McCain: "Arabischer Frühling kommt auch nach China"

4. Februar 2012, 19:29

Außenminister Zhang wies Äußerung zurück

München - US-Senator John McCain hat China davor gewarnt, dass der Arabische Frühling auch in Fernost Einzug halten könnte. "Ich habe es schon oft gesagt und ich werde es wiederholen: Der Arabische Frühling kommt auch nach China", erklärte McCain am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz in einer Diskussionsrunde mit dem stellvertretenden chinesischen Außenminister Zhang Zhijun. Es sei ein Anlass zur Sorge, dass sich Tibeter wegen der anhaltenden Unterdrückung ihres Volkes in China verbrannten.

Zhang wies McCains Äußerung zurück und lehnte jegliche Einmischung des Auslands in interne Angelegenheiten Chinas ab. "China ist China", erklärte er. Zwar spekulierten einige Leute, dass der Arabische Frühling nach China kommen werde. "Aber das ist nicht mehr als eine Fantasie, denn die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung unterstützt die Politik und die Regierung in China". Zudem habe China den Fortschritt nach Tibet gebracht und die Lebenserwartung und die Bildung dort verbessert.

"Gewisse universelle Werte"

McCain entgegnete darauf, China hätte mit weniger Einmischung zu kämpfen, wenn es freie und faire Wahlen zulassen würde. "Es gibt gewisse universelle Werte, die wir alle hochhalten", erklärte der US-Senator. "Das Streben nach diesen unveräußerlichen Menschenrechten ist etwas, worauf die Vereinigten Staaten in ihrer gesamten Geschichte wohl am stolzesten sind."

2011 hatten sich mindestens 16 Tibeter, meist buddhistische Mönche und Nonnen, aus Protest gegen die Politik der Zentralregierung in Peking verbrannt. Sie forderten eine Rückkehr ihres im Exil lebenden geistlichen Oberhauptes, des Dalai Lama, und Freiheit für Tibet.

Auch der Arabische Frühling war durch eine Selbstverbrennung ausgelöst worden, in diesem Fall in Tunesien. Der Aufstand breitete sich rasch über zahlreiche Staaten in Nordafrika und im Nahen Osten aus und brachte autokratische Regierungen in Tunesien, Ägypten und Libyen zu Fall. (APA/Reuters)

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Oddo Wolf
01
15.2.2012, 19:37

Ach gäbe es doch nur mehr Dschihadisten in China, träumt der Waffenlobbyist McChain.

Dagmar Rehak Wien
 
00
15.2.2012, 22:15

Wie sie dann genannt werden ist wurscht, sie müssen nur "im Bunde" sein. Davon gibt's aber fast keine in China. Also wird es entsprechende Kampagnen geben, damit es welche gibt. Das macht nämlich dumm und aggressiv.

pachlar
12
Möge der arabische Frühling auch in den USA einziehen und die dortige "Finanz und Macht-geile Diktatur" zum Teufel jagen !!!

best 29091964
30
Mc Cain hat ausgesprochen was viele denken.....

und glauben. Man braucht kein Prophet zu sein um übereinzustimmen. Doch China hat es in der Hand es nicht so weit kommen zu lassen. Zhang spricht zwar von einer Zufriedenheit bei der "überwältigten Mehrheit" der Bevölkerung. Doch es sind immer privilegierte Bevölkerungsschichten die den Geschmack demokratischer Freiheit erahnen. Sie wollen es nicht dabei belassen, dass es für Minderheiten gewisse soziale Errungenschaften gibt. Sie wollen mehr. Wenn China die notwendigen Schritte in Richtung Demokratie nicht bald auf den Weg bringt, werden es andere tun - das wird dann ein chinesischer Frühling sein!

h 90
01

Die Chinesen sehen den Zerfall der SU und haben sehr wohl davor Angst.
Sie sehen auch die Armut in der USA und haben auch Angst.
Das gemeinsam mit dem tollen Wirtschaftswachstum stabilisiert das Regime recht gut.

3ch0
13

und wann kommt der "arabische Frühling" nach USAmerika?
dort verbrennt sich zwar keiner, aber amok läuft fast jede Woche jemand...

byron sully
51

wollen wir`s hoffen, daß er recht behält.

cyprian77
04
Der arabische Frühling möge doch bitte in China UND den USA einkehren.

In den USA wird sich das durch die Krise und die sozialen Probleme wohl von selbst ergeben, die Occupy-Bewegung wird stärker und stärker werden.

Aber auch in China wird die Parteiendiktatur nicht ewig anhalten. Das Problem ist viel weniger Tibet als die allgemeine Unterdrückung von Bürgerrechten und Meinungsfreiheit. In China wäre eine Revolution auch nicht von der Gefahr begleitet, dass religiöse Fanatiker an die Macht kommen, allerdings würde sie wohl den wirtschaftl. Aufschwung hart treffen.

Und wenn wir gleich dabei sind wärs auch nicht schlecht einen kleinen arabischen Frühling in Österreich und der restlichen EU zu haben, der Korruption, demokratische Defizite, Einschränkung der pers. Freiheiten und Bügerberwachung beseitigt.

M. C. Escher
01
man muss McCain verstehen...

denn für ihn sind Ägypten, Syrien, Tunesien und China praktisch Nachbarn - alle liegen irgendwo im Osten.
Warum er China allerdings einen Bürgerkrieg wünscht...
kein Wunder, dass die Chinesen leicht irritiert sind.
Aber gut - wäre ja auch der erste US-Politiker, der außenpolitisch weiß, wovon er redet. Man könnte sozusagen überspitzt formulieren: alles außerhalb der Grenzen der USA ist Fettnäpfchenland oder muss bombardiert werden.

h 90
01

Ja ueberall diese Kommunisten, egal wohin man schaut nach Westen oder Osten.

PEACETIME
010
McCain: "Arabischer Frühling kommt auch nach China"

In den USA ist er mit der Occupy-Bewegung, deren Demos teilweise brutal niedergeknüppelt und aufgelöst wurden, ja bereits längst angekommen.

Und bitte liebe US-Politiker: Solange Folter für euch okay ist, Folterlager betrieben werden, Menschen ohne Recht auf Anwalt für immer wegen des reinen Verdachts weggesperrt werden können, und solange gerichtslose Tötungen für euch Gerechtigkeit schaffen und ihr mit Drohnen JEDEN TAG x unschuldige Zivilisten tötet, solange ihr weltweit die Menschenrechte mit Füßen tretet und einen Riesenhaufen darauf kackt, ...
solange bitte kein Wort aus euren verlogenen Mündern über Menschenrechte, und schon gar niemanden anderen zurechtweisen. Nicht mal China, denn ihr seid am Weg schlimmer zu werden...

manto bamminger
12
in usa ist er aber auch nicht mehr fern.

das ist alles sehr kompliziert!
 
04
"Es gibt gewisse universelle Werte, die wir alle hochhalten", erklärte der US-Senator. "Das Streben nach diesen unveräußerlichen Menschenrechten ist etwas, worauf die Vereinigten Staaten in ihrer gesamten Geschichte wohl am stolzesten sind."

Herr Senator, da Sie so strolz auf diese universellen Menschenrechten sind,
könnten Sie vielleicht eine vorsichtige Prognose abgeben, wann der arabische Frühling endlich bei Ihrem engen Verbündeten Saudi Arabien ankommen wird?

Oder kriegt China den ARABISCHEN Frühling vor Saudi Arabien?

suedsee insulaner
 
04
Assad sollte McCain danken....

Denn mit so einem oeffentlichem statement wird china sicherlich nun mit einem dauer-veto im sicherheitsrat sitzen.
Mc Cain hatte immer schon einen etwas vollen mund gehabt, und deswegen auch die letzte wahl gegen obama verloren.

h 90
02

Ach es gibt gar nicht so viele Araber in China.

peace & love
12
wer im glashaus sitzt ...

supermike
24
McCain: "Arabischer Frühling kommt auch nach China"

Die USA sollen aufpassen, dass der arabische Frühling nicht bald zu denen kommt.
In den USA steigt die Arbeitslosigkeit, der Staat ist überschuldet, neue Steuern drohen, mit den Militäreinsätzen und Kosten ist man unzufrieden, ständig gehen Banken pleite, Leute verlieren ihr zu Hause usw....
Der beste Nährboden für eine Revolution.

Die Chinesen dagegen können sich lediglich darüber beschwären, dass jährlich ihr Einkommen und ihre Lebensqualität steigt. Genau das Gegenteil ist in den USA zu beobachten.

supermike
32
McCain: "Arabischer Frühling kommt auch nach China"

Nur wird die chinesische Führung damit auch richtig umgehen und Terroristen mit dem rießigen Heer an Polizei und Militär in die Schranken weisen.

Die Bürger in China können sich jedenfalls nicht beschwären. Jedes Jahr steigt deren Lebensqualität und Einkommen deutlich.

rubbberduck
10

der steigt zumindest für die hohen parteifunktionäre. der rest muss tagtäglich um einen hungelohn arbeiten oder angst haben, dass sie nicht willkürlich enteignet werden.

Threonin
02

Vielleicht erreicht der arabische Frühling ja auch mal Saudi Arabien, das wäre doch was.

quo_vadis_austria
39
"Das Streben nach diesen unveräußerlichen Menschenrechten ist etwas, worauf die Vereinigten Staaten in ihrer gesamten Geschichte wohl am stolzesten sind."

Menschenrechte????

Etwa das "Recht" seine Rohstoffe im Austausch gegen das eigene Leben an die US-Söldnersoldateska abgeben zu "dürfen"?

Oder das "Recht" für immer Dritte Welt bleiben zu dürfen damit das - langsam und stetig - verarmende naziisierte Amerika weiterhin den Ton angeben kann?

Dem hat wohl der Vietkong während seiner Kriegsgefangenschaft auch noch das letzte bisschen Verstand rausgefoltert!

onlooker
01
es war nicht der vietnamkrieg, er hat football ohne helm gespielt

santa fe
 
32
mc cain plaudert aus, worum es beim "arabischen frühling" wirklich geht. zwischen mittelmeer und china wird ein land nach dem anderen in bürgerkrieg versetzt, und an der grenze von china, die mit pakistan bereits erreicht ist, geht es erst richtig lo

geht es erst richtig los, mitten in den einzigen rivalen der FI (finanzindustrie) hinein.

kein wunder, dass china und russland sich bei syrien gerade energisch querlegen. russland hat sich noch nicht entschieden, welche seite es letztlich einnehmen soll.

was europa betrifft, besteht ebenfalls noch eine winzige chance, der erpressung durch die FI zu entgehen, denn es ist faktisch von der FI zu ihrem schuldensklaven erklärt worden, und so wird bereits jeder einzelne von uns behandelt.

noch kann eine solidarität des widertsands der 99% den geld-lohn-und kriegsterror der 1% FI stoppen:

das BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN für alle

entzieht der FI die voraussetzung für die FI-erpressung und bedeutet ihre demokratisierung.

papst benedikt
313

"Das Streben nach diesen unveräußerlichen Menschenrechten ist etwas, worauf die Vereinigten Staaten in ihrer gesamten Geschichte wohl am stolzesten sind."

mhm. ein staat gebaut auf genozid und sklaverei, gleichberechtigung aller bürger seit weniger als 50 jahren, ein angriffskrieg nach dem anderen, folterlager, todesstrafe, einsatz von massenvernichtungswaffen:
da kann man wirklich stolz sein.

einen derartig hahnebüchen, verlogenen unsinn unkommentiert zu verbreiten, sieht den profitmedien allerdings ähnlich. dafür hat man sie schliesslich.

*space
25

Mc Cain kennt sich als Veteran gut mit den Menschenrechten aus - in Vietnam.

Er ist furchtbar reaktionär, deshalb muss China jede Einmischung zurückweisen. Irak und Afghanistan sollten ja als Stationierungsorte von US-Truppen dienen, dann sind die Wege kürzer. Die hochgerüsteten Basen im Irak sprechen ihre eigene Sprache. Wenn die Platte schon nicht in die Interessen der USA eingehen, dann wird eben nur zerstört, damit die USA Nummer 1 bleiben.

China und Russland als multiethnische Staaten und sollen durch innere Konflikte zerfallen, das ist der Plan. vorgeschobene Menschenrechtsdiskurse, Dissidenten mit einer Charta, die die Zentralregierung als Machtzentrum negiert, der Wahnsinn. China ist immer zentral regiert worden ...

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