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Anton Schlecker
München - Im Falle einer erfolgreichen Sanierung der insolventen Drogeriekette Schlecker will Firmengründer Anton Schlecker einem Pressebericht zufolge das Geschäft vollständig an seine Kinder Meike und Lars Schlecker abtreten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" am Sonntag unter Berufung auf Unternehmenskreise. "Wenn alles geregelt ist, werde ich den Eigentumsübertrag auf die nächste Generation vollziehen", zitierte "Focus" den Firmenchef. Eine weitere operative Aufgabe im Unternehmen strebe er nicht an.
Schlecker hatte am 23. Jänner Insolvenz angemeldet. Die Tochter des Unternehmensgründers, Meike Schlecker, teilte vergangene Woche mit, die Familie habe kein Geld mehr, um die Kette zu stützen. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz bedeutet die Pleite der Drogeriekette in Deutschland auch die Privatinsolvenz des Firmengründers Anton Schlecker. Nach einer Einigung mit den wichtigsten Gläubigern hat die Kette inzwischen ihren vollen Betrieb wieder aufgenommen.
Die Auslandstöchter, darunter Schlecker-Österreich mit 3.000 Beschäftigten und rund 970 Filialen, haben vorerst nicht Insolvenz angemeldet. (APA)
Firmengründer Anton Schlecker haftet mit seinem Privatvermögen für die Pleite. Die Familie soll sich kooperativ verhalten
Sicherheiten gingen an Unternehmensgruppe Schwarz
Komplette Ladenausstattungen, Gabelstapler und weiteres Anlagevermögen wird in Deutschland versteigert
Dass Schlecker gelingt, woran Adeg, Zielpunkt und andere kleine Kaufleute scheiterten, ist zu bezweifeln
Sein "Meisterwerk" war wohl, dass er in Deutschland Schlecker-Filialen geschlossen hat, um sie gleichzeitig als "Schlecker XL"-Filialen wieder zu eröffen. So konnte er teure Verträge langjähriger Mitarbeiter kündigen und neues billiges "Vieh" einstellen.
auch wenn er sicher kein unschuldslamm ist - und ich mir sicher bin, dass auch die familie schlecker schonmal was von bankgeheimnis gehört hat -und vermutlich nicht ihr ganzes vermögen ausschließlich im betrieb oder in deutschland hat...
aber hier verluste vergesellschaftlichen ist wohl falsch...
kein staat ist gläubiger von schlecker. kaum eine privatperson. das sind meist banken. die finanzindustrie die hier drauf zahlt... aber nicht die "gesellschaft"
schlecker nciht, aber dem super einfachen weltbild, daß man halt verluste von der steuer abschreibt und damit alles super ist, gehört doch widersprochen. wenn jem,and verluste macht, zahlt er helt keine steuern und so solls wohl auch sein. wenn ein einzelunternehmer noch dazu privat haftet und für alle bankschulden etc selber gerade stehen muss und in den privatkonkurs geht, schadet das primär mal ihm und er liefert dennoch monatlich die "mehrwersteuer" ab, die ja auch mit dem mehrwert, den er erwirtschaftet zu tun hat. würden banken oder verwalter des öffentlichen geldes, konzernmanager und aktiengesllschaftsvorstände und aufsichtsräte #ähnlich haften wie ein einzeluinternehmer, säh die welt wohl etwas anders aus!
Was glauben Sie, wer die ausständigen Löhne und Gehälter der Schlecker-Beschäftigten bezahlt?
Das wird wohl eine "öffentlich Institution" tun (müssen).
Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Gelder aus der Schleckerschen Privatschatulle kommen werden.
ich wollte nur zum ausdruck bringen, dass, egal was der konkurs jetzt kosten wird, die "bilanz" über jahre und jahrzehnte in jedem fall "positiv" sein wird. er hat milliarden an steuern bezahlt, hat zehntausenden menschen einen job gegeben, und selbst wenn jetzt eine "öffentlich Institution" etwas bezahlen müßte, bliebe diese bilanz trotzdem sehr positiv.
und nennen sie mir einen grund warum er den beschäftigten mehr als kollektivvertraglich vereinbart bezahlen hätte sollen?
die mwst wird auf die produktpreise aufgeschlagen und von den konsumenten bezahlt. nur weil er die mwst abführt heißt es nicht, dass er sie bezahlt. die lohnsteuer die sie als arbeitnehmer bezahlen, werden auch vom arbeitgeber abgeführt - trotzdem werden sie damit besteuert und nicht der arbeitgeber.
schlecker hat seine beschäftigten unbezahlt überstunden machen lassen, systematisch. wenn man diese überstunden einrechnet hat er also unter kollektivvertrag bezahlt!
Kann mir hier wer erklären, wie man so viel privatvermögen verstecken kann, damit man dann privatkonskurs anmelden muss? welche schlupflöcher gibt es da? sind es stiftungen für enkelkinder? oder wo ist das zwischengeparkt. den witz, dass sie ihr ganzes privatvermögen in die firma gesteckt haben ist ja nichtmal lachhaft.
gab vor ein paar wochen einen artikel über sean quinn in der zeit, in dem beschrieben wird, wie er teile seines vermögens versteckt hat. habe ihn leider nicht im archiv gefunden.
eine möglichkeit ist es (vor dem konkurs) beteiligungen weit unter ihrem wert an freunde und verwandte zu "verkaufen" - das kann aber angefochten werden.
quinn dürfte verschachtelte stiftungskonstruktionen aufgebaut haben, die ihm die kontrolle über verschiedene unternehmen garantieren.
schlecker wird es nicht anders gemacht haben.
auf so ein Erbe könnte ich als Kind auch verzichten. Da die beiden Youngsters ja bereits als Geschäftsführer fungierten und nun Konkurs angemeldet ist, schaut das für die Zukunft sowieso traurig aus, denn nur der Papa oder Mama dürften weiterführen.
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