Anton Schlecker kehrt nicht zurück

5. Februar 2012, 16:09
  • Anton Schlecker
    foto: apa

    Anton Schlecker

Die Kinder des Firmengründers sollen Presseberichten zufolge dann Drogeriekette übernehmen

München - Im Falle einer erfolgreichen Sanierung der insolventen Drogeriekette Schlecker will Firmengründer Anton Schlecker einem Pressebericht zufolge das Geschäft vollständig an seine Kinder Meike und Lars Schlecker abtreten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" am Sonntag unter Berufung auf Unternehmenskreise. "Wenn alles geregelt ist, werde ich den Eigentumsübertrag auf die nächste Generation vollziehen", zitierte "Focus" den Firmenchef. Eine weitere operative Aufgabe im Unternehmen strebe er nicht an.

Schlecker hatte am 23. Jänner Insolvenz angemeldet. Die Tochter des Unternehmensgründers, Meike Schlecker, teilte vergangene Woche mit, die Familie habe kein Geld mehr, um die Kette zu stützen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz bedeutet die Pleite der Drogeriekette in Deutschland auch die Privatinsolvenz des Firmengründers Anton Schlecker. Nach einer Einigung mit den wichtigsten Gläubigern hat die Kette inzwischen ihren vollen Betrieb wieder aufgenommen.

Die Auslandstöchter, darunter Schlecker-Österreich mit 3.000 Beschäftigten und rund 970 Filialen, haben vorerst nicht Insolvenz angemeldet. (APA)

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Anton Schlecker - Ein Unternehmer, der seine Angestellten wie Vieh behandelt hat.

Sein "Meisterwerk" war wohl, dass er in Deutschland Schlecker-Filialen geschlossen hat, um sie gleichzeitig als "Schlecker XL"-Filialen wieder zu eröffen. So konnte er teure Verträge langjähriger Mitarbeiter kündigen und neues billiges "Vieh" einstellen.

Kleine Korrektur:

So konnte er teure Verträge langjähriger Mitarbeiter kündigen und neues billiges "Vieh" (bzw. die alten Mitarbeiter zu schlechteren Tarifen) einstellen

Ich vermute, dass da eine riesengroße Gaunerei dahintersteckt

.
Nach einem solchen Konkurs ist Schlecker entschuldet - und braucht sich nicht einmal zu entschuldigen.

Es gilt wieder einmal: Gewinne privatisieren, Verluste vergesellschaften

Leider verstehen viel zu wenig Menschen das das so läuft im Allgemeinen, denn würde der Großteil verstehen was wircklich läuft würde sich was ändern.

Wird dann nach Liechtenstein verschwinden ;-))

naja

auch wenn er sicher kein unschuldslamm ist - und ich mir sicher bin, dass auch die familie schlecker schonmal was von bankgeheimnis gehört hat -und vermutlich nicht ihr ganzes vermögen ausschließlich im betrieb oder in deutschland hat...

aber hier verluste vergesellschaftlichen ist wohl falsch...

kein staat ist gläubiger von schlecker. kaum eine privatperson. das sind meist banken. die finanzindustrie die hier drauf zahlt... aber nicht die "gesellschaft"

... und was was glauben Sie, wer die Verluste in letzter Konsequenz zahlt? Die Unternehmen schreiben die Verluste von der Steuer ab, wem fehlt dann das Geld? Ja, richtig: Der Allgemeinheit!

Ich habe dieses Argument noch nie verstanden.

Versteuert werden Gewinne! Als schreibe ich Verluste nicht von der Steuer ab, sondern ich habe einfach keinen Gewinn. Was willst du da versteuern?

Von wegen Ich habe schon mal in einem Betrieb gearbeitet wo Unser Auftrag war so schlecht wie möglich die Arbeit zu erledigen, damit der Betrieb in den Konkurs geht! Das brachte dem Eigentümer perverserweise Steuervorteile.

Das hat alles nichts damit zu tun, dass nur Gewinne versteuert werden.

Verluste "schreibt" man nicht von der Steuer ab, die sind einfach keine Gewinne, die zu versteuern wären.

kenn die verhältnisse von ..

schlecker nciht, aber dem super einfachen weltbild, daß man halt verluste von der steuer abschreibt und damit alles super ist, gehört doch widersprochen. wenn jem,and verluste macht, zahlt er helt keine steuern und so solls wohl auch sein. wenn ein einzelunternehmer noch dazu privat haftet und für alle bankschulden etc selber gerade stehen muss und in den privatkonkurs geht, schadet das primär mal ihm und er liefert dennoch monatlich die "mehrwersteuer" ab, die ja auch mit dem mehrwert, den er erwirtschaftet zu tun hat. würden banken oder verwalter des öffentlichen geldes, konzernmanager und aktiengesllschaftsvorstände und aufsichtsräte #ähnlich haften wie ein einzeluinternehmer, säh die welt wohl etwas anders aus!

Hat der Staat DE, oder ein anderer Staat hier Geld hineingebuttert? - ich meine nicht

Was glauben Sie, wer die ausständigen Löhne und Gehälter der Schlecker-Beschäftigten bezahlt?
Das wird wohl eine "öffentlich Institution" tun (müssen).

Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Gelder aus der Schleckerschen Privatschatulle kommen werden.

rechnen sie einmal nach wie viele milliarden dieser mann im laufe seiner karriere alleine nur an mwst. abgeführt hat !!!!

ihnen ist aber schon klar, dass unternehmer keine mwst zahlen - stichwort vorsteuer-abzug.

er hat also höchstens als konsument mwst gezahlt, werden wohl keine mrd. gewesen sein.

Hätte sich der ehrenwerte Herr Schlecker auch noch die Mehrwertsteuer unter den Nagel reißen sollen?

Es genügt doch, dass er seinen Beschäftigten einen Nasenrammel bezahlt hat ...

ich wollte nur zum ausdruck bringen, dass, egal was der konkurs jetzt kosten wird, die "bilanz" über jahre und jahrzehnte in jedem fall "positiv" sein wird. er hat milliarden an steuern bezahlt, hat zehntausenden menschen einen job gegeben, und selbst wenn jetzt eine "öffentlich Institution" etwas bezahlen müßte, bliebe diese bilanz trotzdem sehr positiv.
und nennen sie mir einen grund warum er den beschäftigten mehr als kollektivvertraglich vereinbart bezahlen hätte sollen?

sie hätten einmal in eine schlecker filiale arbeiten sollen.
dann würden sie wissen was z.b. "dunkelgrau" weiter oben meint.

die mwst wird auf die produktpreise aufgeschlagen und von den konsumenten bezahlt. nur weil er die mwst abführt heißt es nicht, dass er sie bezahlt. die lohnsteuer die sie als arbeitnehmer bezahlen, werden auch vom arbeitgeber abgeführt - trotzdem werden sie damit besteuert und nicht der arbeitgeber.

schlecker hat seine beschäftigten unbezahlt überstunden machen lassen, systematisch. wenn man diese überstunden einrechnet hat er also unter kollektivvertrag bezahlt!

Warum "überzahlen" wohl die meisten Firmen ihre Mitarbeiter?
Dass nicht alles bei Schlecker "sauber" zugegangen ist, gehört wohl zum Allgemeinwissen.

Auch dm gibt vielen Menschen Jobs, nur das Niveau ist ein anderes.

also ich weiß sehr wohl wann jemand überzahlt werden muss und wann nicht.
es gibt aber eben für beschäftigte in den schleckerfilialen leider keinen grund warum diese überzahlt werden sollten, oder kennen sie einen?

Kann mir hier wer erklären, wie man so viel privatvermögen verstecken kann, damit man dann privatkonskurs anmelden muss? welche schlupflöcher gibt es da? sind es stiftungen für enkelkinder? oder wo ist das zwischengeparkt. den witz, dass sie ihr ganzes privatvermögen in die firma gesteckt haben ist ja nichtmal lachhaft.

gab vor ein paar wochen einen artikel über sean quinn in der zeit, in dem beschrieben wird, wie er teile seines vermögens versteckt hat. habe ihn leider nicht im archiv gefunden.

eine möglichkeit ist es (vor dem konkurs) beteiligungen weit unter ihrem wert an freunde und verwandte zu "verkaufen" - das kann aber angefochten werden.
quinn dürfte verschachtelte stiftungskonstruktionen aufgebaut haben, die ihm die kontrolle über verschiedene unternehmen garantieren.

schlecker wird es nicht anders gemacht haben.

Erbe

auf so ein Erbe könnte ich als Kind auch verzichten. Da die beiden Youngsters ja bereits als Geschäftsführer fungierten und nun Konkurs angemeldet ist, schaut das für die Zukunft sowieso traurig aus, denn nur der Papa oder Mama dürften weiterführen.

Wenigstens das Geld für den Friseur kann er sich auch weiterhin sparen... (C;

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