21.000 Personen dürfen einem Insider zufolge nicht in die USA fliegen
Washington/Wien - Die Liste jener Flugpassagiere, die in den USA unerwünscht sind, hat sich nach Informationen der Associated Press innerhalb eines Jahres verdoppelt. Die Zahl der Namen sei Sicherheitskreisen zufolge von 10.000 auf 21.000 gestiegen. Diese Personen dürfen nicht in die USA einreisen oder innerhalb der USA fliegen.
Ein Behördensprecher wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Dem zitierten Insider zufolge sei der Anstieg auf eine Überprüfung nach dem vereitelten Bombenanschlag auf eine Maschine von Northwest Airlines am Christtag 2009 zurückzuführen. Damals hatte ein Mann in Detroit versucht, in seiner Unterhose transportierten Sprengstoff zu entzünden. Der Nigerianer war auf der US-Watchlist gestanden, aber nicht auf der Liste unerwünschter Flugpassagiere.
Keine solche Liste in Österreich
In der Folge seien Personen in das Register aufgenommen worden, die eine potenzielle Gefahr für die Sicherheit der USA im allgemeinen und nicht nur für den Flugverkehr darstellten. So würden nun auch Menschen verzeichnet, die an Terrorcamps teilgenommen haben. 500 Personen auf der Liste sollen US-Amerikaner sein. Es wird erwartet, dass die Namensliste nur noch langsam anwächst, wenn die Aktualisierung nach den neuen Kriterien abgeschlossen ist.
Im österreichischen Innenministerium wird eine solche Liste unerwünschter Fluggäste nicht geführt, wie ein Ministeriumssprecher sagte. (Reuters, spri/DER STANDARD, Printausgabe, 4.5.2.2012)