"kunst.kreativität.gedächtnis" am Samstag in Graz
Die allererste Erinnerung, die jemand abrufen kann, wird oft schon in
der frühesten Kindheit ausgegraben. Scheinbare Nebensächlichkeiten wie
ein bestimmtes Möbelstück oder auch ein mediales Großereignis gehören zu
diesen Eindrücken aus der persönlichen Geschichte.
Die Künstlerin Judith Baum hat Menschen dazu befragt und sie gebeten,
ihre Erinnerung bildlich darzustellen. Die entstandenen Zeichnungen,
Ölbilder und Kurzvideos werden nun als Teil des Symposiums kunst.
kreativität.gedächtnis, das am Samstag, 4.2., bei den Grazer Minoriten
tagt. Das Mehrspartensymposium nähert sich von verschiedensten Seiten
einem Thema, das tief ins Persönliche geht.
Eröffnet wird um 10.30 Uhr mit der Ausstellung Baums Durchs Auge der
Zeit, Standard-Redakteur Thomas Trenkler wird das Symposium moderieren.
Zu Mittag referiert Stefan Leutgeb von der University of California in
San Diego darüber, "Wie die Zeit das Gedächtnis verändert".
Am Nachmittag spielt unter anderem der britische Pianist Ian Pace
Elliott Carters Nightfantasies, und der Schriftsteller Ferdinand Schmatz
hält einen Vortrag über das "konstruktive Moment des Erinnerns im
literarischen Schreiben".
Nach einer Podiumsdiskussion um 18.30 Uhr, startet um 20 Uhr der
Poetry-Slam Dead or Alive mit dem Themenschwerpunkt Erinnerung in der
Kunst. Es dichten live: Ken Yamamoto, Nora Gomringer, Daniela Seel,
Sebastian23 und Franziska Holzheimer. (cms / DER STANDARD, Printausgabe, 4./5.2.2012)
Graz, Minoriten, ab 10.30