Tiroler muss auf seinen 41. Weltcupsieg noch ein bisschen warten: Beim zweiten Springen muss er sich dem Polen Kamil Stoch geschlagen geben
Predazzo - Gregor Schlierenzauer ist Andreas Kofler mit
einem nahezu perfekten Predazzo-Wochenende in der
Skisprung-Weltcupgesamtwertung bis auf drei Punkte nahe gerückt. Der
Vierschanzentournee-Sieger wurde am Sonntag im zweiten Bewerb im Val
di Fiemme knapp hinter dem Polen Kamil Stoch Zweiter, Kofler kam
nicht über Rang 16 hinaus. Halbzeitleader Andreas Wank aus
Deutschland patzte im Finale und fiel auf Rang neun zurück. Der
nächste Einzelbewerb steht am kommenden Sonntag in Willingen am
Programm.
Schlierenzauer fehlten nach Sprüngen auf 126,0 und 130,0 Meter
lediglich 1,6 Punkte auf seinen 41. Weltcupsieg. Die Bilanz des
22-jährigen Staubaiers am WM-Schauplatz von 2013 fiel aber dennoch
höchst positiv aus. "Ich bin sehr zufrieden, das war ein
Bombenwochenende. Wenn man auf dem Podest steht, muss man zufrieden
sein, und das bin ich auch", meinte Schlierenzauer.
Kopf-an-Kopf
Trotz des Kopf-an-Kopf-Rennens mit Kofler und dem nur 29 Punkte
hinter ihm liegenden Tagesdritten Anders Bardal (NOR) verschwendet er
weiter keinen Gedanken an die Gesamtwertung, das Augenmerk gelte der
Skiflug-WM. "Das oberste Ziel ist Vikersund. Der Gesamtweltcup ist
nach wie vor kein Thema", bekräftigte Schlierenzauer.
Kofler (118,0 m/123,0 m) musste sich nach Platz sechs am Vortag
diesmal mit einem Platz im Mittelfeld zufriedengeben. "Es muss auch
solche Wettkämpfe geben. Es hat ein bisschen gefuchst. Ein gab ein
paar Umstände, die mich verunsichert haben. Das sind Kleinigkeiten in
der Hocke und beim Absprung, die kann man aber ausmerzen", betonte
der fünffache Saisonsieger. Zweitbester Österreicher war abermals
Thomas Morgenstern, der Dritte des Vortages wurde diesmal Sechster.
Vor Kofler lagen mit Martin Koch (11.) und David Zauner (14.) noch
zwei weitere ÖSV-Springer. (APA)