Athen

Beratungen über Sparprogramm ohne Ergebnis

5. Februar 2012, 21:52

Geldgeber beharren auf weiteren Einschnitten - Parteichefs einigen sich grundsätzlich auf Lohnkürzungen

Athen - Die Beratungen der griechischen politischen Führung über die Rettung des Landes vor dem Bankrott sind am Sonntagabend ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Die Gespräche würden am Montag fortgesetzt, teilte das Büro des griechischen Regierungschefs, Lucas Papademos, mit. Wie es in einer Erklärung von Papademos' Büro hieß, hätten sich die Parteivorsitzenden lediglich darauf geeinigt, die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit des Landes mit Maßnahmen zu verbessern, die auch Lohnkürzungen beinhalten könnten. Damit käme Athen nach Einschätzung von Beobachtern den Forderungen der Geldgeber "einen Schritt näher".

Zudem sei Athen bereit, den Staat um 1,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes 2012 zu verschlanken. Weiter sollen Maßnahmen zur Rettung der Banken und Rentenkassen Griechenlands nach einem Schuldenschnitt getroffen werden. Zahlen und konkrete Maßnahmen wurden jedoch nicht genannt.

Endgültige Entscheidungen sollen am Montag getroffen werden, hieß es. Die Verhandlungen mit der sogenannten "Troika", den Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB), sollten in der Nacht fortgeseztzt werden.

"Land kann Maßnahmen nicht ertragen"

Die Stimmung der Parteiführer war nach dem Ende der Sitzung schlecht: "Das Land kann sie (die Maßnahmen) nicht ertragen. Ich kämpfe mit jedem Mittel um sie abzuwenden", sagte der Präsident der konservativen Partei Nea Dimokratia (ND), Antonis Samaras, nach der einer fast vierstündigen Sitzung mit dem griechischen Regierungschef im Fernsehen. Giorgos Karatzaferis, der Präsident der kleinen rechtsgerichteten Partei (LAOS), die die Regierung des Finanzexperten Papademos unterstützt, warnte vor einer "Verelendung" der Griechen und einer "Revolution" in der Gesellschaft.

Die Sozialisten und ihr Chef Giorgos Papandreou, der das Land bis vergangenen November regierte, wollten am Montagvormittag bei einer Sondersitzung ihres Parlamentsausschusses entscheiden, ob sie den neuen Maßnahmen zustimmen. Noch in der Nacht auf Montag sollte der Politische Rat der Sozialisten tagen.

Beobachter sprachen von einer Zwickmühle: Einerseits können die griechischen Parteien zu den Sparplänen kaum Nein sagen, weil dies den Bankrott des Landes bedeuten würde. Andererseits wollten sie sich vor möglicherweise anstehenden Neuwahlen positionieren, die erwartet werden, wenn Griechenland mit neuen Finanzhilfen einem wirtschaftlichen Zusammenbruch entgehen kann.

Im Mittelpunkt der Parteiengespräche standen die von den internationalen Geldgebern Griechenlands geforderten zusätzlichen Sparanstrengungen. Knackpunkt in den Gesprächen mit den Chefs der Sozialisten, Konservativen und der LAOS-Partei sind die von der "Troika" verlangten Lohnkürzungen auch im privaten Sektor, die bis zu 25 Prozent weniger Einkommen für die Arbeitnehmer bedeuten könnten. 15.000 Staatsbedienstete sollen bis Juni gehen.

Insgesamt fordert die "Troika" die Entlassung von 150.000 Staatsbediensteten bis 2015. Zudem sollen zahlreiche Renten gekürzt werden. Papademos braucht innenpolitische Unterstützung für eine Einigung - andernfalls droht im März die Staatspleite, wenn EU, IWF und EZB einem weiteren Rettungspaket im Volumen von mindestens 130 Milliarden Euro für Athen nicht zustimmen.

Parallel wurden am späten Sonntagabend in Athen erneut Verhandlungen mit dem Internationalen Bankenverband über einen Schuldenschnitt aufgenommen. Angepeilt wird ein freiwilliger Schuldenschnitt in Höhe von 100 Milliarden Euro. Die Verhandlungen mit den Banken verliefen nach Informationen aus höchsten Stellen des Finanzministeriums "sehr gut" - "viel besser und leichter als mit der Troika", sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa. (APA/Reuters)

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QUANTUM
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dafür gibt's soviele mrd-äre und mio-näre wie noch nie. entweder wird man mit schulden lernen leben (vgl. japan), einen neuanfang des spiels starten oder die die verursacher besteuern.

LGM
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Japan ist ein eigener Fall, es hat fast keine Auslandsschulden, die Gläubiger können sich also maximal ins eigene Fleisch schneiden, falls sie den Staat in den Konkurs treiben wollen.
Außerdem hat Japan eine hoch entwickelte Wirtschaft als Basis für Einnahmen aus dem Außenhandel.

Der Alte vom Berge
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Selten haben so Wenige so Viel Besessen,...

...wie auch so Viele so Weniges. ^^

burgenländischer Bergbauer
01
Dieses Lnd hat 700.000 Beamte = Siebenhundert Tausend und ist bereit den Staat um 1.5 % zu schmälern

und die EU verlangt den Abbau von 150.000

Ich laube in diesem Prozess sind alle ein bisserl zwischen Größenwahnsinnig und vollkommen verdrottelt !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Walter Bimini
01
wobei die griechische bürokratie in den beiden letzten jahren noch 25000 neue beamte aufgenommen hat

wohl damit sie großzügig die hälfte der neu eingestellten wieder entlassen kann.

Metal Heini_
03
Gebts unsere Steuermilliarden vollständig an die Griechen!

Wir brauchen eine Revolution!

Ökonomix
06
Ist die Troika Feuerwehr oder Brandstifter?

Zuerst erhöhen sie die MWST ohne sicherzustellen, dass sie auch bezahlt wird, und wundern sich dann, dass die Steuereinnahmen zurückgehen. Jetzt wollen sie die Löhne derer senken die ohnehin am Existenzminimum leben ohne gleichzeitig das Preisniveau abzusenken. Die Schere zwischen öffentlich und privat Bediensteten wird sich weiter öffnen, und die gr. Gesellschaft vor die Zerreißprobe stellen.

Walter Bimini
00
die troika löscht mit benzin.

Das Kapital ist die wahre Macht
34
Die Griechen müssen den Druck in Brüssel und Berlin verstärken!

Und die EU soll den Griechen das Geld zurückgeben, das sie ihnen jahrelang gestohlen haben. Und den Reichen Griechenlands geholfen haben weiteres Geld von Athen abzuziehen.

Niemand hat im Ausland das Recht bei uns den Billa Angestellten das Gehalt um 30% zu senken!!!!!!!

Warum soll es bei den griechischen Supermarkt Angestellten der Fall sein. Von Privatunternehmen!

Walter Bimini
00
das motto der eudssr lautet: bürokraten aller länder vereinigt euch.

damit sich die armen griechischen bürokraten nicht leid sehen, sollen auch die gehälter der in der privat industrie arbeitenden gekürzt werden.

jesus mohammed
01
Präsident Papoulias Haus von 40 Vermummten angegriffen

http://www.ekathimerini.com/4dcgi/_w_... 012_426098

so so ....
10

Papademos muss tun, was für die Mehrheit der Griechen das Beste und nicht das, was für europäische Banken sowie die Reichen des Landes vorteilhaft ist. Und das scheint ja auch zu passieren.

Und das scheint auch zu passieren, Juncker soll bloss seine unqualifizierte Klappe halten. Merkel und Lagarde überhaupt.

Griechenland hat bereits einen knappen Primärüberschuss, könnte sich also auch sofort komplett entschulden.

Martin Demelmair
 
02
"The social achievements of the 20th century are being destroyed in Greece. For the first time since WW II, there is massive malnutrition of children.However, Greek citizens are not those to blame for the crisis,

but a destructive financial system and a faulty design of the eurozone which drives some countries into overindebtment and brings excessive surplus to others - as in the case of Germany." http://www.kontext-tv.de/node/176

"Primary school children would faint due to hunger [...]"
http://www.keeptalkinggreece.com/2011/10/1... to-hunger/

"Es herrscht große Verzweiflung, allgemeine Resignation." http://www.zeit.de/wirtschaf... nz/seite-2

"Zuflucht aus wirtschaftlichen im SOS Kinderdorf" etc. http://www.myvideo.at/watch/841... pa_aktuell

Als ob es darum gehe, "Gr.land zu retten" - nicht die herrschenden Verhältnisse.

Raptor Jesus
11
Die EU droht quasi sich ins eigene Bein zu schießen.

Und die bedrohen jemanden der finanziell schon übern Jordan gegangen ist.

seventy-seven
11
Junker, Merkel, Sarkozy...

und Konsorten haben wenig darüber nachgedacht was gegen die Finanzflucht aus Griechenland zu machen ist. Weiterhin Löcher stopfen? Heute Griechenland andre morgen! Das Desaster lässt sich nicht kurzfristig dadurch ändern das dass Volk den Grütel noch enger schnallen muss. Es kann nicht funktionieren, wenn die Finanzmärkte ausserhalb der EU, EU Kapital für Ihre "Spielchen" verbrennen! Der Franzose Hollande hats geschnallt, Merkel und Co haben Scheuklappen....

Jürgen Rembremerding
01
"Weiterhin Löcher stopfen? "

Lothar Matthäus würde dies mit "ja" beantworten!

Anchel Kingsman
01
wer verarscht wen ist hier die frage....

cannery row
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leeres säbelrasseln..

gr wird nichts umsetzen (können sie ja auch nicht, das ende der fahnenstange ist erreicht), und die eu wird weiter blechen, bis zum st. nimmerleinstag, weil sich alle vor den "nervösen märkten" ankacken.

und juncker braucht nichts reden, der schmeisst seinen job ohnehin hin.

Walter Bimini
02
die eudssr wird den sanktnimmerleinstag nicht erleben

Reich sein muss sich lohnen!
08
Es wird kein Ende der EU-Hilfen geben

Ein Ende der EU-Hilfen würde einen sofortigen Bankrott Griechenlands ergeben. Damit würden alle Schulden Griechenlands ausfallen.

Die EU-Politiker müssten Ihren Wählern dann erklären, weshalb "das gute Geschäft" nun doch zu einer Milliarden-Belastung der Staatshaushalte geworden ist...

Griechenland hätte bereits 2008 Pleite gehen müssen - danach hätte man ihnen Hilfen zukommen lassen können (die dann nicht gleich direkt an die Banken weitergereicht worden wären) - dann hätte Griechenland eine realistische Chance gehabt.

So wird das nichts mehr. Die Politiker werden aber aus den oben genannten Grund trotzdem immer noch mehr Geld nach Griechenland schicken....

Walter Bimini
00
doch! es wird ein ende der eudssr kredite geben

nämlich spätestens dann, wenn es die eudssr zerreißt. griechenland ist im vergleich mit spanien und italien ein kleines problem und in keinem dieser länder hat sich irgendetwas zum besseren geändert. die ezb versucht durch allerlei tricks, die alle aufs geld drucken hinauslaufen, die pleiten dieser länder weiter zu verschleppen.

khaleb
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Die Verhandler fordern eine Lohnsenkung aller Angestellten um 25 %

und dann werdens wieder staunen wieso die Steuereinnahmen in Griechenland zurückgehen.

QUANTUM
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das ist die logik der politiker und der finanzmärkte

Dr.Student des Wurschtfachverkaufs
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Sorry für meinen roten Irrtum

Aber natürlich haben sie recht. Dazu braucht man nicht VWL studiert haben. Nur Politiker wollen anscheinend nicht verstehen.

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