Fachhochschulen mit mehr Eigenverantwortung

3. Februar 2012, 15:39

Die Reaktionen der Fachhochschulleiter spannen ein Spektrum von wenig zuversichtlich bis verhalten optimistisch

Im tertiären Bildungsbereich stehen 2012 maßgebliche Veränderungen an. Mit dem neuen Hochschulqualitätssicherungsgesetz und der Novelle zum Fachhochschulstudiengesetz wurden die Kompetenzen der Hochschulen neu geregelt. Fachhochschulen haben dadurch mehr Eigenverantwortung bekommen. Zusätzlich sollen jährlich 500 neue Studienplätze geschaffen werden. Dementsprechend sind auch die Erwartungen der FH-Geschäftsführer. Für Gabriela Fernandes, Geschäftsführerin der FH St. Pölten, ist diese Änderung ein wichtiger Schritt, um Fachhochschulen als wertvollen Sektor im Hochschulsystem anzuerkennen.

"Ein besonderes Augenmerk wird auf die Implementierung entsprechender formeller Verfahren an den einzelnen Institutionen zu richten sein", sagt Annette Zimmer, Geschäftsführerin der FH Campus 02, denn inhaltlich können die Fachhochschulen den Qualitätsansprüchen sicherlich genügen, ist sie überzeugt. Nicht ganz so zuversichtlich zeigt sich Brigadier Franz Edelmann, Leiter des Referats Militärpädagogik im Verteidigungsministerium. Die Weiterentwicklung der Hochschullandschaft durch verbesserte Koordinierung und stärkere Vorgaben zum Einsatz der erforderlichen Ressourcen werde den Willen aller Beteiligten fordern, meint er. Um kurzfristige und langfristige Auswirkungen sowie erforderliche oder unnötige Differenzierungen bewerten zu können, müsse über den Tellerrand der eigenen Institution der gesamte Hochschulbereich betrachtet werden. "Große Zuversicht, dass dies gelingt, ist nicht angebracht", fügt er an.

Fachkräfte dringend gesucht

An der FH Technikum Wien zeigt man sich erfreut über den größeren Gestaltungsspielraum und den Ausbau der Studienplätze. Im Technikbereich werden gut ausgebildete Fachkräfte dringend gesucht, sagt Rektor Fritz Schmöllebeck. Daher werde das Bildungsangebot weiter ausgebaut, im Speziellen soll das Fernstudienangebot, das ein Lernen unabhängig von Zeit und Ort ermöglicht, erweitert werden. "Als größte rein technische Fachhochschule Österreichs ist es uns wichtig, die Inhalte unserer Studiengänge immer am neuesten Stand der Technik zu halten und durch neue Themen wie beispielsweise Elektromobilität zu ergänzen", fügt Schmöllebeck hinzu.

Auch die Fachhochschule Oberösterreich will dem Ruf der Industrie und Wirtschaft nach mehr Absolventen nachkommen und das Studienangebot insbesondere in diesen Bereichen erweitern. Weiters möchte man den bestehenden Fokus auf Interkulturalität und Internationalität noch weiter verstärken, sagt Gerald Reisinger, Geschäftsführer der FH. "Derzeit haben wir Kooperationen mit über 200 Partneruniversitäten weltweit. Und auch das bestehende englischsprachige Studienangebot soll weiter ausgebaut werden", ergänzt er. Die Umsetzung des Hochschulplans mit zusätzlichen Studienplätzen zählen die beiden Geschäftsführer der Fachhochschule Salzburg, Doris Walter und Raimund Ribitsch, zu den anstehenden Herausforderungen. "Es ist eine Gratwanderung. Nicht alle Studienangebote, die die Wirtschaft braucht und auch fordert, entsprechen den Interessen der Studierenden", sagt Walter.

Das sei vor allem im Bereich der Technik der Fall. Hier würde die Nachfrage deutlich über dem Angebot liegen. "Deshalb laden wir Unternehmen auch ein, sich am Ausbildungsprozess aktiv zu beteiligen und nicht nur kompetente Fachkräfte zu fordern", sagt Ribitsch. Vorstellbar seien gemeinsam Karrieremodelle, berufsbegleitende Zusatzausbildungen, aber auch eine Intensivierung der Forschungskooperationen.

"Für die Zukunft erwarte ich mir eine verstärkte Profilbildung der FH-Studiengänge mit inhaltlicher Schwerpunktsetzung in Hinblick auf zukünftige Anforderungen aus Wirtschaft und Gesellschaft", sagt Karl Peter Pfeiffer, Rektor der FH Joanneum. Dafür müssen zukünftige Studiengänge ihr Konzept der anwendungsorientierten und inter- bzw. multidisziplinären Ansätze weiter verstärken, ist Pfeiffer überzeugt.

Auch an der FH Wiener Neustadt liegt eine wesentliche Herausforderung in der steigenden Vernetzung und Interdisziplinarität. "Eine Kultur des interdisziplinären Zugehens soll Leitlinie sein, um auch in Hinkunft zu wachsen", sagt FH-Geschäftsführerin Susanne Scharnhorst.

Berufsbegleitende Studien

Für Fachhochschulen ganz wesentlich und im Sinne des lebenslangen Lernens ist der Ausbau berufsbegleitender Studien und qualifizierter Weiterbildungsangebote. So kommt auch an der FH Wien dem Segment der hochwertigen Weiterbildung eine immer stärkere Bedeutung zu.

"So sollen auch Personen, denen die Lebensumstände ein Vollzeit- bzw. berufsbegleitendes Studium nicht erlauben, die Möglichkeit haben, an Teilgebieten der angebotenen Studienprogramme zu partizipieren", sagt Michael Heritsch, Geschäftsführer der FH Wien. Ein weiterer Trend, der an der FH Wien in der laufenden Aktualisierung des Studienangebots Niederschlag findet, ist das Thema Ethik und nachhaltiges Wirtschaften, fügt er an.

Die FH Campus Wien erwartet im aktuellen Jahr angesichts der Wirtschaftslage in allen Bereichen ein verstärktes Interesse an Aus- und Weiterbildung. "Gleichzeitig ist der Wettbewerb gerade in Hinblick auf privat finanzierte Lehrgänge sehr lebendig, sagt Wilhelm Behensky, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Die Ansprüche an Relevanz und Qualität werden daher weiter steigen.

"Ein Studium muss schon jetzt in vielerlei Hinsicht maßgeschneidert sein", sagt der neue Rektor der FH Vorarlberg, Lars Frormann. Daher habe man an der Fachhochschule Vorarlberg die Studiengänge größtenteils modular aufgebaut. Auch an der FH Burgenland sei der Trend zum lebensbegleitenden Studieren bemerkbar, sagt deren Geschäftsführerin Ingrid Schwab-Matkovits, weiters werde auf individuelle Betreuung in Form von Ausbildungspartnerschaften gesetzt. Als wichtige Aufgabe gilt es den Bereich der angewandten Forschung weiter auszubauen. Schwab-Matkovits würde sich über eine Basisfinanzierung für FH-Forschung freuen. "Das würde regionale Hochschulen und Unternehmen im Wettbewerb stärken", fügt sie hinzu.

Forschung

Angewandte Forschung soll auch an der FH Kärnten weiter ausgebaut werden. Nicht zuletzt deshalb, um auch unter wirtschaftlich schwierigen Umfeldbedingungen Innovationen anzustoßen und durch kreative Projekte Impulsgeber und Forschungspartner für die Wirtschaft zu sein, erklärt Siegfried Spanz, Geschäftsführer der Kärntner Fachhochschule.

Auch an der FH Gesundheitsberufe OÖ ist angewandte Forschung und Entwicklung ein strategisches Ziel, sagt Geschäftsführerin Bettina Schneebauer. Dazu werde auch eine Forschungskoordinationsstelle in der Unternehmensleitung eingerichtet. Einen ähnlichen Schwerpunkt hat sich auch die FHG - Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol gesetzt. Auch dort sollen im kommenden Jahr zusätzliche Forschungsstellen eingerichtet werden, sagt Walter Draxl, Geschäftsführer der FHG.

Englischsprachige Masterstudien

Internationalität wird an der IMC FH Krems sowie am Managementcenter Innsbruck (MCI) und an der FH bfi großgeschrieben. Neben den sechs englischsprachigen Masterstudien des MCI ist mit Business & Management seit kurzem auch ein englischsprachiger Bachelor im Programm. "Die Nachfrage nach unseren englischen Angeboten ist enorm", sagt Andreas Altmann, Geschäftsführer des MCI.

Ein großer Schwerpunkt auf Internationalisierung wird auch an der IMC FH Krems vor allem im Bereich des Bildungsexportes mit transnationalen Projekten gelegt. So wird die Kooperation mit der University of Buraimi im Oman weitergeführt, sagt Geschäftsführerin Ulrike Prommer. An der FH bfi soll ab Herbst 2012 vorbehaltlich der Akkreditierung der neue Masterstudiengang Strategic HR Management in Europe zur Gänze in englischer Sprache abgehalten werden.

"Die FHs haben mit berufsbegleitenden Studien einen wesentlichen Eckpfeiler in die Bildungslandschaft gesetzt, und wir sind überzeugt, dass unsere Methode des Fernstudiums die Tragkraft dieses Eckpfeilers weiter erhöhen und in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen wird", sagt Axel Jungwirth, Geschäftsführer der Ferdinand Porsche Fern-FH. (Gudrun Ostermann, DER STANDARD, Printausgabe, 4./5.2.2012)

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23 Postings
spart die Redaktion am Text?

in der Print-Ausgabe sind auf den Seiten B2 und 3 Textteile recycelt - ob ich die einzige bin, die den FH-Report ganz liest?

sie lasen eine belangsendung

dass die öffentliche hand diesen mist zu ~95% bezahlt ist ein bildungspolitischer skandal. die liebe wirtschaft soll ihre befehlsempfänger gefälligst selber ranzüchten, und diese vollschasschulen auch selbst bezahlen.

was is denn los?

saturday night depressed bash-post?

wieder mal einen fh studenten getroffen, dem du nicht annähernd das wasser reichen konntest? kein problem! schön langsam solltest du das einfach hinnehmen - wird dir bestimmt noch oft passieren,...

aber hey - die oberstufe ist auch irgendwann vorbei - und nach der pubertät wird vieles leichter!

Wettere nicht lange über die FH, in Deutschland gibt es noch weit schlimmere Zustände:

http://www.pnp.de/nachricht... tellt.html

Darüber sollte man sich aufregen!

In Deutschland wurden eh schon aus den HTLs deren Fachhochschulen, die sogar "Master" anbieten.

Allerdings sollte man nicht die formale Gleichwertigkeit nach EQR mit Gleichartigkeit verwechseln.

Wo genau liegt das Problem?

Ein Bachelorstudium dauert 6 Semester. Eine Meisterausbildung kann hingegen in Deutschland in einem Jahr abgeschlossen werden. Beim Schwierigkeitsgrad der Ausbildung dürfte ein Bachelorstudium ebenfalls weit über dem Meisterkurs liegen. Es ist nicht einzusehen, warum zB ein Maschinenbaustudent nach 3jährigem Studium auf die selbe Stufe gestellt wird, wie jemand mit Schlosserlehre und einjährigem Meisterkurs. Das ist keine Aufwertung der Meister, sondern eine Abwertung der Studenten! Wenn die Meister unbedingt einen akademischen Grad benötigen, dann sollen sie studieren gehen. Ist bereits ohne Probleme möglich. Aber dieses "Abschlussverschenken" ist ein Witz!

Um eine Meisterprüfung überhaupt erst ablegen zu dürfen, bedarf es wohl auch in Deutschland einer entsprechenden Lehre und beruflicher Praxis.

Genauso wie es bei diversen MBA-Studiengängen möglich ist, praktische Erfahrung anrechnen zu lassen, ist es nun möglich mit einem entsprechenden Meister, direkt ein Masterstudium zu beginnen. Hier wird KEIN ABSCHLUSS verschenkt, sondern lediglich eine bürokratische Hürde genommen.

Es ist einer der Vorteile unseres Bildungssystems, dass es leicht möglich ist, nach einer Berufsausbildung eine universitäre Ausbildung anzuschließen.

Glauben Sie ernsthaft ein Studenten wären nach 3 Jahren Theorie fachlich über entsprechenden Meistern anzusiedeln?

"Glauben Sie ernsthaft ein Studenten wären nach 3 Jahren Theorie fachlich über entsprechenden Meistern anzusiedeln?"

JA, SELBSTVERSTÄNDLICH.

OK, der Meister kann mit dem Werkzeug besser umgehen underkann das Auto reparieren - aber hat nicht den geringsten Tau davon, wie er den Motor-Wirkungsgard berechnet.

Diese Titel-Verschenken hat nur einne Sinn:
Nivellierung -> Dank durch den Wähler, weil jetzt jder Depp "Akademiker" wird -> die Wirtschaft freut sich, weil sie fpr niedrige Anforderungen reliv billige, aber doch relativ besser ausgebildete Lohnsklaven bekommt -> das Uni-Niveau leidet, weil die Falschen (nämlich die, die schon in der Schule Schwierigkeiten hatten) im Hörsal sitzen, aber irgendwie auch durchgeschleift werden (Mittel!).

1.) Ich glaube nicht, dass ein Bachelor FACHLICH über dem Meister steht. Jedoch sehr wohl AKADEMISCH. Während dem Studium lernt man Probleme kritisch zu betrachten, Wissensquellen auch mal zu hinterfragen.

2.) Ich denke, die bessere Lösung wäre, dem Meister die ersten zwei Grundlagensemester zu erlassen, dann kann er in kurzer Zeit zu einem echten Bachelorabschluss kommen.

3.) Kaum jemand, der aus der Meisterschule direkt in das Masterstudium einsteigt, wird dieses beenden können. Es fehlt einfach zu viel Vorwissen. Das kann ich aus der Praxis berichten, bei uns im Masterstudium sind zwei Meister, welche zuvor noch das Bachelorstudium gemacht haben. Und für beide war es alles andere als ein Spaziergang.

2.) ist Unfug - weil die ersten Semester setzen auf Maturastoff auf, der sehr rasch überwunden wird, und sind größtenteiles reine, sehr intensive Theoriesemester. Das gilt für Unis, bei FHs ist es natürlich weit weniger auzsgeprägt. Einem Handwerker fehlen dennoch jegliche Voraussetzungen und Fertigkeiten, um damit irgendwo klarzukommen. Das Mathematik-Niveau für Meister-Prüfungen ist derart niedrig, da es eben nur Hauptschulstoff bestrifft.

Ich glaube sie verstehen mich da irgendwo völlig falsch. Ich bin ja auch gegen die Titelinflation. Deswegen wäre es ja der falsche Ansatz wenn man Meister plötzlich mit dem Bachelor gleichsetzt, sprich sie damit auch gleich für ein Masterstudium zuzulassen.

Wer ein Studium braucht um zu lernen Probleme kritisch zu betrachten und Informationsquellen kritisch zu betrachten, dem fehlt wohl die praktische Erfahrung.

Was glauben Sie, lernt ein Meister in der Praxis?

Ihr gezeichnetes Idealbild eines Studiums, entspricht nicht meiner beobachteten Praxis. Grad beim Studieren gehts oft nur ums unkritische Reinfressen von wissenschaftlichen Fakten und ums Rauskotzen zum richtigen Zeitpunkt. Kritisches Hinterfragen ist eine Geisteshaltung, die mit Sicherheit nicht an ein Theoriestudium gebunden ist.

zu 3) Ich hab genau die umgekehrte Erfahrung im Bachelorstudium mit ehemaligen Lehrlingen gemacht, die die entsprechende, praktische Erfahrung aufweisen. Unsere Lektoren erkennen einen großen Unterschied zwischen Studenten mit praktischer Erfahrung und Vollzeitstudenten in der Fähgigkeit die Theorie in einem praktischen Bezug zu begreifen.

Liebe Loretta, jetzt erkläre mir bitte, wie ein Maschinenbautechniker Meister ein Maschinenbau Masterstudium schaffen soll? Da fehlt nämlich jegliches nötige Vorwissen.
Wenn von 10 Meistern auch nur einer oder zwei im Bachelor die erste Mathematik Vorlesung schaffen, wäre das schon bemerkenswert, weil auch dafür die Mathematik des Meisterkurses zu wenig Vorwissen liefert. Da kann man gleichstellen was man will, aber vergleichen kann man da nicht viel.

Inwiefern ist es Dein Problem ob ein Meister ein Master-Studium schafft?

Wenn er es schaffen will, muss er sich die notwendigen, mathematischen Grundkenntnisse selbst aneigen (eventuell über eigene Kurse). Fachleute mit mehrjähriger Berufserfahrung am selben Niveau wie 19jährige Maturanten anfangen zu lassen, ist mMn auch keine gscheite Lösung.

Mein Problem ist, dass hier den Leuten wieder irgendwas vorgegaukelt wird, damit wir diese ach so wichtige Akademikerquote und das Prestige einer Ausbildung erhöhen.

Und was hat der Meister dann davon, wenn er sich die Grundkenntnisse sowieso wieder aneignen muss? Dass er wieder einen Haufen Geld und Zeit in extra Kurse investiert? Was ist der Sinn darin? Und soll er das alles Berufsbegleitend machen? In der Position eines Meisters hat man normalerweise nicht den Luxus ohne Überstunden auszukommen.

Der Sinn dahinter, Facharbeiter mit mehrjähriger Berufserfahrung am selben Niveau wie einen 19-jährigen Maturanten beginnen zu lassen, ist der, dass die praktische Erfahrung aus dem Beruf so gut wie nichts im Studium bringt. Wenn du willst, dann kann ich ich dir das noch genauer erklären.
Und wie gesagt, nach einem Meisterkurs ist man Bildungstechnisch nicht mal auf dem Niveau eines Maturanten.

Es ist halt definitiv ein Unterschied, ob man nur ein paar Vorbereitungskurse macht oder ein ganzes BAK-Studium

Gerade für Menschen, die bereits seit Jahren im Berufsleben stehen, ist es wichtig keine Lehrkilometer mit fachlichgen Grundlagen abzuspulen, sondern konzentriert das zu lernen, was als Ergänzung entscheidende Wissensimpulse bringt.

Der Umstieg von einer dualen Berufsausbildung auf eine akamdemische ist so oder so schwer. Wichtig wäre umfangreich und zielgenau vor dem Master-Studium klarzustellen, welche Grundlagen vorausgesetzt werden.

Ok, als Beispiel

Für eine Master Maschinenbau erachte ich folgende Fächer als Grundlage: Mathematik 1 bis 3; Mechanik 1 bis 3; Thermodynamik; Strömungsmechanik; Mess und Schwingungstechnik;
Dann muss er sich aber schon mit Maschinenelementen und Konstruktion(was ich schwer annehme), metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen und Elektrotechnik auskennen. Ein wenig Programmieren und Wissen in der Chemie schaden auch nicht.

Und wie gesagt, schon an Mathematik 1 werden die Meisten scheitern, weil die Unterlage fehlt. Der Rest ist auch nicht leichter. In meinen Augen tut man den Meistern eifach keinen Gefallen, wenn man sie so ein Masterstudium anfangen lässt. Mir kanns ja egal sein, aber ich find das einfach unfair denen gegenüber.

nonsens!

tut mir leid aber das ist kompletter nonsens!!! in welcher sparte haben sie denn solche erfahrungen gemacht? meister gibt es doch ausschließlich in technisch-gewerblichen berufen. und die sollen eine ähnliche qualifikation haben wie ein bachelor?? als meister in ein masterstudium einsteigen? reden wir hier ganz speziell über fhs? denn wenn das der wahrheit entspricht, sollte man gleich alle fh-studiengänge auflassen. mit verlaub, zwischen einem meister und einem tu-bachelor sind mehrer dimensionen unterschied!

ich möchte ihnen ungern zu nahe treten, aber wissen sie eigentlich wovon sie sprechen?

Zumindest an unserer FH ist da auch ein großer Unterschied! Nicht nur an der TU. :-)

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich will hier keinem irgendwelche fachlichen Kompetenzen absprechen. Der Weg mit Lehre und Meister ist schon in Ordnung und auch von der Wirtschaft benötigt. Ich finde es auch gut, wenn dieser Weg geschätzt wird (habe selber vor dem Studium eine Lehre gemacht).
Aber ich denke, es ist der falsche Ansatz, plötzlich WIFI-Kurse mit einer akademischen Ausbildung gleichzusetzen. Speziell im technischen Bereich sind das ganz andere Level. Ein Elektrikermeister hat nach dem Ende seiner Ausbildung noch nie eine Differenzialgleichung gesehen, während diese für Elektrotechnikstudenten zwingend notwendig sind. Beide Systeme haben ihre Berechtigung, aber man kann diese eben nicht 1:1 vergleichen oder gleichstellen.

Wozu soll das gut sein? Damit Handwerker noch teurer werden und handwerklich immer schlechter???

Es gibt jetzt schon viel zuviel Pseudo-Akademisierung in vielen Bereichen, ohne dass die berufliche Praxis oder Anforderung davon profitiert - nur, damit jeder irgendeinen inflationären Titelk herumschleppt. WOZU??

Und wenn ich einen brauchbaren Handwerker suche - viel Spass, da findest bald nur mehr Volldeppen... logisch. Und die wenigen wirklich HANDWERKLICH guten sind sauteuer (recht haben sie!).

Wenn ich einen Super-Tischler will, braucht der alles, wie Erfahrung, handwekliche Begabung -- nur sicher kein Studium.

Bedauernswerter Kasperl

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