Subventionierungen

Keine Griechenland-Hilfe durch deutsche Strompreise

5. Februar 2012, 14:04

Griechische Solarbranche soll subventioniert werden

Hamburg - Deutsche Stromkunden könnten nach einem Bericht des "Spiegel" künftig die Solarbranche in Griechenland subventionieren und so die Wirtschaft des hochverschuldeten, aber sonnigen Landes ankurbeln. Hintergrund sei ein EU-Plan, der derzeit von der Bundesregierung geprüft werde, berichtet das Nachrichtenmagazin. Demnach soll die in Deutschland geltende gesetzliche Förderung erneuerbarer Energien auch für griechische Unternehmen geöffnet werden, die Strom ins europäische Elektrizitätsnetz leiten.

So sollen Anreize für Investitionen in griechische Solarparks oder Windkraftanlagen geschaffen werden. Zusätzlich solle es für Ökostrom-Investitionen in Griechenland Hilfen der bundeseigenen Staatsbank KfW geben. Das Wirtschaftsministerium hat diesen Bericht zurückgewiesen. "Die Bundesregierung lehnt eine Ausweitung der EEG-Förderung auf erneuerbaren Strom ab, der im Ausland produziert wird", sagte ein Sprecher von Wirtschafsminister Philipp Rösler am Sonntag in Berlin.

Verbraucher zahlen für griechische Solarbranche

In Deutschland wird die Förderung von Solar- und Windstrom über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Für jede Kilowattstunde Ökostrom, die ins Netz eingespeist wird, erhalten die Produzenten einen festgelegten Betrag, der über dem Marktpreis liegt. Die Mehrkosten tragen letztlich die Verbraucher über ihre Stromrechnung. Sollte diese Regelung auch für Solarstrom aus Griechenland gelten, würde dies dem Bericht zufolge bedeuten, dass die Verbraucher in Deutschland für den Aufbau der Wirtschaft in dem südeuropäischen Land mit zahlen müssten.

Die griechische Regierung hatte schon im Herbst 2011 mit dem Projekt "Helios" für den Ausbau der Solarbranche um Investoren geworben. Fünf Prozent der benötigten Investitionen in Höhe von 20 Mrd. Euro wollte die deutsche Solarbranche beisteuern, berichtet der "Spiegel". Bisher setze das Land bei der Energieerzeugung auf umweltschädliche Braunkohle und Schwerölkraftwerke, die erneuerbaren Energien würden hingegen wenig genutzt.  (Reuters/APA)

Vera Rschung
 
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Fakelaki

Meine Erfahrungen mit griechischen Solarparks sind höchst unerfreulich. Ich würde ernstlich keinen Cent dafür geben. Vor allem sollte kein Steuergeld oder Kundengeld hinfließen.

Anchel Kingsman
21
HELios my ASs

grüss gott guten tag, das thema ist schon alt.

auf welche netze und mit welchen verlsuten wird strom von GR nach DE kommen?

DE will nur einen gesicherten absatzmarkt fuer seine PV, die mit den chinesischen nicht mithalten koennen finden.

es wuerde mich nicht wundern, wenn DE irgendeinen Rahmenvertrag mit GR schafft, dass in PV investiert wird und dann den konzernen der momentate preis von 45ct/kwh fuer mehrere jahrzehnte gesichert wird.

Preia
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Äh, das war eine Idee von EU-Beamten, die von Deutschland sehr direkt abgelehnt wurde...

kleiner Schelm
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Es gibt immer Schwachsinnige, die hinter allem und jedem eine Verschörung wittern.

Takis
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So ein Blödsinn

Griechenland hat kürzlich ein Verbot aufgehoben, welches besagt, dass auf fruchtbarem Ackerland keine Solaranlagen gebaut werden dürfen. Deshalb konnten die bisher nur auf den ganzen felsigen Hügeln gebaut werden. Das Verbot war durchaus sinnvoll, weil all zu viel flaches Ackerland ohne Felsen gibt es nicht in Griechenland.
Im Moment warten jede Menge Investoren aus Europa auf das Platzen der Grundstückspreisblase (Grund ist in GR nach wie vor extrem teuer) und dann werden wohl alle fruchtbaren Ebenen in GR mit Solarzellen zugepflastert.
Dabei war Gemüse bisher ein wichtiges Exportgut.
Im Gegensatz dazu wird Griechenland am Solarstrom nichts verdienen, im Gegenteil...

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