Personalanwerbung waren damals: sicherer Arbeitsplatz, bessere Pension(sregelung). Diese Versprechen muss man (leider9 einhalten, ob es heute zeitgemäß ist oder nicht. Allerdings hätte man bereits längst auf die Gegebenheiten des Arbeitsmarktes reagieren müssen. Es gibt heute mehr als genug Menschen, die alleine der Sicherheit des Arbeitsplatzes wegen im öffentlichen Denst arbeiten würden, im Übrigen verdienen Beamten heute viel mehr als Menschen in der Wirtschaft. Die Reaktion kommt wie immer viel zu spät und jetzt falsch.

J. Reichhart
01
endlich einer, der die wahren probleme anspricht!

danke!

Phoenixx
 
00

Was ist wichtiger?
Das Huhn oder das Ei?
Wenn das Dilemma so weitergeht ist für alle nichts mehr da.

Michael Colinas
00
Der Fuchs wird beides holen, das Huhn und das Ei.

BS83
10
Nulllohnrunde

Vielleicht ist es Herrn Spindelegger entgangen, dass es schon 2011 für Pensionen über 2310 Euro eine Nulllohnrunde gegeben hat und dass es jetzt schon seit einigen Jahren für Pensionen über 1.000 Euro Nettoerhöhungen gegeben hat, die weit unter der Infaltionsrate liegen.

Marilynn E.
12

stimmt ja gar nicht. gerade 2011 gab es für ALLE pensionen eine erhöhung, die uns 1 mrd gekostet hat.

BS83
00

Die Pensionserhöhung 2011: 1,2% für Bruttopensionen bis 2.000€, darüberliegende bis 2.310 € linear absinkend, ab 2.310 0%.
Eine Erhöhung für alle gab es 2012.

kuonrad
10
ALLE

ist schon allein deswegen falsch, weil alle jene, die 2011 in Pension gegangen sind, vom Gesetz her im Folgejahr 2012 keine Erhöhung bekommen haben.

kuonrad
00
Ausnahmsweise

würde ich es gern wissen wollen:
warum rot für die einfache Wiedergabe einer gesetzlichen Bestimmung?

Borat Sagdiyev : jak sie masz?
01
Deckungrad der Pensionen als Massstab verwenden.

Dann kommen wir bald drauf, dass
- Politikerpensionen müssen drastisch gekürzt werden
- Bauernpensionen entweder wird mehr einbezahlt oder Pensionen gekürzt.
....

Parteinförderungen müssen auf EU level abgesenkt werden,

....

Capricorn89
14
Tatsache ist doch, dass die Wirtschaftskrise

und der damit verbundene "Sparzwang" weder von den Berufstätigen noch von den Pensionisten, sondern von dummen, korrupten und gierigen Bankmanagern und Politikern verursacht wurde. Da im österreichischen Recht bei Schadensfällen noch immer das Verursacherprinzip verankert ist, haben diese Personen auch für die Behebung dieser Schäden Sorge zu tragen. Und sonst niemand. So einfach ist das, schätz ich amal.

Marilynn E.
11
naja, nur waren es halt nicht die österreichischen banken und manager, die die krise verursacht haben.

niemand in österreich hat die krise verursacht. die ist global zu uns rübergeschwappt. auch für griechenland, portugal, italien, etc. kann niemand in österreich etwas. auch nicht dafür, daß wir in den esf rettungsschirm einzahlen müssen, um das schlimmste zu verhindern. auch nicht für wirtschaftsflauten, drohende rezessionen, etc.

das ist priämr global zustande gekommen und kann nicht wirklich den österreichischen unternehmen und banken als verursacher umgehängt werden.

und ein problem bei uns sind strukturelle defizite, die die krise verstärken und der reformresistenz der politik der letzten jahrzehnte zu verdanken sind. deshalb muß jetzt reformiert werden, daran führt kein weg mehr vorbei.

kuonrad
00
Und die riskanten

Käufe im ehemaligen Ostblock, vor allem in Rumänien und Ungarn, die die ERSTE in Milliarden-verluste schlittern haben lassen, haben nicht Treichl und seine Bank verurscaht, sondern sind "global zu uns geschwappt?"

Marilynn E.
00

und? inweifern wirkt sich das auf den konsolidierungsbedarf in österreich aus? die erste hat partizipationskapital bekommen, für das sie 8% zinsen im jahr zahlt und das wieder zurückzahlen wird. sonst hatte das keine auswirkungen. die verschleierung von öbb-schulden und asfinag, die wir jetzt wieder ins budgetdefizit eingliedern mußten, haben uns hingegen gleich mal ca. 5% bip-schuldenwachstum gekostet.

kuonrad
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Versteh ich nicht:

"n i e m a n d in österreich hat die krise verursacht. die ist global zu uns rübergeschwappt." (Zitat Marilynn E., 21h05)

J. Reichhart
24
es gibt nur eine pensionslösung:

EINE pension für ALLE!

max. bandbreite faktor 2!

rente ist KEINE WOHLSTANDABSICHERUNG!

rente ist eine existenzsicherung!

volkspension - die einzig gerechte lösung!

keine bonzenpensionen aus steuertöpfen mehr, keine ungleichbehandlung von beamten und asvg, selbständigen und anderen berufsgruppen.

wer mehr will, soll ein leben lang vorsorgen!

Marilynn E.
02
gern

wenn dann jeder nur einen absolutbeitrag in den topf einzahlt und keine prozentuellen abzüge mehr vom gehalt erfolgen, kann man darüber reden. und alles, was bisher prozentuell eingezahlt wurde, bekommt man mit zins und zinseszins zurück.

Markus Alexander
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Das wäre an sich richtig,

nur ist es nicht von heute auf morgen umsetzbar. Man kann nicht permanent Pensionen kürzen, weil die Alten nicht und nicht sterben wollen und sich das plötzlich hinten und vorne schwer ausgeht. Auch die demographische entwicklung kennen wir übrigens nicht erst seit gestern. Richtig? Nur schläft die Politik so lange bis es zur Pankik kommt, die übrigens von den Medien bestens geschürt wird.

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