Erfolgserlebnis für österreichischen Neo-Legionär - ÖFB-Kandidat Schmid erzielte Ausgleich für Freiburg bei Remis gegen Bremen
Zlatko Junuzovic feierte einen gelunenen Einstand bei Werder Bremen. Der ÖFB-Internationale lief nur wenige Tage nach seinem Transfer in die deutsche Bundesliga in der Startelf von Trainer Thomas Schaaf gegen Freiburg auf. Nach einer halben Stunde schrieb er auch bereits seinen ersten Scorerpunkt an. Nach einem optimalen Zuspiel auf Top-Stürmer Claudio Pizarro verwertete dieser zum Führungstreffer der Bremer im Breisgau. Junuzovic spielte ansonsten eine gute erste Partie.
Auf Seiten der Freiburger traf beim mit 2:2 endenden Spiel ebenfalls ein Österreicher. Der 21-jährige Rechtsverteidiger Jonathan Schmid, der einen französischen und österreichischen Pass besitzt und im Dezember sein Interesse an Auftritten für das ÖFB-Team bekundete, erzielte den Ausgleich zum 2:2. Dazwischen lagen ein zweiter Treffer von Pizarro nach wunderbarer Zusammenarbeit mit Mehmet Ekici und der zwischenzeitliche Ausgleich durch Cedric Makiadi. Marko Arnautovic saß nach seiner Verletzung bei den Gästern auf der Bank, Sebastian Prödl fehlt nach seiner schweren Gesichtsverletzung noch längere Zeit. Auf der Tribüne des Mage-Solar-Stadions war auch ÖFB-Teamchef Marcel Koller zu Gast.
Junuzuovic zeigte sich mit seinem Debüt, das er über die volle Spielzeit bestreiten durfte, zufrieden: "Für das erste Spiel war es ganz okay, ich hätte aber
lieber die drei Punkte mitgenommen." "Ich werde in den nächsten Tagen und Wochen sicher
noch besser reinkommen", sagte der 24-Jährige. Schaaf war mit seinem Neuzugang grundsätzlich zufrieden: "Ich glaube, dass er das
gezeigt hat, was man von ihm erwarten kann." Der Mittelfeldspieler "wird noch besser werden, davon bin ich überzeugt",
ergänzte Schaaf.
Für Bremen bedeutet das Unentschieden nach 20 Runden Platz fünf in der Tabelle. Auf Tabellenführer Dortmund fehlen den Werderanern elf Punkte, auf die Bayern (2.) und Schalker (3.) und damit einen Champions League-Platz neun Zähler. Freiburg zieht durch den Punktgewinn gleich mit Augsburg, ist wegen der schlechteren Tordifferenz aber nach wie vor an letzter Position.
Köln beendet Fluch gegen 1. FCK
Auch ohne seinen Starstürmer Lukas Podolski hat der 1. FC Köln zum
ersten Mal seit über 22 Jahren gegen seinen Angstgegner 1. FC
Kaiserslautern gewonnen. Die Rheinländer setzten sich dank des ersten
Bundesliga-Treffers des kurz zuvor eingwechselten Albaners Odise Roshi
(72.) zum Abschluss des 20. Bundesliga-Spieltages mit 1:0 (0:0) bei den
abstiegsbedrohten Pfälzern durch und feierten damit den ersten Sieg
gegen den FCK nach zuvor 25 erfolglosen Anläufen. Der FC, der vom
Platzverweis des Lauterer Neuzugangs Ariel Borysiuk (40.) profitierte,
verbesserte sich durch den Erfolg auf den neunten Tabellenplatz.
Damit
haben die Kölner nach drei Pleiten in Folge ihre Talfahrt Richtung
Tabellenkeller gestoppt und die richtige Antwort auf die zuletzt
aufgekommenen Diskussion über das angeblich gespannte Verhältnis
zwischen Trainer Ståle Solbakken und Sportdirektor Volker Finke gegeben.
Dagegen bleiben die Roten Teufel nach dem zehnten Spiel in Folge ohne
Sieg auf dem Relegationsplatz.
"Die Mannschaft hat Selbstvertrauen
gebraucht. Mit diesem Sieg im Rücken können wir die nächsten Spiele
ruhiger angehen. Ich hoffe, dass wir in Zukunft öfter zu null spielen",
meinte Kölns Abwehrspieler Geromel.
Der bisher letzte Erfolg der
Kölner gegen den FCK datierte vom 16. Dezember 1989. Damals war
Christoph Daum Trainer der Rheinländer, deren Topscorer Podolski wegen
eines Bänderrisses vier Wochen fehlen wird. Für Lauterns Coach Marco
Kurz war es die erste Niederlage als Trainer gegen den FC. (tsc/APA/sid)