"Wer flüchtet, macht Strache zur Nummer eins"

Interview | 3. Februar 2012, 18:57
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    "Auf das Stichwort 'Millionäre' reagieren wir allergisch, weil die SPÖ da manipuliert", meint Stummvoll (l.). 

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    "Das reichste Prozent besitzt nicht selbstgenutzte Immobilien im Wert von 370 Milliarden", argumentiert Jan Krainer

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    Die SPÖ halte Eigentum für "Diebstahl", kontert ÖVP-Kontrahent Günter Stummvoll: "Daher wollen Sie enteignen."

Millionärssteuern, Enteignungsfantasien und das Florianiprinzip: Jan Krainer und Günter Stummvoll, Finanzsprecher von SPÖ und ÖVP, streiten über das Budgetpaket

Standard: Die Verhandlungen über das Sparpaket scheinen zu stocken. Wer blockiert?

Stummvoll: Blockieren tut niemand. Aber natürlich spießt es sich manchmal, wenn sich zwei Parteien mit sehr unterschiedlichen Positionen gegenübersitzen.

Standard: Klassenkämpfer auf der einen Seite, Millionärsanwälte auf der anderen, wenn man Ihren eigenen Generalsekretären zuhört.

Stummvoll: Auf das Stichwort "Millionäre" reagieren wir schon ein bisserl allergisch, weil die SPÖ da mit der Sprache manipuliert. Wenn ich mir ihre Steuerpläne anschaue, dann zählen zu den "Millionären" offenbar auch jene, die 150.000 Euro im Jahr verdienen. Ich zitiere da gern den längstdienenden sozialdemokratischen Finanzminister Hannes Androsch: Bei unserem gewaltigen Sparpotenzial ist es geradezu eine Provokation, über Steuern zu reden.

Krainer: Es gibt kein EU-Land, das sein Budget nur ausgabenseitig saniert - und bis auf zwei werden alle von Konservativen regiert.

Stummvoll: Wir würden das tun. Aber ich bin auch Realist: Mit der SPÖ als Partner geht das nicht. Mit dem Androsch ginge es schon.

Krainer: Selbst wenn die ÖVP allein regieren würde, müsste sie einen Mix aus Einnahmen und Ausgabenkürzungen machen. Die Geschichte zeigt, dass alle erfolgreichen Sparpakete so funktioniert haben. Selbst Schwarz-Blau hat das nicht anders gemacht, wenn auch etwas übertrieben. Da entfielen nämlich 60, 70 Prozent des Sparpakets auf Einnahmen.

Stummvoll: Das Schüssel-Trauma bricht bei jeder Wortmeldung des Kollegen Krainer durch.

Krainer: Nicht ich, sondern Österreich leidet unter dieser Zeit. Seit Jahren beschäftigen wir uns mit der Aufarbeitung - moralisch, strafrechtlich, politisch.

Stummvoll: Heute schreibt niemand mehr: "Österreich ist das bessere Deutschland"!

Krainer: Und? Neulich war das finnische Fernsehen bei mir und hat gefragt, wie wir es schaffen, so wenige Arbeitslose zu haben.

Stummvoll: Haben Sie gesagt, weil wir drei Jahre früher in Pension gehen als etwa die Deutschen? In dieser Frage stockt es wirklich, weil sich die SPÖ in Geiselhaft von Arbeiterkammer und ÖGB nehmen lässt.

Krainer: Davon kann keine Rede sein. Natürlich setzen wir uns für ein höheres Pensionsantrittsalter ein. Es braucht ein ausgewogenes Paket, bei dem das Florianiprinzip außer Kraft gesetzt ist. Alle müssen einen Beitrag leisten: Bauern, Selbstständige, Beamte ...

Standard: Lauter ÖVP-Klienten!

Stummvoll: Das wird wohl kein Zufall sein!

Krainer: Auch Arbeitnehmer werden etwas beitragen. Obwohl viele von der Krise schon einmal betroffen waren, indem sie ihren Job verloren haben. Umso mehr sollen jene, die besonders viel haben, einen höheren Beitrag leisten - und zwar über Steuern. Ausgewogen ist unser Steuersystem derzeit nur, wenn es die Arbeitnehmer betrifft: Es ist egal, ob man 1200 Euro oder 12.000 Euro verdient - jeder zahlt zirka 40 Prozent an Steuern und Abgaben. Für Kapitaleinkünfte, also leistungslose Einkommen, sind hingegen nur 25 Prozent oder weniger fällig. Deshalb treten wir eben für höhere Steuern auf Vermögen ein. Etwa für eine reformierte Erbschafts- und Schenkungssteuer, wie sie alle zivilisierten Staaten haben.

Stummvoll: Diese Steuer haben wir gemeinsam abgeschafft - aus gutem Grund.

Krainer: Das ist Geschichtsklitterung. Gar nichts haben wir gemeinsam abgeschafft! Der Verfassungsgerichtshof hat die Regelung aufgehoben und eine Reparatur verlangt. Daraufhin ist die Steuer ...

Standard: ... ohne allzu energischen Widerstand der SPÖ ...

Krainer: ... ausgelaufen. Mittlerweile denken auch konservative Politiker außerhalb Österreichs ganz anders als die ÖVP. Die Erbschaftssteuer sei allein aus dem Leistungsgedanken wichtig, hat Angela Merkel gesagt - weil es sich beim Erbe nun einmal um leistungsloses Einkommen handelt.

Stummvoll: Das heißt, Sie wollen eine Dreifachbesteuerung. Ehe ich mir etwas anschaffe, muss ich einmal etwas verdienen, und zahle dafür Lohnsteuer. Beim Kauf zahle ich Grunderwerbs- oder Mehrwertsteuer. Und dann schlägt die Erbschaftssteuer ein drittes Mal zu. Warum soll ich zahlen, wenn ich meinen Kindern etwas gebe?

Krainer: Die Erbschaftssteuer zahlen ja nicht Sie, sondern Ihre Kinder! Und die haben dafür keine Leistung erbracht, außer jener, geboren worden zu sein.

Stummvoll: Ich bin sofort dafür, Merkel zu folgen. Nur klauben wir dann bitte nicht nur die Rosinen heraus, sondern übernehmen auch die deutsche Steuerquote von 39,5 Prozent. Wir liegen bei 43,7 Prozent laut EU-Vergleich.

Krainer: 42,2 Prozent laut der Finanzministerin.

Standard: Es ist unbestritten, dass großes Vermögen in wenigen Händen ist. Wäre es nicht fair, wenn diese Leute einen Beitrag leisten?

Stummvoll: Was will die SPÖ genau besteuern? Das Finanzvermögen wäre auf Knopfdruck weg. Hausrat soll ebenso ausgenommen sein wie Betriebsvermögen. Bleiben Immobilien, Grund und Boden. Erhöhen wir aber die Grundsteuer, steigen die Mieten.

Krainer: So einfach ist die Welt nicht. Die Weitergabe der Kosten lässt sich gesetzlich verhindern.

Stummvoll: Sie wissen schon, wer der Hauptbetroffene wäre? Ihr Bürgermeister Michael Häupl! Größter Wohnungsbesitzer ist die Gemeinde Wien.

Krainer: Und Sie wissen schon, dass Körperschaften befreit sind? Oder soll der Häupl das Geld vom linken Hosensack in den rechten umschichten? Es geht um das private Immobilienvermögen. Allein das reichste Prozent besitzt nichtselbstgenutzte Immobilien im Wert von 370 Milliarden Euro. Genau darauf zielen wir ab. Wir wollen den Millionär erwischen - und nicht den Häuselbauer.

Stummvoll: Okay Eigentum ist Diebstahl. Daher wollen Sie enteignen.

Krainer: Bitte hören Sie mit dem alten Schmäh auf! Vermögen hat doch eine Funktion, nämlich Sicherheit für den Einzelnen, falls er sein Einkommen verliert. Für die breite Masse ist der Sozialstaat dieses Vermögen - und genau da will der Kollege Stummvoll kürzen. Das Vermögen des kleinen Mannes darf man also beschneiden, das der Millionäre nicht.

Stummvoll: Herr Kollege, nicht so populistisch! Niemand will den Sozialstaat abbauen. Da haben wir ein ganz anderes Problem. Trotz der vierthöchsten Sozialquote in der EU ist der Kampf gegen Armut nicht gewonnen. Warum? Weil die soziale Treffsicherheit fehlt. Doch da blockt die SPÖ immer ab.

Krainer: Jene Länder, die genau mit diesem Slogan arbeiten, haben die höchste Armut, weil sich dahinter stets Kürzungen verbergen. Unsere Mindestsicherung ist absolut zielgerichtet.

Stummvoll: Wenn Sie das so empfinden, haben Sie den Kampf gegen die Armut aufgegeben. In Wien gibt es fast achtmal so viele Mindestsicherungsbezieher wie in Niederösterreich.

Krainer: Weil die alle nach Wien gehen. Bei Armut und Arbeitslosigkeit findet eine Flucht in die Stadt statt. Nicht böse sein, aber Wien ist das Zentrum von Niederösterreich.

Standard: Das wird Erwin Pröll nicht gern hören.

Krainer: Ob er das gern hört oder nicht: Es ist so.

Standard: Vermögen bleibt für die ÖVP also tabu?

Stummvoll: Eigentum ist für uns tabu, aber die Erträge kann man besteuern. Da gibt es noch Lücken. Ich kann kleinen Sparern nicht erklären, warum auf Sparbuchzinsen 25 Prozent zu zahlen sind, ein Immobilientycoon aber steuerfrei Häuser verkaufen kann. Dieses Potenzial sollten wir jedoch für eine Steuerreform aufheben. Der Eingangssteuersatz beträgt hohe 36,5 Prozent, der Spitzensteuersatz greift schon ab 60.000 Euro im Jahr - das ist pervers. In Deutschland liegt die Grenze bei 250.000. Mittelfristig müssen wir das ändern.

Standard: Damit würden Sie die drei Prozent Bestverdiener entlasten. Das wäre das Gegenteil einer Solidarabgabe.

Stummvoll: Wir haben die "Reichensteuer" ja auch schon. Ich habe unlängst mit einem Manager gesprochen, der von Deutschland nach Österreich kam. Gäbe es hier nicht das steuerbegünstigte 13. und 14. Gehalt, hätte er einen massiven Einkommensverlust.

Krainer: Na dann passt es eh. Wo ist bitte das Problem? Klar ist: Auch die obersten Prozent der Einkommenspyramide sollen einen Beitrag leisten.

Standard: Indem der Steuervorteil für das 13. und 14. Gehalt, etwa ab einem Einkommen von 150.000 Euro, gestrichen wird?

Stummvoll: In Kombination mit unserem Spitzensteuersatz hielte ich das für pervers.

Krainer: Das ist eine mögliche Variante, die gerechnet wird. Entscheidend ist das Gesamtpaket. Doch wenn Sie dagegen sind: Wie verstehe ich dann Rufe aus der ÖVP wie "Her mit dem Zaster"?

Stummvoll: In jeder Partei gibt es Minderheiten.

Standard: Wann wird das Paket feststehen?

Krainer: Ende Februar.

Stummvoll: Ja, ganz sicher.

Standard: Wird keine der beiden Parteien die Nerven verlieren und in Neuwahlen flüchten?

Stummvoll: Da müssten SPÖ und ÖVP wahnsinnig sein.

Krainer: Das wäre absurd. Politiker werden nicht gewählt, um dann davonzurennen.

Stummvoll: Wer jetzt flüchtet, macht Strache zur Nummer eins.

Krainer: Na ja, das ist nun wieder eine andere Frage. Vielleicht ist der ÖVP wurscht, wer Erster wird, weil sie sich schon mit dem dritten Platz abgefunden hat. Aber wir von der SPÖ haben da entschieden etwas dagegen. (Gerald John und Peter Mayr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4.2.2012)

KAI JAN KRAINER, geboren am 9. September 1968 in Wien, hat sich schon sehr früh in der Sozialdemokratie engagiert - etwa bei der Sozialistischen Jugend. Von 1986 bis 1988 war Krainer Landeskoordinator der Aktion kritischer Schüler Wien, danach arbeitete er in der Bezirkspartei Wien-Landstraße mit. Seit 2002 ist Krainer Nationalratsabgeordneter, ab 2006 in der Funktion des Budget- und Finanzsprechers der SPÖ.

GÜNTER STUMMVOLL, geboren am 3. März 1943 in Wien, kam bereits 1980 ins Parlament - damals noch als Bundesrat. Bald folgte der Wechsel in den Nationalrat. Von 1988 bis 1991 war der ÖVP-Politiker Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen. Dem Finanzausschusses sitzt er seit 2000 vor. Finanz- und Budgetsprecher der ÖVP ist der Wirtschaftswissenschafter seit 1992. Das Thema seiner Dissertation: Das Risiko des Streiks.

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ger65
00
11.2.2012, 11:28
360 mrd -> wäre dann 4,6 Mio für 80.000 BürgerInnen

Klingt irgendwie viel, wenn da aber landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Flächen und Mietobjekte dabei sind, dann erscheint mir das irgendwie nicht so üppig.
in diesen fällen ist wohl wirklich nur im fall eines verkaufes eine steuer sinnvoll, denn die substanz zu besteuern, würde den zwang zum verkauf bedeuten.

erbschafts,schenkungs und verkaufserlöse sollten aber zwingend ab dem ersten tag besteuert werden. und das sehr dynamisch und progressiv.
man könnte aber auch die kirchen endlich besteuern, denn die erschleichen sich durch adoption und schenkung auch nicht wenig an werten, die dann dem fiskus vorenthalten bleiben!!!! das wird aber mit den scheinheiligen typen a´la stumvoll wohl nicht zu machen sein!

Feuergeist
 
00
"Das reichste Prozent besitzt Immobilien im Wert von 370 Milliarden!!!!!!

Und da is die Kirche noch gar nicht dabei, die Zahlt ja ohnehin keine Steuern.

Allein diese Zahl sollte doch jeden Menschen zu denken geben.
Wie konnte 1% solchen Grundbesitz erwerben?

Feuergeist
 
00
Was passiert wenn sich der Erbe die Erschaftssteuer nicht leisten kann?

Wenn also die Steuerabgabe sein Vermögen übersteigt. Muß er dann die Erbschaft veräußern? Oder darf er sein Erbe erst gar nicht antreten? Und wer bekommt das Erbe dann?

ger65
11
11.2.2012, 11:36
das ist eine vermutlich recht simple frage aus dem handbuch der övp

selbst wenn ich sehr liquide bin und zb. 100000€ cash habe, könnte sich das bei vorschreibung einer steuer durch erbschaft der esterhasy-immobilien nicht ausgehen, eine höchst sinnvolle steuer aus der portokasse zu bezahlen.
ich hätte also die möglichkeit, das erbe von ca. 4mrd nicht anzunehmen, weil ich eben die steuer von vielleicht 20 mio nicht flüssig habe.
da bleibt die möglichkeit, das erbe nicht anzutreten und in övp-manier zu jammern, dass mir schon wieder was weggenommen wird, ich kann aber annehmen und über finanzierung die steuer zahlen, oder ich kann nach annahme einen teil des geschenkten vermögens verkaufen und lebe immer noch wie graf sorglos!
erbschaft und schenkung gehört ab einer mio ordentlich besteuert -auch f kirche

danae d
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Wenn ich mir ihre Steuerpläne anschaue, dann zählen zu den "Millionären" offenbar auch jene, die 150.000 Euro im Jahr verdienen.

Menschverachtung pur und Verhöhnung der arbeitenden Bevölkerung!!!

ger65
10
11.2.2012, 11:43
einfache Frage - ist die Dame an der Kasse mit 1000€ einkommen ...

...nicht auch ein gewichtiger teil der "arbeitenden Bevölkerung"???
wenn ja, dann täte doch eine weitere differenzierung not. in diesem fall kommt man dann auch schnell drauf, dass eben der faktor arbeit ungleich entlohnt wird.
sollte man das geschnallt haben und der meinung sein, dass jeder arbeitende Teil der Bevölkerung in der gesellschaft gleich viel wert ist, dann muss eben die ungleiche einkunft auch ungleich besteuert werden.
wenn das klar ist, sollte konsens bestehen, dass mehr einkommen auch höher besteuert wird. in zeiten schlechter finanzen sollte dann neben sparen auch die steuerlast neu überdacht werden.
bei 150.000€ + kann solidarität durchaus auch zu steuerbelastung führen, wer das nicht will soll weniger arbeiten ...

Benjamin Klein
12
wer monatlich MEHR als € 10.000,-- verdient

ist doch sicher ein sehr reicher mensch,
wenn wir anderen ebenfalls schwer arbeitenden menschen zumuten mit € 1.000,-- auszukommen ...

Weil der 10.000-Verdiener nicht 10 mal wohnt und 10-mal sooft essen kann wird sehr viel übrig bleiben zu "finanziellen Veranlagungen" und ein Mio ist doch da bald beieinander ....

und der 10.000-verdiener hat doch steuerlich so viele Abschreibeposten und Steuerschlupflöcher, also
ich denke bei 150.000 im Jahr kann man schon solidarische Beiträge verlangen,
WO doch die Ursache des Problems die vielen Bankspielereien waren ... dann sollen doch die, die Geld zu Spekulieren haben auch dafür geradestehen ...

Feuergeist
 
00
Das unterstütz ich!!!

Jake Gittes
33

Ich hasse Stummvoll.

Es tut mir leid. Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.

Stbo
 
00
hassen? verachten wäre angemessener.

hassen kann man nur, wen man vorher geliebt oder zumindest respektiert hat, ist meine persönliche Meinung.

barbarutta
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ok. ich finde stummvoll höchst widerlich.

Naturfreund
 
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Grundsteuer anheben

aber Körperschaften zahlen ohnehin keine!
Eigentumsfeindlichkeit mal 2.

Benjamin Klein
00
wieso sollen Gemeinden sich selbst eine Grundsteuer zahlen ...

Bei bund und Ländern ist das anders...

weil wenn laut Verfassung "jedes Grundstück in einer Gemeinde liegen muß" (es also keine gemeindefreien Parzellen geben darf) entgeht den Gemeinden Geld

Naturfreund
 
01
verstößt gegen Gleichheitsgrundsatz

Ich zahle Grundsteuer, damit ich ein Dach über meinen Kopf habe, der Mieter einer Gemeindewohnung tut das nicht. Wie in vielen anderen Bereichen auch: die Brennsteine sind in der Mittelschicht. Sie bezahlen die die Ausbildung ihrer Kinder, bekommen keine Wohnbeihilfe etc, etc. Mit dem Endeffekt, dass man mit einem Haushaltseinkommen von 45.000.- schlechter dran ist, wie ein 4 Personenhaushalt mit 30.000.- Euro. Spätestens ab dem Zeitpunkt, wenn Kinder studieren.

Benjamin Klein
00
wohin zielt diese Antwort ....??

die Debatte geht darum dass öffentliche Körperschaften keine Grundsteuer zahlen,

und waruim soll die Gemeinde sich selbst etwas überweisen ??
- das istVerwaltungsleerlauf sonst nichts

Land und Bund einschl. ÖBB sollten aber schon an die Gemeinden zahlen, weil sonst entgeht hier der betroffenen Gemeinde eine Einnahme ...!

das hat nichts mit dem angestimmten "Mittelstandsjammer zu tun .....
Jeder fühlt sich als "Mittelstand" die anderen haben sowieso zu Wenig zum Leben,
weil mit 30.000 ist einer auch schon Mittelschicht ...

Naturfreund
 
01
mit 30.000.- in der Mittelschicht

30.000.- Euro für einen 4-Personen Haushalt ist schon Mittelschicht. Sie sind wahrscheinlich Single und leben in einer Wiener Gemeindewohnung. Dann verstehe ich, dass Sie einen Mittelständler auslachen.

Benjamin Klein
00
offiziell

sind Mittelschicht Personen mit 1.400 bis 4.000 Euro

????

also die Mehrheit der Haushalte, auch Hausbesitzer haben sicher nicht mehr als 2.000 im Monat

Naturfreund
 
10
Haushaltseinkommen

Dann erklären Sie mir noch wie man bei einem Haushaltseinkommen von 2000.- pro Monat, 2 Kindern die Ausbildung inklusive Heimplatz ermöglicht.

Benjamin Klein
01
ich brauche da nichts erklären,

das sind FAKTEN eine große Anzahl von Mitbürgern lebt mit weniger als 2.000 Euro Monatseinkommen !

Aber fragen Sie die Wirtschaftskammer,
das Sozialministerium
oder besser noch die ÖVP ....

wenn die an sich "einfach gestrickten Roten" sich gegen Belastungen der "kleinen Einkommen" wehren, haben die Genossen dabei nicht gerade ein geschicktes Händchen, aber in der Sache haben sie Recht.!!!
Schauen sie sich einmal Kollektivverträge an, und bedenken Sie doch wieviele heutzutage nur "Kollektiv" kriegen, oder denken Sie an das "Präkariat" vieler junger "Langzeit-Praktikanten"

Sie sind, so scheint es nicht ganz "von dieser Welt"!

Naturfreund
 
00
es geht um den Endverbraucher

der schließlich Abgaben bezahlen muss, und hier gibt es ein Ungleichgewicht.

Frodo Der Hobbit
21
der eine kein licht, der andere kein guter..

was sind das nur für vorbilder? die törnen ab, ärger gehts nimmer.

vor allem ist die einteilung der themen, die ganze verbindungslinie der argumente schädlich und sinnentstellend. das sieht man an den aufstrebenden asiatischen ländern.

eine erbschaft als leistungsloses _einkommen_ zu bezeichnen, ist das hinterletzte. es ist absichtliches leugnen der einheit der familie. einfach weils bei vielen familien eh nicht klappt, die ganze grundidee auflösen? wenn die kommunisten und die borg was falsch machen, ist es dieses.

andererseits gleichheitsgrundsatz, ja bitte der sollte auch beinhalten, dass mehr reichtum mehr macht verleiht, und damit ist auch ein höherer beitrag der mitverantwortung zu leisten. deshalb spätere und steilere progression.

Benjamin Klein
10
eine mir zukommende Erbschaft ist

ein leistungsloses Einkommen, da hilft nichts ...

ausser ich habe den Erbonkel "ins Jenseits befördert"

sledgehammer44
30
Steuervorteil für das 13. und 14. Gehalt, etwa ab einem Einkommen von 150.000 Euro....

das trifft so unglaublich viele nenschen, da bringt die hundesteuer vermutlich mehr ein.
aber netter ablenkungsversuch.
weg mit dem bankgeheimnis, das wär mal spannend.

lebowsky1
310
Stummvoll und konsorten

Das problem ist doch, daß diese övp-typen dieses schmierige geschäft einfach besser verstehen.
Untergriffe und überheblichkeit sind das tägliche business von stummvoll und co.
Der stumvoll hat doch tatsächlich sein hohes einkommen damit gerechtfertigt, daß er ein so guter redner sei.
Ein arroganter elitenfetischist ist er und gerade mal mit soviel geist ausgestattet, daß er gerade nicht bemerkt, was für einen menschenverachtenden blödsinn er da zusammenredet.
Ich könnte kotzen, wenn sich so einer der armutsthematik annimmt und als nächstes kommt dann noch der satz mit den millionen, die gar keine lohnsteuer zahlen.
Und warum nicht????
Weil sie trotz plackerei nicht genug zum leben verdienen.
Pfui!!!

green tea
410
Es bleibt dabei...

Österreichische
Verbrecher
Partei

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