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Havanna - Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro hat die ersten zwei Bände seiner Memoiren vorgestellt. Bei der Präsentation im Kongresszentrum in Havanna, seinem ersten öffentlichen Auftritt seit April 2011, sagte der 85-Jährige laut Berichten staatlicher Medien vom Samstag: "Ich muss jetzt die Gelegenheit ergreifen, denn mein Gedächtnis lässt nach." In dem Buch in Interview-Form erzählt der Ex-Staatschef über sein Leben von seiner Kindheit bis zu seinem Sieg über Diktator Fulgencio Batista 1958.
"All meine Gefühle zum Ausdruck gebracht"
Er wolle "alles, woran ich mich gut erinnere, teilen", sagte Castro laut der Parteizeitung "Granma" und der amtlichen Internetseite Cubadebate bei der Zeremonie am Freitag, an der unter anderem Kulturminister Abel Prieto teilnahm. "Ich habe alle meine Ideen und alle meine Gefühle zum Ausdruck gebracht", fügte Castro hinzu. Er sei sich darüber bewusst, wie wichtig es sei, seine Erinnerungen weiterzugeben, "damit sie nützlich sein können".
Die Journalistin Katiuska Blanco, die die Interviews mit Castro geführt hatte, hat auch die erste offizielle Biografie von Castro und seiner Familie geschrieben. Ein erstes Interview-Buch, "Hundert Stunden mit Fidel", war Ende 2006 von dem spanischen Journalisten Ingnacio Ramonet veröffentlicht worden.
Castro lebt zurückgezogen
Seitdem Castro im Juli 2006 wegen gesundheitlicher Probleme die Macht an seinen jüngeren Bruder Raul abgegeben hatte, gab es immer wieder Gerüchte über seinen Gesundheitszustand. Castro lebt zurückgezogen in seinem Haus westlich der Hauptstadt Havanna und zeigt sich nur noch sehr selten in der Öffentlichkeit, zum letzten Mal im April 2011 beim Kongress der Kommunistischen Partei. Immer wieder veröffentlicht er aber in kubanischen Staatsmedien seine "Reflexionen" über die Weltpolitik.
Castro hatte den Guerillakampf gegen Diktator Batista angeführt und diesen zum Jahreswechsel 1958/1959 aus dem Amt gejagt. Er wird seitdem von vielen Menschen weltweit als Revolutionär verehrt. Andere sehen ihn dagegen als brutalen Diktator, der die Menschenrechte in seinem Land mit Füßen trat. (APA)
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Das so manche dem Comandante en Jefe nacheifern und ihn bewundern ist klar.
Da kann Mensch nur froh sein das die Vereinigten Staaten von Amerika, solchen die dem Máximo Líder nacheifern, zeigen wo ihre Grenzen sind…!
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und tatsächlich ist/war er beides.
aber das ist ja beinahe ein unabänderlicher werdegang. noch fast jeder revolutionär hat die macht, welche er erlangt hat, missbraucht, um sie zu erhalten, bzw. um missliebige meinungen und parteien zu unterdrücken.
ausnahmen bestätigen die regel:
Daniel Ortega z.b. wurde katholischer, reaktionärer semidemokrat,
und Thomas Sankara wurde leider ermordet, bevor er vielleicht beweisen hätte können, dass nicht alle erfolgreichen revolutionäre später zu menschenrechtsmissachtenden diktatoren werden).
upps, zu schnell. Das sollte noch dazu: http://www.youtube.com/watch?v=keXhxHUbdEg
die nicht unverhohlen Kohle scheffelt, ist schon mal beeindruckend. Wohltuend, daß da Menschen erkennbar sind, um die es ihm offenbar geht.
und . . Alles was er an Anschuldigungen gegen die USA seit Jahrzehnten wiederholt, hat sich doch mittlerweile als Realität erwiesen. Das Ammenmärchen von den USA als Retter der Welt, glauben ja nicht mal die Kinder.
"Raúl kritisierte mit dieser Äußerung vor allem Demokratiemodelle anderer Länder, wo es zwar mehrere Parteien, aber keine soziale Demokratie, keine wirkliche Demokratie gibt. Das heißt aber nicht, dass die alltäglichen Debatten der Bürger, die sich um ihre soziale Lage drehen, die Einfluss auf ihr Leben haben, nicht auch etwas mit einem eingeengten Partizipationsraum zu tun haben. Jedoch hat keines dieser Probleme etwas mit der Anzahl der Parteien zu tun. Auch wenn wir vier Parteien hätten, wären diese Probleme nicht einfacher gelöst."
http://www.neues-deutschland.de/artikel/2... ratie.html
Genau das meinte ich, Herr Ernst Guevara...
1. Gibt es in Kuba schon seit 20 Jahren keine "soziale Demokratie" mehr, weil auch in Kuba inzwischen das Wohlergehen weitgehend von der Füllmenge des (Devisen-)Geldbeutels abhängt.
2. Ist dies noch lange kein Grund, dem Volk die anderen ("bürgerlichen") Menschenrechte, wie Meinungs-, Demonstrations- und Reisefreiheit und das Recht, die eigene Regierung durch demokratische Wahlen zu bestimmen, zu verweigern.
Amnesty International sagt dazu: "Menschenrechte sind unteilbar"
... von "interessant". Für mich genauso interessant wie bspw. George W. Bush, Mao Tse-tung, Stalin oder Hitler. Im Sinne von der Möglichkeit zur Analyse und Wissensbereicherung ein uneingeschränktes Ja. Im Sinne von Anwendung seiner Ideen wohl weniger, denn alles Einseitige ist eine Vereinfachung der Dinge und nicht wirklich intelligent oder besonders wertvoll.
Aber damit teile ich wohl nicht die Meinung der Ultralinken hier im Forum, und so haben Sie es vermutlich auch ursprünglich gemeint, es aber nicht auszusprechen gewagt.
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