Akito Watabe gewinnt WM-Generalprobe im Val di Fiemme

5. Februar 2012, 13:51

Denifl als bester ÖSV-Mann 9.

Predazzo/Lago di Tesero - Akito Watabe hat am Sonntag nach drei Podestplätzen im Verlauf dieser Saison ausgerechnet bei der WM-Generalprobe im Val di Fiemme seinen ersten Weltcupsieg gefeiert. Der nach dem Springen führende Japaner behielt im Finish des 10-km-Langlaufs in der Loipe drei Sekunden vor dem Norweger Mikko Kokslien und 3,9 vor dem laufschnellsten US-Amerikaner Bill Demong die Oberhand. Bester Österreicher wurde Willi Denifl, der sich vom 14. Rang nach dem Sprung noch an die neunte Stelle vorarbeitete.

"Ich habe mich beim Laufen gut gesteigert und heute ist mir im Rennen alles aufgegangen. Natürlich hab ich beim Springen noch Reserven, aber das sind Kleinigkeiten", freute sich Denifl, der Zuversicht schöpfte: "In den nächsten Wochen wird sicher einmal alles zusammenpassen, dann werden wir sehen, wie weit der Sprung nach vorne gehen kann."

ÖSV hinkt hinterher

Die ÖSV-Kombinierer blieben damit allerdings knapp ein Jahr vor den Nordischen Weltmeisterschaften im Fleimstal bei der Generalprobe ohne den erhofften Podestplatz. Der nach dem Springen auf Rang drei gelegene Bernhard Gruber bot in der Loipe keine überzeugende Leistung und fiel auf Platz 13 zurück. "So stark wie ich mich derzeit auf der Schanze fühle, so schwach fühle ich mich beim Langlaufen. Der Virus, den ich in Frankreich hatte, hat mich doch geschwächt", meinte Gruber zu seinem Rückfall. Mario Stecher halbierte immerhin seine Platzierung vom Springen von 30 auf 15. Der Team-Oldie ortete bei sich im Springen eine Steigerung. "Das ist sehr wichtig für mich. Die Rennen waren stark, da passt also alles. Nun ist es wichtig, dass ich auf der Schanze Schritt für Schritt weiterkomme, dann klappt es auch wieder mit den Platzierungen."

Christoph Bieler, nach dem Sprung noch Vierter, wurde 20 Positionen nach hinten durchgereicht. Weltcup-Punkte holte auch Tomaz Druml als 29. Cheftrainer Bard Jörgen Elden stellte fest: "Unseren Jungs fehlt das letzte Vertrauen - sowohl beim Springen als auch beim Laufen." Er ist aber zuversichtlich, dass in der zweiten Saison-Hälfte eine deutliche Steigerung möglich ist. Nächster Schauplatz ist kommendes Wochenende Almaty in Kasachstan. (APA)

Ergebnisse vom Weltcup der Nordischen Kombinierer am Sonntag im Val di Fiemme:

1. Akito Watabe (JPN) 28:27,8 (1. im Springen/31. im Langlauf) - 2. Mikko Kokslien (NOR) + 3,0 Sek. (14./4.) - 3. Bill Demong (USA) 3,9 (17./1.) - 4. Johannes Rydzek (GER) 7,9 (13./7.) - 5. Eric Frenzel (GER) 13,5 (10./12.) - 6. Tino Edelmann (GER) 18,1 (2./28.). Weiter: 9. Willi Denifl 29,7 (14./15.) - 13. Bernhard Gruber 44,0 (3./33.) - 15. Mario Stecher 51,7 (30./6.) - 24. Christoph Bieler 1:23,8 (4./43.) - 29. Tomaz Druml 1:44,7 (43./17.) - 42. Tobias Kammerlander 2:56,7 (47./32.) - 45. Mario Seidl 3:05,3 (12./52.) - 49. Philipp Orter (alle AUT) 3:31,4 (46./45.)

Gesamtweltcup (14/23): 1. Jason Lamy Chappuis (FRA) 888 Punkte - 2. Alessandro Pittin (ITA) 674 - 3. Watabe 673 - 4. Kokslien 544 - 5. Edelmann 507 - 6. Frenzel 478. Weiter: 9. Gruber 344 - 16. Stecher 258 - 17. Bieler 244 - 18. Denifl 243 - 28. Druml 102 - 37. David Kreiner (AUT) 41 - 39. Lukas Klapfer (AUT) 34

Wo woar mei Leistung?
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Die Schwachstelle heisst Krismayr

Das Problem ist, dass es Krismayr nicht schafft, die schlechteren Springer, aber guten Läufer wie Druml weiter zu entwickeln, wie es die Norweger mit Kokslien und Moan geschafft haben. Gleichzeitig springen die "guten" Springer, aber schlechten Läufer wie Denifl, Bieler und Gruber zu wenig Vorsprung für das Laufen heraus.

Dass dürre Saisonen kommen werden, weil mindestens 2 Nachwuchsgenerationen fehlen, war aber abzusehen.

adal1
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Warum die ausdauerorientierten Nordischen

heuer wohl hinten nach sind ... Hmh ... schwierig.

Was hat sich da wohl geändert? Biathlon, Langlauf, nord. Kombination ... plötzlich keine Österreicher mehr vorn. Komisch ...

Na solange bei den Alpinen nix passiert ... aber die sind besser "aufgestellt", Iglo gibts auch im Jahr 1 nach <xxx> ...

Wo woar mei Leistung?
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Es fehlt das funktionale Äquivalent zu Erfurt, wobei die Probleme der Kombinierer eher in der Stagnation im Sprunglauf liegen.

Walter Mayer wurde für das in den Dreck gezogen, was die Deutschen munter weiter praktiziert haben. Und ohne Druck von den Medien würde die deutsche NADA wahrscheinlich gar nicht reagieren.

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