Manning

Wikileaks-Informant muss vor US-Militärgericht

4. Februar 2012, 10:45

Es-Soldat Bradley Manning droht eine lebenslange Haftstrafe

Der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning muss sich vor einem US-Militärgericht verantworten. Dem Soldaten wird vorgeworfen, 700.000 größtenteils geheime Dokumente an die Internet-Plattform Wikileaks weitergegeben zu haben. Unter anderem wird ihm Unterstützung des Feindes vorgehalten. Dafür könnte Manning zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt werden.

30 Jahre angemessen

Alle von der Staatsanwaltschaft vorgebrachten Anklagepunkte würden an das Militärgericht überwiesen, hieß es. Bereits bei einer Anhörung vor einigen Wochen hatte die Verteidigung zur Milde aufgerufen. Durch die Enthüllungen sei kein Schaden entstanden. Daher wären 30 Jahre Haft für den Obergefreiten angemessen.

Methodisch vorgegangen

Dagegen sprach die Anklagebehörde von erdrückenden Beweisen dafür, dass Manning "konstant, bewusst und methodisch" interne Dokumente aus Computern gezogen habe, um sie dann Wikileaks zuzuspielen. Die Plattform hatte die Unterlagen massenhaft ins Internet gestellt. Detaillierte Informationen über die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie unzählige Diplomatendepeschen kamen an die Öffentlichkeit. Für die USA waren die Veröffentlichung zudem eine Blamage.(APA/dpa)

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Posting 1 bis 25 von 44
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Bastian Balthasar Bux
00
Was biddeschön is ein Es-Soldat?

:-)

Besondere Kennzeichen: keine
06
Wahnsinn!

Einer der 14 Zivilisten tötet kriegt eine bedingte Zweiwochenstrafe, der ders ausplaudert sitzt seit einem Jahr in Untersuchungshaft und kriegt eine Anklage auf Lebenslänglich.

Bernhard Marold
12
Bin entsetzt

über die Haltung der "Verteidigung". Der Mann sollte als Sinnbild für die amerikanische Idee von Freiheit in jdem Klassenzimmer abgehandelt werden. Der Prozess zeigt, wie sehr das Land Männer wie Bradley Manning braucht.

Fräulein Smillas Geschwür am Zeh
29
Friedensnobelpreis

Tausche Barack Obama gegen Bradley Manning.

Captain Smoker
28
Das hätte leicht passieren können.

Wäre er ein Russe oder Chinese der exakt das gleiche getan hätte (unter anderem Kriegsverbrechen aufzudecken), hätte er den Friedensnobelpreis ganz sicher bekommen und die USA würden sagen dieser Menschenrechtsaktivist muss frei kommen. Die EU würde das brav nachbellen und alle wären glücklich.

Bernhard Marold
16
Biete mehr!

Zehn Obamas für einen Mannings. Die Rep. - Kandidaten gibt's als Dreingabe. - Weiterer Vorschlag: Ein Manningsfoto in jeder Schule neben das Sternenbanner hängen. Schliesslich war (Rede-) Freiheit eines der Gründungsprinzipien der USA. Kinder müssen lernen den grossen Vorbildern wie Gandhi, Mandela und Manning zu folgen, sonst gehn die USA entgültig vor die Hunde.

Peter W1
 
34

dien USa verabschiedet sich damit endgültig vom Rechtsstaat. Die von ihm angezeigten Verbrecher kommen ohne Strafe davon und der Aufklärer wird lebenslänglich ohne jedes juristisch einwandfreie Verfahren gefangengehalten.

Die Administation der USA hat damit ausnahmslos jedes Recht verwirkt die Menschenrechtsverbrechen anderer Staaten auch nur im Ansatz anzuklagen und hat nun einen politischen Gefangenen mehr. So wie es in Diktaturen üblich ist um das Volk ruhig zu halten.

Wolfgang Pimminger
 
00
13.2.2012, 08:56
dien USa verabschiedet sich damit endgültig vom Rechtsstaat.

Also ich seh das anders: Für mich ist das schon seeeeehr rechts. Oder wahlweise stalinistisch links.

3ch0
12

kein Wunder.
die letzten Zusatzbestimmung zum Patriot Act haben der US-Demokratie den Rest gegeben.
Da wird alles als "völlig widerspruchsreif zur Verfassung" legitimiert, von Geheimhaft bis zum Entzug des Schweigerechts, die Amis haben es akzeptiert, in einer postkapitalistischen Geheimdienstdiktatur zu leben.
Faktisch gilt in USAmerika der Ausnahmezustand.
With us or against us.
yeah!

eolith421
03

Juristisch hat Manning Hochverrat begannen indem er Informationen die als Top Secret eingestuft wurden veröffentlicht hat. Manning würde in anderen Ländern wie Frankreich, Großbiritannien etc. genau das Selbe blühen. Sogar in Österreich müsste er sich wegen Hochverrat verantworten und würde auch lange Zeit ins Gefängnis wandern. Was an diesem Verfahren juristisch nicht einwandfrei ist, muss mir erst jemand erklären.

Wolfgang Pimminger
 
00
13.2.2012, 09:33
Es ist völlig unerheblich ...

... wie die veröffentlichten Dokumente eingestuft sind.

Juristisch relevant ist jedoch sein Eid als Soldat, und der Inhalt der Dokumente, insbesondere jene, die eindeutig verbrecherische Handlungen dokumentieren.

Fritz Meyer
02
Es müsste ein Russe oder Chinese sein...

dann würden sie jetzt EXAKT das Gegenteil behaupten.

Bernhard Marold
12
Juristisch

hat er in "Notwehr" gehandelt, weil er Zeuge werden musste, dass Kriegsverbrechen systematisch vertuscht wurden. Als Soldat und als Bürger hat er die Pflicht "Unrecht und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo immer sie auftreten mögen" wie es auf der "Berliner Friedensglocke" (übrigens ein US-Geschenk) so schön geschrieben steht. Kann mich nicht daran erinnern, dass amerikanisches Militär und Regierung von der Regel ausgenommen wären.

Fritz Meyer
11
Nicht, "juristisch" - moralisch!

Wolfgang Pimminger
 
01
13.2.2012, 09:13
Nein, Freund Meier, juristisch

Im Nachhang der Eid eines amerikanschen Soldaten:

“I, [Name des Anwärters], do solemnly swear [alternativ: affirm] that I will support and defend the Constitution of the United States against all enemies, foreign and domestic; that I will bear true faith and allegiance to the same; and that I will obey the orders of the President of the United States and the orders of the officers appointed over me, according to regulations and the Uniform Code of Military Justice. So help me God.”

Dieser Eid bezieht sich ausdrücklich auch auf innere Feinde und verpflichtet ihn, alles in seiner Macht stehende zu tun, um die Vertuschung ans Licht zu bringen.

Bernhard Marold
00
Wenn ich

Zeugnis von einem Mord habe und weiss, dass meine Vorgesetzten diesen nicht zur Anklage bringen werden, ist es meine moralische UND juristische Pflicht diese in welcher Weise auch immer, den Betroffenen (Wähler/Steuerzahler) zur Kenntnis zu bringen. Oder fühlen Sie sich wohl, wenn leichtfertige Mörder frei und mit der Waffe in der Hand herumrennen?????

Hugo Strudl
22
hut ab vor bradley, der moralischer gehandelt hat als jeder andere soldat, der dort zugriff hatte.

aber sollte er nochmals die chance bekommen als whistleblower zu agieren, sollte er womöglich nicht mehr den nickname bradass87 verwenden. geht auch unauffälliger....

sr71
23
Manning ist mehr Amerikaner als Obama oder

die ganzen Terroristen die der CIA zur Staatsbürgerschaft verholfen hat. Der Mann hat
ein Gewissen und hat sehr gut und ehrlich gehandelt.
Tut einem weh zu sehen, dass dafür lebenslänglich verhängt werden soll. Eigentlich schon, aber an die gesamte Befehlskette über ihm...

santa fe
 
214

dieser soldat hat seine pflicht getan, eine höhere pflicht als die soldatische.

seine verurteilung verspottet jedes menschenrecht, unmenschlichkeit nicht zuzulassen.

das ist die rückkehr des nationalsozialismus in der verkleidung der demokratie.

die demokratie ist zur gehilfin von massenmördern degeneriert.

die pseudo-demokratie führt einen vernichtungs-und terrorkrieg, hauptsächlich gegen zivilisten, im interesse und im sold der finanzindustrie (FI).

eolith421
72

Gesetz ist Gesetz, Manning hat Hochverrat begangen und gehört dementsprechend bestraft. Hochverrat ist ein schweres Verbrechen als Mord laut amerikanischen und auch französischen Militärstrafrecht.

Bastian Balthasar Bux
00

wenn allerdings gesetze gegen jede art von ethik und/oder menschrechte verstossen, dann sollte man sie ändern. asap und rückwirkend.

Bernhard Marold
00
Sie sagen es:

Militärstrafrecht! Aufgabe des Militärs ist es zu töten, klar das Mord kein schwerer Straftatbestand sein kann. Wie überall wird der bestraft, der auf den Schmutz hinweist, nicht der ihm verursacht. USA hat sich einmal mehr als Militärdiktatur geoutet. Wenn Zivilrecht nicht über Militärrecht gestellt wird, wer kontrolliert dann noch das Militär? Wer schützt die Bevölkerung vor seinen eigenen Soldaten, wenn die Militärführung nicht willens oder in der Lage ist seine Soldaten zur Einhaltung der Gesetze zu bewegen?

santa fe
 
12

gesetz war auch zur zeit des nationalsozialismus gesetz, danach hat sich die welt an den kopf gegriffen, dass die deutschen das so verstanden haben. dass die amerikaner und franzosen den nazis diesbezüglich nicht viel vorzuwerfen haben, heisst noch lange nicht, dass sie demokratischer sind.

Bernhard Marold
00
Demokratisch heisst nicht immer gut oder gerecht

Beispiel: etwa 80% der Ägypter ist dafür, das Menschen die sich vom Islam abwenden mit dem Tode bestraft werden. Das wäre zwar demokratisch korrekt, würde aber die Menscherechtskonvention mit Füssen treten....

santa fe
 
00
verwechseln wir nicht pseudodemokratie mit demokratie.

die FI (finanzindustrie) bekämpft alle regimes im erdölreichsten gebiet der erde, das jetzt totales bürgerkriegsgebiet wird, wenn sie zu stark werden. selbst mubarak war nicht mehr verlässlich genug. da sind keine demokratischen intentionen dahinter, die FI braucht manipulierbare , schwache, pseudodemokratien - überall. china und russland sind ebenfalls im visier. zuerst erden genuine demokratie-idealisten aufgehetzt, dann boykottiert, dann interveniert.

seit 1991 (erster irak.krieg) haben mehr als 2 millionen menschen für diese strategie mit ihrem leben bezahlt, ein vielfaches mit ihrer physischen und psychischen gesundheit

manning konnte es aufgrund seiner einblicke nicht mehr mit seinem gewissen vereinbaren, da indirekt nur mitzumachen

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