Super-G-Sieg für Julia Mancuso

5. Februar 2012, 15:02

US-Amerikanerin gewinnt in Garmisch vor Anna Fenninger und Tina Weirather - Lindsey Vonn eine von mehreren Ausfällen

Garmisch-Partenkirchen- Nur 13/100 Sekunden haben Anna Fenninger auf den ersten Super-G-Weltcup-Sieg ihrer Karriere gefehlt, mit Platz zwei hinter der US-Amerikanerin Julia Mancuso konnte die 22-jährige Salzburgerin am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen aber gut leben. US-Topfavoritin Lindsey Vonn verschlug es die Ski, sie konnte nicht mehr korrigieren, schied aus und bedauerte nachträglich, den am Vortag in der Abfahrt fixierten 50. Weltcupsieg nicht ausgiebiger gefeiert zu haben. Dritte wurde die erneut starke Liechtensteinerin Tina Weirather, die ÖSV-Damen präsentierten sich deutlich stärker als am Vortag.

"Es war verdammt schwer, die Stelle an der Hölle hat ihren Namen verdient. Der Kurs war heute brutal schnell gesteckt, es war wichtig, genau zu besichtigen. Ich habe hundert Prozent gegeben und alles gut erwischt. Ich mag diesen Berg und den schnellen Kurs hier", erzählte Mancuso nach dem sechsten Weltcuperfolg ihrer Karriere, den zweiten im Super-G nach Cortina 2007. Nachdem sie im Ziel abgeschwungen hatte, überquerte sie die Rote Linie nach der Ehrenrunde noch einmal und schnallte sich die Skier davor ab, weshalb Diskussionen wegen einer möglichen Disqualifikation die Runde machten.

Kameramann stoppt Siegerin zu früh

Sie sei wegen des Kameramannes dort stehengeblieben und werde in Zukunft besser achtgeben, beteuerte Mancuso. So wolle sie ein Rennen nicht gewinnen, erklärte Fenninger. Da diese Aktion keinen Wettbewerbsvorteil brachte, blieb Mancuso Siegerin. "Für Atle (FIS-Renndirektor Skaardal) ist eine Disqualifikation nie zur Diskussion gestanden, maximal eine Geldstrafe", erklärte Österreichs Damen-Rennsportleiter Herbert Mandl. Protest eingelegt hatte niemand. Zur Erinnerung: Hermann Maier war am 14. Dezember 1997 nach seinem Riesentorlauf-Sieg in Val d'Isere disqualifiziert worden, weil er im Jubel einen Ski bereits vor der Werbe-Begrenzungslinie abgeschnallt hatte. Für viele damals und heute eine Fehlentscheidung.

Fenninger setzte ihren guten Lauf im Super-G fort, es war der vierte Podestplatz in fünf Rennen. "Im Super-G geht es Kurve auf Kurve, da musst du die Schwünge genau treffen. Da sagt mir mein Instinkt sehr gut, was ich tun muss, da habe ich ein gutes Selbstvertrauen", erklärte Fenninger. Am Start hatte sie mitbekommen, dass es bei der Einfahrt Hölle einige Ausfälle gegeben hatte. "Ich habe meinen Sevicemann Mike gefragt, was los ist. Er hat gesagt, dass sie da inkonsequent gefahren sind. Dann war das für mich auch schon gegessen. Ich habe gewusst, ich muss gescheit auf den Ski draufgehen."

Im Disziplinweltcup hat Fenninger Boden auf die mit 313 Zählern führende Vonn gutgemacht, liegt mit 293 an zweiter Stelle. "Dass sie trotzdem noch vorne ist, obwohl sie ausgefallen ist, zeigt, wie gut sie bis jetzt war", meinte Fenninger. Für den Damen-Rennsport sei es gut, dass die Spannung aufrecht bleibe, sonst interessiere es die Leute nicht mehr.

Vonn fällt aus

Für Vonn war es der erste Ausfall im Super-G seit 20. Dezember 2008 in St. Moritz. "Gestern war sehr schön und sehr wichtig, heute bin ich ausgeschieden. Ich freue mich aber für Julia, sie hat einen super Lauf gemacht", sagte die im Gesamtweltcup überlegen führende 27-Jährige, die ein bisschen der wegen der Super-G-Rennvorbereitung nicht stattgefundenen Jubiläumsparty am Vorabend nachtrauerte.

Mannschaftlich präsentierten sich die Österreicherinnen deutlich stärker als in der Königsdisziplin am Samstag. Die Abfahrts-Sechste Elisabeth Görgl landete auf Platz 7, Stefanie Moser auf 9, Andrea Fischbacher auf 11, Nicole Hosp auf 12, Regina Mader auf 21 und Stefanie Köhle auf 29. "Es ist okay. Die Passagen waren schwierig zum Einschätzen. Es wurde gefunkt, dass man runder fahren soll, und ich habe vielleicht eine Spur zu viel rausgenommen", sagte die Steirerin Görgl, die zu ihren Leistungen am Wochenende in Garmisch, wo sie im Vorjahr WM-Goldmedaillen in Abfahrt und Super-G gewonnen hat, meinte: "Ganz neutral, ganz okay. Traumläufe waren nicht dabei."

"Brutal schwer, sehr wellig. Ich bin bei zwei, drei Schwüngen zu weit weg gewesen vom Tor, da hätte ich die direktere Linie wählen sollen", analysierte die Tirolerin Hosp. Und Fischbacher erklärte: "Es war nicht ganz am letzten Zacken, dafür habe ich nach dem letzten Super-G hier zu viel Respekt gehabt. Der Schnee war sehr aggressiv, es war voll zum Angreifen." Im WM-Super-G vor einem Jahr auf der Kandahar war sie schwer zu Sturz gekommen. (APA)

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travelmike
12
Die Weirather

schaut dem Vater überhaupt nicht ähnlich.
Gottseidank!

Gustl Schimeck
10

ich find die recht hübsch!

Modjo
00

Oja, optisch wirklich ein Lichtblick im Damenweltcup.

http://a1.sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-a... 1895_n.jpg

Sam0025
01

Im Gegensatz zu Maier hat sie die rote Line ja schon überquert gehabt wenn ich das richtig gesehen hab.
Ich versteh daher die Diskussion nicht ganz.

BlauerPenner
17
ein extrem heißes Podest war das :)

Gustav Lecker
30
Gegenteil

ein extrem kaltes Podest ist Schild, Zettel,Hosp.

tanuki2
20
die Zettl

profitiert am Siegerfoto eindeutig von der Vollgesichtsmaske
das ist schwer unfair!
,-)

tanuki2
55
Eine ist Schöner als die Andere

immer mehr entpuppt sich der Damenskilauf
als echte Schönheitstkonkurrenz.
Vonn, Manucso und Fenninger.
Alle wunderschön.
Dass sie auch noch dazu schnell und toll skifahren das ist fast schon Nebensache.
Super!

Manchester05
31
Fischbacher nicht vergessen !

Modjo
01

Tina Weirather ist auch nicht unattraktiv.

Thanus
13

ganz ohne Zweifel bewegen wir uns im attraktivsten Zeitalter des Damenskisports, sowohl vom optischen als auch vom sportlichen Aspekt her

billy bob
20

...und um den kameramann kann sie kein bogerl fahren?!
mich wunderts überhaupt, dass der kameramann nicht das weite suchte....

parfen semjonowitsch rogoshin
18
"Es war verdammt schwer, die Stelle an der Hölle hat ihren Namen verdient...

...das kenne ich nur allzu gut, auch ich habe bei radltouren um den neusideler see schon viele wertvolle zehntelsekunden (und gehirnzellen) bei der hölle liegen gelassen.

soviel zu meiner kompetenten analyse aus ostösterreich

pommest
00
Maier Abschnaller...

http://www.youtube.com/watch?v=L... g#t=03m00s
lächerlich

SIDO 4 LIFE
21
Fenneinger

Wenn vonn ned mehr fährt gewinnt sie den Gesamtweltcup ganz sicha größte skihoffnung Österreichs mit hirscher :):):):)

ned echt
00
wir gewinnen alles

wenn alle nicht mehr fahren, die besser sind als wir

gabren
10

Vielleicht gewinnt sie ihn ja schon, wenn Vonn noch fährt - vielleicht aber auch nicht. Wer weiß das schon?
Jedenfalls sollte man nicht warten, bis Vonn aufhört - die will jetzt anscheinend bis 2018 weiterfahren.

Modjo
11

Vonn ist erst 27. Die fährt sicher noch einige Saisonen. Aber irgendwann wird ihre Überform auch nachlassen und es werden auch wieder andere Läuferinnen gewinnen können.

Thanus
10

Mit "Form" meint man im Sport ein vorübergehendes Leistungsniveau, bei Vonn hält die Überlegenheit aber bereits seit vier Jahren an. Man spricht dann von konstantem Niveau.

Modjo
02

Dann meinetwegen von konstantem Niveau. Vonn ist vergleichbar mit Hermann Maier. Sie ist jetzt seit ein paar Saisonen eben absolut top unterwegs. Irgendwann geht die Leistungskurve aber auch bei einer Vonn zwangsläufig wieder hinunter und es werden auch wieder andere in den Speeddisziplinen gewinnen können.

superloser
11
Eh lächerlich,

diese Rote Linien Regel.

derjungeroemer
01

die regel ist ok.
das extrem frühe herunterreissen der skier will auch keiner sehen.
nur die strafandrohung war weit überzogen

gratis trinken
10

Ob der rei.her. dem kostelic eine sms ueber die mancuso gschickt hat?

Nina Gold
13
Super Anna Fenninger!!

schöner 2.Platz!

FinalDestinati0n
12

Die Vonn wollte heute nicht gewinnen sondern nur schnell zur SuperBowl-Party der Swarco Raiders abhauen ;)

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