Bereits über 100 Strafanzeigen gegen Wulff

3. Februar 2012, 15:23
3 Postings

Staatsanwaltschaft: Keine Anhaltspunkte für Anfangsverdacht

Hannover - Bei der Staatsanwaltschaft Hannover sind inzwischen mehr als 100 Strafanzeigen von Bürgern gegen den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff eingegangen. Binnen 24 Stunden seien allein zehn Anzeigen hinzugekommen, sagte Behördensprecher Hans-Jürgen Lendeckel am Freitag auf Anfrage. In den Anzeigen würden "querbeet die Vorwürfe aufgegriffen, die zuvor in den Medien berichtet worden sind". Es bleibe aber dabei, dass die Vorwürfe vor allem im Zusammenhang mit Wulffs Hauskredit und Urlaubsreisen "weiterhin keinen strafprozessualen Anfangsverdacht begründen".

Dagegen ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter in einem förmlichen Verfahren gegen den Wulff-Vertrauten und früheren Pressesprecher Olaf Glaeseker sowie den Veranstaltungsmanager Manfred Schmidt wegen des Verdachts der Bestechung und Bestechlichkeit. Glaeseker soll den von Schmidt organisierten "Nord-Süd-Dialog" der Länder Niedersachsen und Baden-Württemberg gefördert und im Gegenzug unentgeltlich Urlaube in Freiendomizilen von Schmidt gemacht haben. In diesem Zusammenhang hatte die Staatsanwaltschaft Privat- und Büroräume der beiden und später auch Glaesekers ehemaliges Büro im Bundespräsidialamt durchsucht. (APA)

Share if you care.