Dominikanisches Flüchtlingsboot gekentert

5. Februar 2012, 11:32
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Zeitung: Zahlreiche Menschen noch vermisst

Santo Domingo - Beim Kentern eines Bootes mit Wirtschaftsflüchtlingen aus der Dominikanischen Republik sind am Samstag vor der Küste des Karibikstaats mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Das mit bis zu 60 Migranten überfüllte Boot war in der Dunkelheit nahe der Stadt Nagua vermutlich in Richtung Puerto Rico aufgebrochen, wie Behördensprecher mitteilten. Rettungsteams des Katastrophenschutzes und Freiwillige suchten in der Samana-Bucht nach Zeichen von Überlebenden.

In der Online-Ausgabe der dominikanischen Tageszeitung "Listin Diario" wurde die Zahl der Toten Sonntag früh mit zwölf angegeben. Zudem habe man 14 Überlebende verletzt geborgen, 39 Menschen würden noch vermisst. 

Verzögerte Rettungsaktion

Überlebende berichteten, dass ihr Boot kenterte, nachdem es von hohen Wellen getroffen wurde. Die Marine der Dominikanischen Republik erfuhr nach eigenen Angaben erst nach Stunden von dem Unglück und leitete erst dann eine Rettungsaktion ein. Unklar war, ob die restlichen Bootsinsassen als vermisst gelten oder an Land schwimmen konnten.

Tausende Dominikaner versuchen jedes Jahr, illegal in das US-Territorium Puerto Rico zu gelangen. Für die gefährliche Überfahrt werden oft seeuntüchtige Boote benützt. (APA)

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