Neue Stromzähler führen zu mehr Elektrosmog

  • Daten aus den USA zeigen, Zwischenfrequenzen im Kilohertzbereich, wie sie bei der in Österreich 
favorisierten PLC-Anbindung vom Trafo zum Smart Meter auftreten, erhöhen das Krebsrisiko.
    foto: apa/jens büttner

    Daten aus den USA zeigen, Zwischenfrequenzen im Kilohertzbereich, wie sie bei der in Österreich favorisierten PLC-Anbindung vom Trafo zum Smart Meter auftreten, erhöhen das Krebsrisiko.

Gesundheitliche Folgen möglich - Kritik an vorauseilendem Gehorsam

Wien - Die geplante flächendeckende Einführung von "intelligenten Stromzählern", so genannten SmartMetern, kann nach Ansicht des Referates für Umweltmedizin der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) zu gesundheitlichen Folgen führen. Die Übertragung der Daten führe zu einer signifikant steigenden Belastung mit Elektrosmog, heißt es in einer Aussendung am Samstag.Die ÖÄK appelliert nun an das zuständige Wirtschaftsministerium, die Gesundheitsrelevanz der neuen Technik im vorliegenden Gesetzesentwurf zu berücksichtigen, anstatt in "vorauseilendem Gehorsam" eine an sich unverbindliche EU-Verordnung umzusetzen.

Auf Wunsch von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sollen bis 2018 mindestens 95 Prozent aller österreichischen Haushalte mit den neuen Stromzählern ausgestattet sein, die ersten SmartMeter sollen bis Ende 2014 installiert werden. Der Minister verspricht sich davon eine Reduktion des Stromverbrauchs. Die Krux: Die zur Verfügung stehenden Übertragungsmöglichkeiten wie Funk oder die Übertragung über das Stromnetz selbst (Powerline Communication, kurz PLC) führen zu gesundheitsschädlichem Elektrosmog. Bei Powerline Communication kommt dazu, dass die vorhandenen elektrischen Leitungen und die daran angeschlossenen Geräte nun vermehrt Elektrosmog (elektrische Felder im Kilohertzbereich) abgeben. 

Krebsrisiko und Multisystemerkrankungen

"Die WHO hat 2001 niederfrequente Magnetfelder sowie 2011 auch hochfrequente elektromagnetische Felder als möglicherweise krebserregend für den Menschen eingestuft", erklärt ÖÄK-Umweltreferent Gerd Oberfeld. Für Zwischenfrequenzen im Kilohertzbereich, wie sie bei der in Österreich favorisierten PLC-Anbindung vom Trafo zum Smart Meter auftreten, liegen Daten aus den USA vor, die ebenfalls ein erhöhtes Krebsrisiko zeigen. Auch ein vermehrtes Auftreten so genannter Multisystemerkrankungen - dabei sind mehrere Organe bzw. funktionelle Systeme gleichzeitig betroffen - ist denkbar. Die Folgen: Erschöpfungszustände, Lernprobleme und Depressionen.

In mehreren Bezirken Kaliforniens wurde die Installation der SmartMeter mittlerweile vorerst auf Eis gelegt, da die zuständigen Gesundheitsbehörden entsprechende Bedenken geäußert haben. Auch in weiteren US-Bundesstaaten sowie in Teilen Kanadas und Frankreich wachsen die Vorbehalte gegen SmartMeter. Das Wirtschaftsministerium sei daher aufgefordert, die zu erwartenden gesundheitlichen Folgen zu berücksichtigen, so der ÖÄK-Umweltreferent abschließend. (red):

 

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...es geht darum, alles zu zentralisieren und bei möglichen partiellen stromabschaltungen das ganze von einer zentrale steuern zu können...

ein mitabeiter der linz ag rechtfertigte das auswechseln lapidar mit: wenn ein kunde ned zoit, miass ma nimmer ausrucken zum strom & gasabdrehen..." na bravo! auf so eine ansage k a n n die antwort nur lauten: sicher nicht, solangs ned gesetzlich
vorgeschrieben ist!

Ein gutes Beispiel für Elektrosmog-Hysterie.

Bin zwar als Funkamateur auch gegen eine weitere Belastung des HF-Hintergrundrauschens, aber jetzt daraus eine Gesundheitsgefährdung abzuleiten halte ich für sehr übertrieben.

Ein Grund mehr

gegen die Überwachungszähler welche sicher nicht helfen Strom zu sparen, zumindest nicht den Private Verbraucher. Diese dürfen sich dafür bei den Umstiegskosten brav beteiligen. Wieder mal ein Versuch der Umverteilung von arm zu reich. Stoppen wir den Unsinn.

Not so smart - meter?

Mal davon abgesehen, dass ich nicht an Gesundheitsgefahren durch diese Geräte glaube -
Wäre ein etwas dümmeres smart grid nicht besser?

Zuviel oder zuwenig Strom im Netz macht sich bei der Frequenz bemerkbar. Warum nicht einfach Steckdosen mit einem Sensor dafür ausstatten? Und erst ab einem eingestellten Schwellenwert stellen sie den Kontakt her, eventuell kombiniert mit einem Zeitschalter, damit z.B. die vielzitierte Waschmaschine nicht mitten im Waschvorgang wieder abbricht.

Etwas ausführlicher ist das hier zu lesen:
http://ka4015.wordpress.com/2011/10/1... ht-besser/

Was spricht dagegen?

Der internationale Stromhandel ist darauf angewiesen, dass die Netzfrequenz in ganz Europa dieselbe ist. Verschiedene andere Prozesse (Motoren, manche Uhren usw.) funktionieren nur bei einer bestimmten Netzfrequenz verlässlich. Daher gibt es von manchen Geräten z.B. in Japan eine 50 Hz- und eine 60 Hz-Version.

[Perspektiven]

"Es wird argumentiert, dass bei vielen Technologien und Substanzen auch erst zu einem späteren Zeitpunkt ihre Schädlichkeit festgestellt wurde und daher sei auch bei elektromagnetischen Feldern Vorsicht geboten. Als Beispiele werden Röntgenstrahlen, Radioaktivität, Asbest oder Contergan genannt."
www.de.wikipedia.org/wiki/Elektrosmog

Als Beispiele werden Röntgenstrahlen, Radioaktivität, Asbest oder Contergan genannt."

Sensationeller Vergleich!

Weil der Vergleich Humbug ist.

Noch dazu gefährlicher Humbug.
Bedenken Sie was Sie damit bei unbedarften Menschen bewirken?

Es telefoniert jeder, und es gibt Gehirntumore.

Bei aller Tragik, aber das ist kein Zusammenhang.

Vergleichbar mit dem Vorgehen vom guten Herrn Oberfeld: Suche dir eine Gemeinde mit einem größeren Anteil von Krebskranken (muss es aufgrund statistischer Verteilungen geben) und dann behaupte diese Krebserkrankungen kommen vom Handysender ... es gibt natürlich in jeder Ortschaft Handysender.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin nicht für einen sorglosen Umgang mit Handy etc, aber man muss schon bei den Fakten bleiben. (und froh sein, wenn eine Studie ergibt, dass elektromagnetische Felder keinen krebserregenden Einfluss haben)

Genau dasselbe was Sie jetzt sagen, sagte man einst auch zu Röntgenstrahlen, Radioaktivität, Asbest und Contergan. Genau das ist ja der Punkt. In 50 Jahren werden wir mehr wissen. In der Zwischenzeit kann man nur glauben. Und im Zweifelsfall lieber umsonst vorsichtig sein als unnötigerweise Gesundheitsschäden in Kauf zu nehmen.

Seit jahrzehnten versucht man schon, den elektromagnetischen Feldern krebserregende Eigenschaften nachzuweisen.

Das ist bisher glücklicherweise nicht gelungen (bitte jetzt nicht die Massen an unseriösen Studien nennen, auch nicht die Ärztekammer).
Natürlich kann man nie ausschließen, dass es irgendwie irgendwo doch noch Effekte gibt, das kann man nie, weil es grundsätzlich wissenschaftlich unmöglich ist, zu beweisen, dass etwas KEINE Auswirkungen hat.
Da schauts bei den anderen genannten Risikofaktoren schon ganz anders aus, besonders Contergan hat da garnichs verloren.

Verdammt. Ich habe einen Arbeitsplatz mit 2 Computern, W-LAN mit Standleitung und 12-Stunden Schichten und eine 15KV-Leitung keine 15 Meter entfernt. Der Menge an "Elektrosmog", der ich ausgesetzt bin, hätte laut ÖAK bereits ein Multiorganversagen ausgelöst, und zwar 12 mal in den letzten 4 Tagen. Daneben hätte mich der Elektronik-Gremlin (aus Teil 2) bereits x-Mal geröstet und ich könnte Blitze aus meinem A.... schießen (danke Mel Gibson). Da sind mir die "Mikroabgase" eines Stromzählers schon egal. Wenn ich von einer H-Bombe zerblasen werden würde, wäre es mir auch egal, wenn nachher noch jemand einen Kieselstein auf meine nicht vorhandenen Überreste werfen würde.

Schlafen Sie an Ihrem Arbeitsplatz?

In Ruhephase haben diese Belastungen ganz andere Auswirkungen. Und Kinder, Frauen, ältere Menschen werden auch anders beeinflusst. Und es gibt Menschen, die gar keine Probleme danit haben, andere sind eben anfälliger, es hat ja auch nicht jeder eine Nussallergie oder nicht jeder schwillt lebenagefährlich an, wenn eine Wespe sticht. Seien Sie froh, dass Sie keinerlei Beschwerden spüren.

Ich bin ganz Ihrer Meinung...

sollten Sie es noch nicht gehört haben...Orgon=freie Raumenergie-Kegel helfen sehr gut gegen Elektrosmog...
Es wird zwar als Humbug vom Mainstream abgetan aber ich finde das Thema sehr spannend und meine für mich, dass es mir wesentlich beim Schlafen hilft!!
und dazu sind diese Kegel...www.lichtkegel.at
äußerst günstig oder auch leicht selbst nachzubauen, wenn man kein Geld ausgeben möchte
mit liebem Gruß
benji

.... knapp daneben ist auch vorbei.

Ein Nuss-Allergiker wird nicht seinen Asthma-Anfall oder seine sonstige Symptomatik dann sofort kriegen, wenn Sie ihm erzählen, dass in seiner Speise Nussreste drin waren (ohne dass es stimmt). Ein "Elektrosensibler" dagegen entwickelt seine Symptome bereits, wenn Sie ihm sagen, "da ist ein elektromagnetisches Feld" (unabhängig davon, ob es stimmt oder nicht).
Quelle: www.economist.com/sciencedi... d=12295230

na das ist aber meien geringste sorge

ist ja schon in einem einfamilienhaus mit smartphone, wlan-modem und am schlimmsten schurlostelefon, egal, aber wenn ich erst an emhrfamilienhäsuer denke geht das ja absolut unter.
in unserer wohnung kann ich etwa, gerade in dem moment, auf 27 wlan modems zugreifen. da sind 40 zusätzliche stromzähler die ein paar mal pro tag was senden absolut vernachlässigbar.

'möglicherweise' 'können' 'multisystemerkrankung' 'depression'

...unser tägliches esoterik-klumpat gib uns heute.
und warum umfasst der böse elektrosmog nur elektrische (?elektrostatische?) felder im kHz-Bereich?

viel eher sollte man erwähnen, dass man mit PLC so ziemlich jedes nicht gut gesichertes gerät im haus stört..

Ah, da haben sich die Volksüberwacher wieder einmal ein neues Spielzeug einfallen lassen. Schließlich kann ein Staat niemals richtig funktionieren, solange man von den Bürgern nicht auf die Minute genau weiß, wann sie aufstehen, sich die Haare föhnen, ihr Essen kochen oder vor dem Fernseher sitzen.

Es würde mich mehr interessieren, welche Firma den Großauftrag für die Lieferung der SmartMeter erhalten hat und welche Lobbyisten in letzter Zeit bei Mitterlehner so ein und aus gingen...

Die ÖÄK hat es geschafft, dass man inzwischen bei einem arzttermin nachfragen muss, ob die ärztin wissenschaftlich ausgebildet ist oder an globuli und TCM glaubt.

Nehme Homöopathie ernst - man trinke einen Cafe und achte was passiert.

Aber dass Smartzähler,... mannohmannohmann.

Gibt es eigentlich IRGENDWELCHE ernstzunehmenden Belege dass sich "Elektrosmog" negativ auswirkt?! Seltsam dass die Ärztekammer auf solchen Humbug reinfällt... aber gut, die nehmen ja auch Homöopathie ernst.

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