Einserkastl rau

Soziales Not-Netzwerk

Einserkastl | Hans Rauscher, 3. Februar 2012, 21:26
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    foto: reuters/eric gaillard

    Eine Privatinitiative verleiht dem Begriff "Soziales Netzwerk" eine neue Bedeutung.

Die ÖBB öffnen einige Bahnhofswartesäle für Obdachlose, die sonst in der extremen Kälte in Gefahr geraten

Die ÖBB-Initiative kam durch einen Anstoß auf Facebook zustande, den das Patchwork-Familien-Service startete: "Es gibt viele Obdachlose, die nicht in ein Obdachlosenheim gehen, weil viele aufgrund ihrer oft tragischen Lebensgeschichte Einzelgänger sind und lieber den Kältetod in Kauf nehmen, als sich einer Gruppe anzuschließen. Deswegen bitte Bahnhöfe öffnen." Das gibt dem Begriff "Soziales Netzwerk" einen neuen Inhalt.

Auch andere Aufrufe blieben nicht ungehört. Bei der Caritas haben sich rund hundert Freiwillige zur Betreuung gemeldet, die Caritas und andere Hilfsorganisationen wie die Vinzirast bitten um Decken und Geldspenden, der Fonds Soziales Wien der Gemeinde rüstet Notschlafstellen auf. Aber auch eine Art Zivilcourage ist gefragt: Wer nachts Obdachlose auf der Straße oder in unzureichenden Behausungen sieht, soll ruhig die Rettung oder die Polizei anrufen, rät der Fonds Soziales Wien. Die veranlassen alles Weitere. Weitergehen oder sich abwenden sei keine Option.

Österreich ist ein Sozialstaat, und das soziale Netz ist recht dicht, auch für die nahezu Hilflosen, für die Unglücklichen, die in eine Ausnahmesituation abgedriftet sind. Dennoch kann schnell eine Notsituation entstehen, die man schnell mit Eigeninitiative bekämpfen kann. (DER STANDARD, Printausgabe, 4./5.2.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 67
1 2
</ lustig>
01
Darf man hinterfragen,

warum in einem Land mit der beinahe höchsten Steuerquote und bei notorisch hoher Spendenbereitschaft Menschen zu erfrieren drohen?
Versickert zu viel bei der Umverteilung?

Originallindwurm
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Mit der Abschaffung der Invaliditätspension...

...werden wir in Hinkunft noch viel mehr Menschen sehen, die ohne Dach über dem Kopf leben müssen.

D C1
00
Solidarität

Jeder von uns der zuviel Kleidung (warme Pullover) im Kasten hat (und das haben wir wahrscheinlich alle) soll diese zur Caritas bringen.

Carla-Caritas im 5.Bezirk sammelt sie und verteilt diese an andere Hilfsorganisationen.....ich bin morgen dort!

antworten statt bewerten
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Ja, und damit Österreich weiterhin so sozial und nett bleibt brauchen wir eine Re-Verteilung des Vermögens von den reichsten 10% zu den anderen 90% - dorthin also, wo das Geld auch herkommt.
Schön, dass Sie sich selbst ein Argument für eine "Reichensteuer" liefern und dieses hoffentlich auch beibehalten, weil: normalerweise arbeiten Leute im Sozialbereich, die davon auch LEBEN wollen, und nicht nur gute Menschen sind!

antha
02

Ich bedanke mich bei allen, die ihre Möglichkeiten nutzen, um jenen, die Hilfe brauchen, unter die Arme zu greifen.
Danke an die ÖBB und ihre Mitarbeiter, danke an die Caritas und an alle anderen!

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
11
Österreich baut sein sozialsystem aus - zu lasten der ärmeren -

- zu gunsten der reicheren!

Bezüglich rettung rufen: anscheinend reagiert die rettung in wien öfters unwirsch ablehnend, droht dem anrufer (indirekt) mit möglichen kostenersatzforderungen bzw. lässt anscheinend manchmal einen betrunkenen sogar in der kälte am strassenrand liegen...
Zb. mussten vor ein paar jahren mehrere passanten in der wr. city die rettung anrufen u. lange diskutieren, damit ein halbbewusstloser (betrunkenen) mann von der strasse abtransportiert wird - der sanitäter bemerkte dazu vor ort: "der wird jetzt einem anderen im spital ein bett wegnehmen!" Für diese äusserung entschuldigte sich später der vorgesetzte...
Da braucht's noch viele verbesserungen!

Mazzesinsulaner
 
10

ja schon, aber es ist ein Unterschied ob ein Betrunkener bei -15 oder bei +15 seinen Rausch irgendwo ausschläft.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00

- wie wär's mit sinnerfassendem u. einfühlsamen lesen u. mitdenken?

Weiters: schwerer alkoholismus ist allerdings auch eine krankheit - u. manche leiden erwecken den eindruck von trunkenheit!
In den oben erwähnten fällen war es allerdings kalt - aber auch sonst wäre ärztliche hilfe anscheinend notwendig gewesen - in einem fall wurde der vielleicht alkoholisierte mann (übrigends in eleganter kleidung) von den rettungskräften aus ca. 3m entfernung "untersucht" u. dann in seinem erbrochenen liegen gelassen...u. es war kalt!

forever52
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Nein, ist kein Unterschied !!!!!!!!!!!

cannery row
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endlich mal was positives von den öbb..

es ist nicht einzusehen, dass bei dem doch beträchtlichen wohlstand, über den wir verfügen, menschen gefahr laufen zu erfrieren.

Karlgaard
701
3 Einwände

1) Die Bahnhöfe waren bis vor 15 Jahren der bevorzugte Treffpunkt für Obdachlose. Das ging massiv auf Kosten der Sicherheit - insb. von Frauen und Kindern. Jetzt durch die Hintertür dieses Problem wieder aufkommen zu lassen, ist fahrlässig. Einmal angefüttert, bringt man sie nie wieder los (vgl. Audi-Max-Besetzung).

2) Die Polizei anrufen wäre eine naheliegende Möglichkeit, allerdings hinterfragen sie alles drei Mal am Telefon und wenn sie dann doch ausrücken, versuchen sie rasch wie möglich wieder abzuziehen. Landstreicherei wird kaum noch bestraft. Leider gibt es in Ö im Unterschied zu NY kein Law and Order.

3) Social-Business ist ein gutes Geschäft. Caritas und Vinzirast werden sich sicher über die gratis Werbeeinschaltung freuen.

M. C. Escher
02
Rauswerfen? Gute Idee!

Ich meinerseits werde jedenfalls erst wieder gut schlafen, wenn man Kreaturen wie sie vollständig aus diesem Land entfernt hat.
So, und jetzt dürfen sie mich melden - ganz so, wie es unzweifelhaft ihrem Naturell entspricht.

und außerdem:
05

hahaha
oh mein gott

sie möchte ich nicht mal als freund haben

kurt kren
04
Du scheinst

ein ganz besonderer Idiot zu sein!

de solla price
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Man muss kein Gutmensch sein

um Ihr Posting abstoßend zu finden

mondlein
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1) einmal "angefüttert"?? Sie sprechen von Menschen, Ihre Wortwahl ist absolut widerlich und untragbar 2) Haben Sie Rhetorik an einem FPÖ "Bildungs"institut studiert?

Es wirkt ein bisschen so, da Sie schon in Ihrer zweiten Zeile von den bedrohten "Frauen und Kindern" sprechen. Das macht Ihre Ausführungen aber weder wahrer noch sinnvoller noch sympathischer.
3) Wenn diese Maßnahmen auch nur einen Menschen vor dem Kältetod bewahren, sollen die NGOs ihre gratis Einschaltungen, in denen auf die Aktion hingewiesen wird, haben

Ich fühle mich - als eine Ihrer achso "bedrohten" Frauen - von inhumanen, menschenverachtenden Postern mehr in Schrecken versetzt als von Obdachlosen in Bahnhöfen. Wie mein Vorposter bemerkte: Sie sind, wie es scheint, wieder mal einer jener traurig Naiven, die sich in Zeiten der größten Wirtschaftskrise seit den 20ern partout nicht vorstellen können, dass es auch sie treffen könnte.

Diona007
04

2 Gründe, warum man nicht mit Scheuklappen und Arroganz durchs Leben gehen sollte:

1. Jeder Einzelne von uns kann einen Schicksalsschlag erleiden und sich plötzlich am unteren Ende der Gesellschaft wiederfinden.

2. Im Notfall ist die Polizei schnell vor Ort und leistet auch Ihnen wertvolle Hilfe - wenn es nötig ist.

Ich wünsche Ihnen nicht, dass Sie jemals in eine ausweglose Situation geraten, aber ich wünsche Ihnen Weitsicht und Empathie. Versuchen Sie einmal über Ihren eigenen Tellerrand hinaus zu sehen - es lohnt sich!

Thuruk
04

1) Wieviele Frauen und Kinder sind denn bis vor 15 Jahren jährlich durch Obdachlosenangriffe ums Leben gekommen?

2) Was sollen die denn sonst machen, wenn Sie Landstreicherei verbieten wollen? Sich umbringen?

3) Schön wäre's.

bewährungshilfe für politiker
09
Schmissbäckchen?

Aung San Suu Tschi
 
117
Nicht nur die ÖBB, sondern auch Kirche & Gemeinde sollten bei Extremwetter ihre Gebäude für die Obdachlosen offen halten

Beim Lesen dieses Postings musste ich an die Berichte über die Jugendlichen in Deutschland denken, die Alte bzw. Obdachlose zu Tode geprügelt haben.

Vor einiger Zeit ist unweit meiner Wohnung ein Mann verkrümmt und bewegungslos auf der Straße gelegen. Ich wusste nicht, ob er tot ist od. betrunken od. vielleicht einen Schlaganfall erlitten hat. Habe die Polizei angerufen & auf sie gewartet.

Sie haben nicht alles zig Mal hinterfragt, sondern waren in 3 Minuten da, 2 Minuten später die Rettung.

Hass gegen vom Leben Benachteiligte ist widerlich. Das Fehlen des Mitgefühls ist selbst ein großes psychologisches Problem. Behörden sind auch nicht generell schlecht & böse, sondern genau für solche Fälle da.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
40
Aber warum haben sie nicht gleich die rettung gerufen?

Aung San Suu Tschi
 
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Korrigiere: ÜBELNEHMEREI

Übelnehmerei = beim Anderen immer nur das Schlechte annehmen und dem Mitmenschen gedanklich nie eine positive Chance einräumen

Helmut Moesl
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Korrigiere: Riesen-Idiotie, gepaart mit Schreibdurchfall.

Aung San Suu Tschi
 
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Wie Sie mich bestätigen !

Aung San Suu Tschi
 
13
Wenn die Polizei die Rettung ruft, kommt die Rettung sofort

Weil ich aufgrund beruflicher Erfahrung weiß, dass die Rettung SOFORT kommt, wenn sie von der Polizei angerufen wird.

Und weil es auch die Möglichkeit eines Verbrechens gab, was aufgrund der Spuren (wenn der Mann tot gewesen wäre) so schnell als möglich aufgenommen werden müsste.

Ihr Posting und die unteren dazu zeugen von echter Übernehmerei. Da versucht (und man kann immer nur versuchen) jemand das Richtige zu tun und was sagt Standard-Durchschnittsposter dazu: Etwas Böses. Ungut.

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