Die Steuerpläne der Regierung

5. Februar 2012, 18:17
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Nicht nur Vermögende werden zur Kasse gebeten

Wien - In etlichen Punkten gibt es eine konkrete Annäherung, heftig umstritten ist der Bereich der Steuern.

Nach dem strikten Nein der ÖVP zu Erbschafts- und Schenkungssteuer kommt entweder eine Anhebung des Spitzensteuersatzes von 50 auf 55 Prozent - das könnte 115 Millionen Euro bringen - oder der Wegfall der steuerlichen Begünstigung des 13. und 14. Monatsgehalts ab einem Jahreseinkommen von etwa 180.000 oder 200.000 Euro brutto. Ein höherer Spitzensteuersatz könnte auch zu einer höheren Kapitalertragssteuer führen.

Als fix gilt eine Reform der Gruppenbesteuerung, die es Unternehmen möglich macht, ihre Gewinne im Inland mit den Verlusten im Ausland gegenzurechnen.

Die Zehnjahresgrenze bei der Immobilienspekulationsfrist soll fallen. Unbestritten ist mittlerweile auch eine Umwidmungsteuer.

Die Grundsteuer soll reformiert wird, indem die sogenannten Hebesätze aufgestockt werden, das soll 400 Millionen Euro bringen; Verschärfungen bei der Körperschaftssteuern werden ebenfalls mit 400 Millionen Euro gerechnet. Diskutiert werden auch höhere Steuern auf Mineralöl, Tabak und Alkohol. (völ, DER STANDARD, Printausgabe, 6.2.2012)

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