Anonymous hört FBI-Gespräch mit Scotland Yard ab

3. Februar 2012, 19:18
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Mitschnitt einer vertraulichen Telefonkonferenz auf Youtube veröffentlicht

Anonymous hat wieder einen Coup gelandet. Die Die Aktivisten des digitalen Netzwerks haben einen Mitschnitt einer vertraulichen Telefonkonferenz der US-Bundespolizei FBI mit Scotland Yard in London auf YouTube veröffentlicht. Nach Angaben der Aktivisten hatte man das Zugangspasswort in einer E-Mail an einen FBI-Agenten abgefangen. Das FBI hat die Echtheit des rund 17-minütigen Mitschnitts mittlerweile bestätigt.

Ermittlungen gegen Hacker und Anonymous

Das behördliche Telefonat hat Ermittlungen gegen Hacker-Gruppe LulzSec, Antisec und Anonymous selbst zum Thema. So möchten FBI-Agenten etwa zu Verhören von Verdächtigen in Großbritannien hinzugezogen werden, was ihre Kollegen aus Großbritannien prüfen wollen. Auch unterhielt man sich über zwei Verdächtige.

Namen überlagert

Anonymus hatte bei der veröffentlichten Version einige Namen mit Piepsern überlagert.

Laut Spiegel.de veröffentlichten die Aktivisten von Anonymous auch ein E-Mail, in "der offenbar ein FBI-Mitarbeiter die Telefonnummer für die Konferenz und eine Pin-Nummer mitteilt. Denkbar ist, dass die Angreifer Zugriff auf den E-Mail-Account eines Ermittlers haben, so an die E-Mail gelangten und sich schlicht in die Konferenz eingewählt haben", so spiegel.de.

Namen und E-Mailadressen von Ermittlern

Ergänzend finden sich in der E-Mail Namen und Mailadressen von weiteren Ermittlern, die mit Ermittlungen gegen Anonymous betraut sind. Darunter finden sich unter anderen Beamte aus den USA, Deutschland und der europäischen Polizeibehörde Europol.

Ein Anonymous-Aktivist twitterte: "Das FBI mag neugierig sein, wie es uns gelingt, von jetzt an stetig seine interne Kommunikation mitzulesen." Das FBI teilte mit, die Informationen seien ausschließlich für die Strafverfolgungsbehörden bestimmt gewesen und wurden illegal beschafft. Die Strafverfolgung laufe.

"Anonymous" ist ein loser Zusammenschluss von Netzaktivisten. Die Aktionen der Gruppe sorgen seit Jahren für Schlagzeilen. (Reuters/red)

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    screenshot: derstandard.at
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