Österreich betroffen

Russland bestätigt geringere Gasexporte

5. Februar 2012, 17:31
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Putin: Versorgung im eigenen Land hat Vorrang - Mitterlehner: Heute um rund ein Drittel weniger in Baumgarten (NÖ) angeliefert

Moskau - Russland hat nach Klagen von europäischen Energieversorgern erstmals Probleme bei Gaslieferungen an den Westen eingeräumt. Vorrangige Aufgabe des staatlichen Energieriesen Gazprom sei es, den wegen der Extremkälte gestiegenen Bedarf in Russland zu befriedigen. Das sagte Regierungschef Wladimir Putin am Samstag bei einem Treffen mit der Konzernspitze. Als "kein bedrohliches Szenario" hat Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) die derzeit deutlich geringeren Gaslieferungen aus Russland bezeichnet.

"Große Speicherkapizitäten"

Gazprom liefere heute in Oberkappel im Mühlviertel um 25 Prozent weniger und am Gashub in Baumgarten (NÖ) um rund ein Drittel weniger. "Es braucht sich kein Österreicher Sorgen machen. Wir haben große Speicherkapazitäten", betonte der Wirtschaftsminister am Sonntag in der ORF-"Pressestunde". Die heimischen Gasvorräte würden die Hälfte des Jahresbedarfs abdecken.

Russland wichtigster Gaslieferant

Gazprom müsse maximale Anstrengungen unternehmen, den Bedarf der europäischen Partner sicherzustellen, betonte Putin am Samstag. Die EU hatte zuvor von Lieferkürzungen bei russischem Gas bis zu 30 Prozent bei einzelnen Energieunternehmen berichtet. Die Energiegroßmacht Russland gilt als wichtigster Gaslieferant für Europa. Die stellvertretenden Gazprom-Chefs Alexander Medwedew und Andrej Kruglow sagten bei dem Treffen mit Putin, dass der Westen deutlich mehr Gas von Russland anfordere, als das Unternehmen derzeit liefern könne.

Kruglow räumte dabei nach Angaben von Interfax ein, dass der Konzern in den vergangenen Tagen etwa zehn Prozent weniger Gas in den Export gepumpt habe als vertraglich mit den Kunden vereinbart. Die Liefermengen seien allerdings inzwischen wieder auf dem Vertragsniveau. Über Tage hatte Gazprom Angaben von Kunden über geringere Lieferungen zurückgewiesen.

Medwedew hatte zuletzt indirekt der Ukraine, dem wichtigsten Transitland für russische Gaslieferungen in die EU, die Schuld an dem Engpass gegeben. Die verarmte Ex-Sowjetrepublik wird von Russland immer wieder verdächtigt, Gas illegal für den Eigenbedarf abzuzapfen. Beide Länder streiten über Preise und Verträge für Gaslieferungen.

Rekordverbrauch in Russland

In Russland selbst stieg der Verbrauch nach Angaben von Analysten wegen der hartnäckigen sibirischen Extremkälte auf den Rekordwert von zwei Milliarden Kubikmetern Gas am Tag. Das sei so viel wie etwa EU-Mitglied Bulgarien in einem ganzen Jahr verbrauche, hieß es. Von den russischen Liefereinschränkungen waren unter anderem deutsche, österreichische und italienische Versorger betroffen.

Allerdings betonten die Energieunternehmen in den Ländern, dass die Speicher gefüllt seien und keine Notlage bestehe. Erst im vergangenen Herbst hatten Politik und Wirtschaft nach Inbetriebnahme des ersten Strangs der Ostseepipeline Nord Stream von mehr Energiesicherheit gesprochen.

Nach der Fertigstellung der zweiten Nord-Stream-Leitung sollen vom Herbst dieses Jahres an insgesamt 55 Milliarden Kubikmeter zusätzlich direkt von Russland nach Deutschland strömen. Damit können rund 26 Millionen Haushalte versorgt werden. Russland gilt mit 637 Milliarden Kubikmetern pro Jahr als größter Erdgas-Produzent und -Exporteur der Welt. Das Land will bei Bedarf seinen Gasexport in die EU von derzeit 125 Milliarden Kubikmeter bis 2020 auf 200 Milliarden Kubikmeter erhöhen können. (APA)

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hollaro jojojo
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Jedes Jahr das gleiche Theater

Isz ja logisch: Die Gasförderung erfolgt relativ regelmässig, der Verbrauch ist im Winter aber höher. Das gleicht man mit Speichern aus.

Bei der Kälte ist es logisch, dass weniger Gas nach Europa kommt, da RUS und auch die Ukraine (die gerne mal was abzweigen) nun selbst viel benötigen.

Das war im Grunde schon immer so, wird aber jetzt medial gehypt, um die mediale Lücke zwischen Grippewelle und frühjährliche Allergiehysterie irgendwie zu überbrücken.

AnnaWintour
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Aber es ist natürlich nicht sinnvoll...

...die Schiefergasreserven im Waldviertel, die Österreich für ein paar Jahre sogar vollkommen autark machen könnten, zu fördern.
Anstatt diese Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, machen wir lieber unfundierte Hetze gegen die böse OMV, die unsere arme Umwelt verpestet.
Wenn wir noch irgendeinen Beweis gebraucht hätten, dass eine Versorgung aus eigenen Reserven notwendig wäre, dann haben wir sie jetzt.
Auch wenn natürlich nicht wirklich Gefahr besteht, immerhin haben wir volle Speicher.

legal eagle
 
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sie sollten bei mode bleiben, umwelt is nich ihr ding.

AnnaWintour
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Umwelt ist wirklich nicht mein Ding. Dafür aber Erdöl- und -gasförderung. Das ist nämlich mein Job.

sadf1asfasfasfasf
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Das Problem an der Förderung ist, dass das nicht so ganz so toll für die Umwelt (vorallem dem Trinkwasser) ist.

das ist fix
00
Weinviertel

Das Schiefergas wird im Weinviertel gesucht.

AnnaWintour
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Verzeihung, ich habe mich verschrieben. Gemeint sind natürlich die Schiefergasreserven im Weinviertel, nicht Waldviertel.

FAIL
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wenn man paranoid wäre, ...

... könnte man auch vermuten, dass gewisse personenkreise an beidem interesse haben. also einer verringerten gaslieferung nach europa und der durchsetzung von fracking ...

... aber das wär schon sehr paranoid ...

... hoffentlich ;)

AnnaWintour
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Wie genau glauben Sie denn...

...wäre diese paranoide Idee durchsetzbar? Wenn irgendjemand kein Interesse daran hat, dass die Mitteleuropäischen Länder Fracking zulassen, dann sind das doch die Russen, oder?
In Nordamerika sind die Gaspreise in den Keller gegangen, als die Schiefergasvorkommen erschlossen wurden, da eben doch Nachfrage und Angebot den Preis bestimmen. Und das Angebot war plötzlich wesentlich größer.
Dasselbe wäre in Europa der Fall. Nein. Die Russen, allen voran Gazprom, sind die Letzten, die Interesse an einer Zulassung von Fracking haben können.

FAIL
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oh man kann ganz einfach von beidem profitieren, ...

... man muß nur anteile beider konzerne halten.

aber ich sag ja, "wenn man paranoid wäre". es passt hald gut zam alles. aber ich weiß, eine gleichzeitigkeit lässt keinen schluß auf eine abhängigkeit zu.

AnnaWintour
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Vor allem, weil Gazprom zu sehr großen Teilen in russischem Besitz (Staat 50%, russische Personen 40 %, EON Ruhrgas 7%) ist, und an der OMV die ÖIAG und eine arabische Firma namens IPIC die Hauptbeteiligten sind. Der Rest der OMV ist im Streubesitz. Also reichlich weit her geholt, Ihre Theorie.

FAIL
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sigh

es war ja nicht ernst gemeint.

alterio
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Unsere Industrie ...

... wird Gas zu jenen günstigen Konditionen benötigen wie die US-Industrie.

Und diese Konditionen sind jüngst auf ein Niveau von vor 2000 gefallen!

Also stehen wir vor der Alternative: Fracking oder massiver Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Gibt es da noch einen Ausweg?

AnnaWintour
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Ich sage das als eine Frau vom Fach, sozusagen: Der Unterschied zu den USA ist folgender:
In den USA wird sehr, sehr primitiv nach Öl gebohrt. In Österreich wird ebenfalls gebohrt (unabhängig von Schiefergas), aber wesentlich komplexer, mit Flüssigkeiten, die der Fracking-Flüssigkeit nicht unähnlich sind. Und gefrackt wird ebenfalls schon, zur Produktionsoptimierung, aber im kleineren Stil.
In den USA ist hier einfach die Gesamtsituation anders, es wird auf Umweltschutz weniger Wert gelegt, die Schiefergasschichten sind näher an der Oberfläche, etc.
Ich will nicht sagen, es sei risikofrei. Aber es wird hier von Laien gegen etwas gehetzt, das sich kaum jemand vorstellen kann. Das ist nicht objektiv.

Kräuterpfarrer Escobar
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"Die heimischen Gasvorräte würden die Hälfte des Jahresbedarfs abdecken."

Interessant. Vor ein paar Tagen warens noch 4 Monate. Jetzt sinds plötzlich 50% mehr?

lemming0815
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4 monate im winter sind vermutlich 50% des jahresbedarfs...

FAIL
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vllt verbrauchen wir ja in den nächsten 4monaten die hälfte des jahresbedarfs?

Kräuterpfarrer Escobar
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Das gibt ein Mitarbeits-Plus!

(Und für mich ein Minus. Kann wirklich beides stimmen.)

F. Ritzl
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wohl dem, der einen Keller voller Holz hat ;-))

Zarathustra
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War zu erwarten:

www.finanzen.net/rohstoffe... -Gas-Preis

Gaspreis so niedrig wie schon lange nicht mehr.

Was die Chinesen mit seltenen Erden können, kann Russland mit Gas schon lange.

Arno Pagenstecher
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Es gibt eben Unterschiede zwischen Dritt-Welt-Ländern...

...die nichtrussischen sind technisch in der Lage zu liefern. Das liegt wahrscheinlich daran, dass in Russland keine US-Firmen oder US-Know How am Werk sind...

srinivasa
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Kann ja sein, dass ich Erinnerungslücken habe, aber der hohe Gaspreis wurde doch letztes Jahr mit der gewährten Garantie für die vereinbarten Gaslieferungen gerechtfertigt.

MiFi
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Im Weinviertel liegen Unmengen an Schiefergas ...

... und ein paar Ökofundis wollen die Förderung mit obskuren Verschwörungstheorien verhindern ...

Typisch Österreich - mehr ist nicht zu sagen

Staatssekretär
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Darf man fragen wo sie daheim sind?

Und was hätten sie gerne? - Müllverbrennungsanlage, Chemiewerk, Atomkraftwerk...

murdoch block, for a truer internet
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Warum heben Sie sie dann nicht auf und transportierens mit dem Laster weg?

Am besten in einer Nacht- und Nebelaktion.

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