Ackermann warnt vor Insolvenz Griechenlands

4. Februar 2012, 16:41
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Monti sieht Eurozone auf einem guten Weg

München - Der scheidende Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hat eindringlich vor einer Insolvenz Griechenlands und einem Auseinanderbrechen der Eurozone gewarnt. In einem solchen Fall würde es zu kaum vorstellbaren Kollateralschäden kommen, sagte Ackermann am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Er warnte insbesondere von einer Ansteckungsgefahr auf andere Länder und betonte: "Es geht nicht nur um Griechenland, sondern um Europa."

Ackermann mahnte: "Es geht darum, ob Europa zusammen bleibt und zusammensteht." Wenn Europa eine starke Stimme in der Welt haben wolle, müsse es vereint sein. Das liege auch im Interesse nachfolgender Generationen.

Der scheidende Deutsche-Bank-Chef betonte zudem, dass Sparprogramme alleine nicht ausreichten, um die Schuldenkrise zu überwinden. "Das ist eine Frage von Sparmaßnahmen und Wachstum."

Der italienische Ministerpräsident Mario Monti sieht die Eurozone auf einem guten Weg, die Krise zu überwinden. Man habe es fast geschafft. "Wir bewegen uns auf eine Lösung der Krise in der Eurozone zu." Zudem mahnte Monti, die Euro-Staaten dürften sich nicht vom Rest Europas abkoppeln. "Wir müssen Brücken schlagen zwischen der Euro-Gruppe und anderen Staaten." Insbesondere bedauerte Monti das Ausscheren Großbritanniens beim neuen europäischen Fiskalpakt. (APA)

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