Iran über israelischen Werbespot mit Samsung-Tablet empört
5. Februar 2012, 10:49
screenshot: youtube
Werbeclip für Samsung-Tablet erhitzt die Gemüter
Videoclip zeigt Mossad-Agenten vor explodierender iranischer Atomanlage - Clip von Kabelanbieter, Samsung distanziert sich
Ein Videoclip, der sich rasant im Netz
verbreitet, erzürnt die Gemüter in der Islamischen Republik.
Mossad-Agenten, verkleidet als Frauen, ein Samsung-Tablet und ein
explodierender Atomreaktor im Iran: Aus diesen Zutaten hat eine
israelische Kabelfernsehfirma einen makaberen Werbespot gemixt,
berichtet "Spiegel Online" am Samstag.
Handelsbeziehungen in Gefahr
Laut der israelischen Tageszeitung "Haaretz" sprach sich ein
namentlich nicht genannter iranischer Abgeordneter dafür aus, man
solle die Handelsbeziehungen zu Südkorea abbrechen - schließlich
stamme das Samsung-Tablet in dem "beleidigenden" Werbespot aus diesem
Land. Außerdem stelle das Video den Iran als "primitiv" dar und
Israel als "machtvoll genug, um das iranische Nuklearprogramm mit
Leichtigkeit zu zerstören und dessen Atomwissenschaftler zu töten" -
was natürlich ganz und gar nicht der Wahrheit entspreche.
Explosion via App
In dem Werbeclip sind vier als Frauen verkleidete Mossad-Agenten
zu sehen. Schlecht geschminkt und mit Kopftuch laufen sie durch ein
verstaubtes Nest, angeblich in der Nähe der iranischen Metropole
Isfahan. "Bist du vom Mossad?", fragt einer aus dem Quartett einen
Mann, der gelangweilt in einem Café sitzt. Dessen Antwort: "Psst."
Der Mann heißt "Shushu", ist seit zwei Monaten inkognito im Land und
vertreibt sich die Zeit damit, israelische Fernsehsendungen auf
seinem neuen Tablet des südkoreanischen Herstellers Samsung
anzuschauen.
Plötzlich drückt eine der "Frauen" auf eine Applikation des
Tablets - und im Hintergrund fliegt ein iranischer Atomreaktor mit
lautem Knall in die Luft.
"Boykott aller Samsung-Produkte"
Produziert hat den Werbespot der israelische Kabelfernsehanbieter
Hot. Der Videoclip verbreitet sich via Facebook und Twitter mit
rasender Geschwindigkeit im Internet. In Teheran löste er einen Sturm
der Entrüstung aus. Der US-Fernsehsender CNN zitierte zudem Arsalan
Fathipour, der sich für einen "Boykott aller Samsung-Produkte"
ausspricht. Fathipour ist der Vorsitzende des Energieausschusses des
iranischen Parlaments - und seine Worte verfehlten ihre Wirkung
nicht.
Samsung distanziert sich
So reagierte Samsung sofort mit einer Klarstellung: "Diese Werbung
wurde vom Kabelanbieter Hot ohne Wissen oder Beteiligung von Samsung
produziert", heißt es in einer Mitteilung, die das iranische Büro des
südkoreanischen Konzerns veröffentlicht hat. Der Werbeclip kommt zu einem brisanten Zeitpunkt, spielt er doch
auf die Gerüchte an, Israel plane einen Erstschlag gegen das
iranische Atomprogramm. (APA)
Der Spanier José Ramón Carbajosa ist der neue Chef des EU-Verbands der Elektro- und Elektronikrecycler. Elektronikabfälle sind nicht nur ein Umweltproblem, sie haben auch strategische Bedeutung, sagt er zu Jan Marot
Also ich finde den Clip witzig.
Daß die Anhänger der "Religion des perpetuierten Beleidigsteins" den nicht so lustig finden, ist auch klar.
Fanatiker sind nie lustig, zumindest nicht freiwillig.
...nur fruchten Ihre Halbwahrheiten nicht hier, weil inzwischen jeder weiß, daß das in der Art wie Sie und manch andere immer wieder behaupten, NIE passiert ist! Den Originalwortlaut konnte man auch auf der NY-Times-Seite lesen. Aber mir ist schon klar, damit Halbwahrheiten und Lügen als Wahrheit durchgehen, muß man's nur oft genug wiederholen... das war im Irak so... und hört beim Iran nicht auf. Im übrigen halten sich die "Vernichtungs"-Parolen auf beiden Seiten die Waage - aber Sie werden dann wieder mit dem Argument kommen: "Aber die dort drüben haben ja begonnen" :-)
Sie mißverstehen da etwas. Ich verteidige den Typen nicht. Nur klipp und klar gesagt hat er eben nicht das, was Sie und andere laufend behaupten.
Was er vielleicht gemeint hat - woher wollen Sie das wissen? Können Sie Gedanken lesen - wieso bemüht man sich, zwanghaft nicht wortwörtlich zu übersetzen sondern statt dessen, zu "interpretieren"? SO ist das Ganze nur kontraproduktiv - weil eben rasch klar wird, daß absichtlich falsch übersetzt wird. Dadurch hilft man dem Ahmadinedjad - sonst niemandem. Und nur darum geht's! Wem hilft es zu behaupten, er hätte das und das ganz klar gesagt, wenn es eben nicht so war? Nur, weil man doch eigentlich weiß was er gemeint hat? :-) Dann sollte man das doch den Lesern selbst ableiten lassen, alles andere ist eben falsch. So gesehen müßten zig Länder und ihre Polikter auf der Abschußliste stehen!
korrekte, nicht manipulative übersetzung des textes ist nicht lächerlich, auch wenn sie es anders sehen
... das transitive »tilgen«, das ... zu »verschwinden« hätte werden müssen.
... die Wendung »von der Landkarte tilgen«, die im englischen Sprachraum mit »wipe off the map« kursiert und im übertragenen Sinne die Bedeutung von »dem Erdboden gleichmachen« oder »ausradieren« hat, ist damit als eindeutig falsche Übersetzung entlarvt.
...wie oft das offizielle Israel zwischen den Zeilen darüber gesprochen hat, den Iran - mit allen Mitteln - zu zerstören? :-) Ist natürlich jetzt keine Ausrede - nur redet sich jeder immer auf den Blickwinkel aus, weil der eine ist ja der Gute, der andere der Böse!
einen zynischen despoten mit atomwaffen braucht die region und die ganze welt wie einen kropf
die gibts in nkorea und china schon genug, sie werden sagen usa und israel sind schlimmer, whatever
da man mit einem entschlossenen bösewicht nicht verhandeln kann, was die letzten jahre zeigen, die nur eine einzige hinhaltetaktik waren, muss man ihm im notfall das schauferl wegnehmen
i.e. seine sandburg zerstören
dass er dardurch wütender wird muss man in kauf nehmen, mit der schauferl-politik der anderen war er ja nicht einverstanden und hätte sich nie beruhigt
Ich gebe Ihnen natürlich recht. Diese Region braucht tatsächlich keine neuen Atomwaffen.
So wie auf dem ganzen Planeten keine Atomwaffen existieren sollten. Das Problem an der Sache ist aber, daß man - nur weil man's nicht "braucht" - auf Teufel komm raus einen Krieg haben will, und diesen Krieg genau mit diesem Argument entschuldigen will! Und das obwohl keine BEWEISE existieren. Die bloße Existenz von Atomkraftwerken wird als Gefahr dargestellt - und jeder heißt es tatsächlich gut, diese Kraftwerke kaputtzubombardieren. Konsequenterweise müßte man das aber mit JEDEM Atomkraftwerk in der Gegend machen - auch mit israelischen! Denn: "man könnte doch". Und genau diese Doppelmoral stinkt! Woher soll denn der Strom letztendlich kommen? Wieso zwingt man den Iran, den benötigten Strom gefälligst teuer aus dem Ausland zu beziehen?!
Man übersetzt einfach, was man hören will und gut ist. Das hat mit den Massenvernichtungswaffen im Irak super funktioniert, wird also auch diesmal wieder funktionieren.
Vor zwei Tagen sind iranische Soldaten mit einem Pappendeckel Chomeini durch die Gegend gerannt und nun wundert sich ein iranischer Politiker (abgesehen von den sonstigen Blödheiten die in diesesm "Gottesstaat" vor sich gehen), dass dieses Land als "primitiv" erachtet wird? Ja was denn sonst?
"Außerdem stelle das Video den Iran als "primitiv" dar und Israel als "machtvoll genug, um das iranische Nuklearprogramm mit Leichtigkeit zu zerstören"
Ja so ist es.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.
Alle Rechte vorbehalten. Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.
Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse an.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ihre aktuelle und korrekte E-Mail-Adresse ist Voraussetzung für alle Benachrichtigungen, die Sie von derStandard.at erhalten (z.B. Antworten auf Ihre Postings, Hilfe bei vergessenem Passwort). Zusätzlich werden Sie Ihre E-Mail-Adresse künftig für das Login benötigen.
Daher bitten wir Sie um eine kurze Überprüfung und Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail-Adresse wird dadurch nicht für Dritte sichtbar!
Die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse ist bereits mit einem anderen Account verknüpft. Bitte geben Sie eine andere E-Mail-Adresse an.
Diese E-Mail-Adresse ist leider ungültig. Bitte verwenden Sie eine dauerhafte E-Mail-Adresse!
Eine E-Mail-Adresse kann nicht für mehrere Accounts verwendet werden!
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Danke für die Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Es wurde ein Bestätigungslink an die angegebene Adresse gesendet.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ein unbekannter Fehler ist aufgetreten. Die E-Mail konnte nicht gesendet werden. Bitte versuchen Sie es noch einmal.