Italienerin erlitt nach Unglück Fehlgeburt

5. Februar 2012, 09:14

Frau fordert eine Million Euro Entschädigung

Rom - Eine schwangere Passagierin des Unglücksschiffes "Costa Concordia" hat nach der Havarie ihr Baby verloren und will nun eine Million Euro Entschädigung. Die 30-jährige Italienerin sei im vierten Monat schwanger gewesen, berichteten italienische Medien am Samstag. Zwar habe sie per Rettungsboot dem sinkenden Kreuzfahrtschiff entkommen können, sei aber in der vergangenen Woche in ein Krankenhaus gebracht worden, wo sie ihr Baby verlor. Ärzte führten die Fehlgeburt auf den psychischen Stress bei der Evakuierung und einer Kollision ihres Rettungsbootes mit einem Felsen zurück.

Den Berichten zufolge wollen die Anwälte der Frau ihre Klage einer Sammelklage gegen den Kreuzfahrtanbieter beifügen und dabei eine Million Euro an Schadenersatz erstreiten. Costa Crociere hatte sich nach dem Unglück mit Vertretern der Urlauber darauf verständigt, dass jeder Passagier 11.000 Schadenersatz plus 3.000 Euro für die Reisekosten erhalten soll. In den USA verklagen einige Passagiere den Mutterkonzern Carnival jedoch auf eine Entschädigungssumme von insgesamt 460 Millionen Dollar (350 Mio. Euro). Auch in Frankreich und Deutschland sind weitere Klagen anhängig.

Die "Costa Concordia" war am Abend des 13. Jänner mit mehr als 4.200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio havariert. Bei dem Unglück kamen vermutlich 32 Menschen ums Leben. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 45
1 2
der wahre Hagen von Tronje
25
Der Schetino ist schuldig..

... der soll ihr gleich ein neues Baby machen.

widiwutsch
01
Geht nicht, er ist seiner Frau treu.

Oder können diese Augen lügen?

schwer von Begriff
00
Europa ist nun mal Amerika dicht auf den Fersen.

Wochen nach dem Unglück ist es schon etwas seltsam.

Wer eine Reise tut, der kann etwas erzählen, sagt man doch oder? Das war nun etwas sehr zynisch, aber trifft nun mal den Kern der Sache.
Wär sie daheim geblieben wärs vielleicht nicht passiert, vielleicht schon.

flascheleer
100
Das Leben

eines Menschen, insbesonderes eines Menschen der noch sein ganzes Leben vor sich hätte, kann man nicht in Geld bewerten. Und das weiß auch diese Frau, ihr ungeborenes Kind wird nie wieder lebendig - doch für Gerechtigkeit gibt es noch eine Chance.

In nomine domini
00

Ach so, wenn ihr der Fötus abgekauft würde, dann wäre das gerecht ?

der Ringe
06

was ist Gerecht ?
Tausende ander Frauen verlieren auch Ihre Ungeborenen und haben sich nicht zufällig auf einem beinahe sinkendem Schiff befunden.

walter helfmann
01
was ist gerecht, gerechtigkeit?

nur eine subjektive wahrnehmung.

es wird schwer nachzuweisen sein, dass die fehlgeburt auf das schiffsunglück (und wer ist verursacher) zurückzuführen ist.

spacedakini
50

Sie kann sich immerhin darum eine Psychotherapie kaufen um es zu verkraften, falls notwendig eine künstliche Befruchtung, ein paar Monate ohne Arbeit und zusätzliche Sorgen...
Das hilft schon etwas.

Bill Russell
02

Sie haben ein krankes Weltbild.

Hitecut
04

Inwiefern bedeuten 1 Mio Euro Gerechtigkeit in diesem Fall? Die Vorstellung sich mit Geld von einer Schuld freikaufen zu können hat sich bei uns eigentlich schon im Mittelalter aufgehört.

Black Domina
011
Das Einzige, das ich von Anwälten erwarte, ist, dass sie bei Sonnenaufgang wieder in ihren Särgen liegen

Mathias Steinlaus
 
00
.. gilt doch wohl auch für Banker und Poltiker?

"Blutsauger" findet man in so manchen Branchen und Berufsgruppen .... ;-)

suedsee insulaner
 
01
Es wird langsam an der zeit...

die CC in frieden zu lassen. Denn jetzt wird es bereits langweilig. Nur die medien glauben und hoffen halt mit stets neuen " Micky Maus " berichten noch ein paar exemplare mehr zu verkaufen.
Die welt dreht sich weiter und viel wichtigere themen und probleme kommen da auf uns zu.

Diversion
04
"In den USA verklagen einige Passagiere den Mutterkonzern Carnival jedoch auf eine Entschädigungssumme von insgesamt 460 Millionen Dollar "

...warum nicht gleich 999,- billionen?

BlackFriday
 
01

nein eine fantastrilliarde....

Peter_23
29
Und wer sagt, dass diese Frau nicht auch ohne Schiffsunglück eine Fehlgeburt hätte?

Diese vermuteten und wohl auch falsche Kausalitäten sind schon eine Sache.

cirkel von amn
10

es geht ja darum, was tatsächlich passiert ist, nicht was unter anderen umständen stattfinden hätte können. wie sie die "kausalität" als falsch bezeichnen können, ist mir schleierhaft.

Altus
02
völlig richtig..

.. denn wenn man sich schon eine Rechtsschutzversicherung leistet, dann leistet man es sich auch ordentlich zu klagen.
Ein Schuldiger ist schnell gefunden und ein Kausalzusammenhang leicht durch einen Gutachter erfunden.
Für eine Fehlgeburt gibt es meist nur einen Schuldigen: und das ist die Natur. Die kennt nämlich seit es die Menschheit gibt Regulationsmechanismen, die schon ihre Berechtigung haben. Leider funktioniert der Mechanismus nicht immer (das kann nun jeder für sich
frei interpretieren).
Ich warte schon darauf, dass nach einer Fehlgeburt die Natur geklagt wird. Allerdings ist bei den Docs mehr zu holen.

*Andreas*
03

Kausalität ist nun einmal Bedingung für das Schadenersatzrecht in Österreich (und Kontinentaleuropa - woanders weiß ich es nicht so genau). Und das wird vor Gericht dann ein Sachverständiger zu klären haben und keiner hier im Standard-Forum.

Altus
00
falsch

zivilrechtlich gilt, dass klagende Partei Recht bekommt, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass... Und ausschließen kann Niemand irgendwas!!

Simba
02
na Moizeit

da frag ich mich aber schon, warum Zivilprozesse auf Klägerseite überhaupt noch verloren werden ;)

parmigiano
02

das ist hanebüchener unsinn, was Sie da behaupten.

*Andreas*
00

Das habe ich in meiner Vorlesung anders gehört. Aber ich studiere auch nicht Rechtswissenschaften, sondern es war "nur" ein Freifach, wo man das Thema nur ein wenig anstreifen konnte.

Takis
207

Von dem bischen Stress ein Fehlgeburt? Entweder die Frau ist schwer hysterisch, oder sie will die Gelegenheit einfach nur nutzen um ordentlich Geld einklagen zu können.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 45
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.