Künstlerische Spurensuche im Gedächtnis

3. Februar 2012, 20:53
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"kunst.kreativität.gedächtnis" am Samstag in Graz

Die allererste Erinnerung, die jemand abrufen kann, wird oft schon in der frühesten Kindheit ausgegraben. Scheinbare Nebensächlichkeiten wie ein bestimmtes Möbelstück oder auch ein mediales Großereignis gehören zu diesen Eindrücken aus der persönlichen Geschichte.

Die Künstlerin Judith Baum hat Menschen dazu befragt und sie gebeten, ihre Erinnerung bildlich darzustellen. Die entstandenen Zeichnungen, Ölbilder und Kurzvideos werden nun als Teil des Symposiums kunst. kreativität.gedächtnis, das am Samstag, 4.2.,  bei den Grazer Minoriten tagt. Das Mehrspartensymposium nähert sich von verschiedensten Seiten einem Thema, das tief ins Persönliche geht.

Eröffnet wird um 10.30 Uhr mit der Ausstellung Baums Durchs Auge der Zeit, Standard-Redakteur Thomas Trenkler wird das Symposium moderieren. Zu Mittag referiert Stefan Leutgeb von der University of California in San Diego darüber, "Wie die Zeit das Gedächtnis verändert".

Am Nachmittag spielt unter anderem der britische Pianist Ian Pace Elliott Carters Nightfantasies, und der Schriftsteller Ferdinand Schmatz hält einen Vortrag über das "konstruktive Moment des Erinnerns im literarischen Schreiben".

Nach einer Podiumsdiskussion um 18.30 Uhr, startet um 20 Uhr der Poetry-Slam Dead or Alive mit dem Themenschwerpunkt Erinnerung in der Kunst. Es dichten live: Ken Yamamoto, Nora Gomringer, Daniela Seel, Sebastian23 und Franziska Holzheimer. (cms / DER STANDARD, Printausgabe, 4./5.2.2012)

Graz, Minoriten, ab 10.30

  • Eine Rolltreppenfahrt war für eine der von Judith Baum befragten Personen die früheste Erinnerung.
    foto: j. baum

    Eine Rolltreppenfahrt war für eine der von Judith Baum befragten Personen die früheste Erinnerung.

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