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Die Gäste schätzten die Kreativität des Kochs zwar nominell, bestellten aber dennoch nur Backhendl und Schnitzel.
Das Restaurant zur Schwarzen Katze in Wien-Währing sperrt in Bälde zu, obwohl das Essen von Auskennern gelobt wird und die Preise günstig sind.
Der Grund ist nicht nur die Frustration des Kochs, dass die Gäste seine Kreativität zwar nominell schätzen, aber dennoch nur Backhendl und Schnitzel bestellen (könnte als "austriakische Krankheit" in die Wirtshausgeschichte eingehen, Anm.). Sondern auch, dass er sich zwecks Erschließung neuer Gäste dazu überreden ließ, bei einer Rabattaktion des Online-Anbieters dailydeal.at mitzumachen.
Mit dem Effekt, dass er gestürmt und buchstäblich kahlgefressen wurde - die Rabattpreise deckten nicht einmal die Materialkosten.
Insofern ist zu hoffen, dass eine andere (wenn auch deutllich maßvollere) Rabatt-Akquise, die vergangene Woche schon zum wiederholten Mal startete, nicht ebenso rabiate Schnäppchenjäger auf den Plan ruft.
Was aber insofern nicht zu befürchten ist, als bei der Restaurantwoche auch extrem ausgefuchste Gastronomen wie Elisabeth Gürtler oder Franz Haslauer mitmachen, die sich Kosten und Nutzen so einer Aktion wohl durchrechnen, bevor sie ins Desaster schlittern. Für die Gäste sind jedenfalls ziemlich sehr spannende Restaurants dabei, von Kloster Und bis Collio, von Eisvogel bis Patara. (Severin Corti, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 04.02.2012)
Dining City Restaurantwoche
3 Gänge mittags € 12,50-17,50 abends € 25-35
Buchung & Info unter www.restaurantwoche.at
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Aber den Misserfolg der kulinarischen Ignoranz der Gäste umzuhängen, ich weiß nicht. Und die Konditionen von daily deal waren hoffentlich vor Vertragsabschluss klar.
Außerdem war die Lage eine Katastrophe, zumindest für die Zielgruppe, die anvisiert wurde. Natürlich gehen Backhendl und Schnitzel in einer ultrabürgerlichen Umgebung am Arsch der Welt am besten.
Zu einem Wirtshaus gehört nun mal ein Wirt. Günther, mit dem ich einmal ein längeres Gespräch hatte, ist ein genialer Koch, aber kein Gastgeber.
Auch in seiner Servicebrigade war niemand, der dieses Manko ausgleichen konnte. Die waren genauso schmähstad wie der Koberer.
Schade um ein tolles Wirtshaus.
30 euro mitn einer flasche wein is der daily deal oder?
a wirt ausm 19 hat mir seinen vorgerechnet inkl einer flasche wein .. es bleibem ihm 15 eur gewinn... und er nimmt max 3 deals pro tag. viele haben den gutschein gekauft und sind nicht mal gekommen weil ein geschenk war oder dergleichen. ja ich denk auch das der wirt was er nicht ist wie er auf seine hp. geschrieben hat sich schwer verkalkuliert und mehr ned. oder den sinn nicht verstanden hat. aber sich so auskotzen über die gäste... hoff er sperrt nicht eine katze nr. 4 auf..
Habe mich jetzt ein bisschen umgeschaut auf den Homepages und ich muss sagen ich traue meinen Augen nicht. Die Kuchlmasterei verlangt zB. für eine Kürbiscremesuppe 9 € ! Mir scheint der Preis kann hier kann nicht für die Qualität der Suppe stehen sondern nur für das Prestige des Lokals. Ähnlich wie BesucherInnen eines Philharmoniker-Konzerts zu einem überwiegenden Teil gar keine Ahnung von der Musik haben, ist es wohl der Anspruch einiger Gästinnen dieser Lokale gesehen zu werden als eine Kürbiscremesuppe zu essen die ernsthaft 9 € wert ist
Wien ist halt leider schon fast eine vegetarierfeindliche Stadt, und das obwohl sich seit den 90ern einiges gebessert hat - nur kann ich überbackenen Emmentaler und Spinatpalatschinken halt schon wirklich nicht mehr sehen. Weiter unten wurde ja angeschrieben Vegetarier sollten dann halt nicht essen gehen. In vielen anderen großen Städten der Welt gibt es allerdings eine große Auswahl an vegetraischer Küche - und zwar weit über Reformhaus-Niveau! Warum soll das in Wien nicht möglich sein?
Ich? Klar, der erste Vegetarier mit Eigenjagd und Selchhütte.
Aber wir gehen gerne in Gesellschaft essen, und solange bei einem befreundetem Ehepaar die Frau Vegetarierin bleibt werden wir das weiter in Lokalen tun, in denen sie keine selbstmitgebrachten Karotten lutschen muß. Aber es freut mich für die Kuchlmasterei, wenn sie einfach auf diese Kunden plus allen allfälligen Begleitungen verzichten kann. Gehts der Wirtschaft gut, gehts schließlich allen gut.
Wenn ich bei einer Aktion mitmache, habe ich ein Ziel und muss meine Kosten kennen. Ziel kann nur ein MEHR an Gästen sein, mit einem positiven / neutralen Deckungsbeitrag. Wenn ich eine Aktion mache, mich wundere dass tatsächlich Leute kommen, und am Ende bei jedem Kunden ein Minus mache, dann hab ich was falsch gemacht.
Dem Kunden vorzuwerfen, ein Angebot des Restaurants in Anspruch zu nehmen und ihn dann als "rabiaten Schnäppchenjäger" zu bezeichnen der "alles kahl frisst" ist letztklassig!
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