Salzburg

Schnellzug rammte von Güterwagen gefallenen Pkw

3. Februar 2012, 14:41

Güterzug offenbar wegen technischen Defekts entkoppelt - Niemand verletzt - 80 Reisende mussten nach Notbremsung in Ersatzgarnitur umsteigen

Salzburg - Glimpflich ist der Zusammenstoß eines Schnellzuges der ÖBB mit einem Pkw am Donnerstagabend in Salzburg ausgegangen: Gegen 21.10 Uhr hat sich ein Waggon eines Güterzuges zwischen Seekirchen und Hallwang offenbar aufgrund eines technischen Defektes gelöst, dabei ist ein Neuwagen auf das Nebengleis gefallen. Der Lokführer des entgegenkommenden Schnellzuges mit rund 80 Fahrgästen leitete eine Notbremsung ein, konnte aber die Kollision nicht mehr verhindern. "Der Pkw ist total beschädigt. Es wurden aber keine Personen verletzt", sagte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel am Freitagvormittag zur APA.

Bei dem 22 Waggons zählenden Güterzug, der von Linz kommend in Richtung Villach fuhr, habe sich die Kupplung des 13. Waggons der Deutschen Bahn gelöst, dabei sei auch die Bremsleitung gerissen, schilderte Zumtobel. Der mit Neuwagen beladende, 1.100 Tonnen schwere Zug wurde getrennt. Beide Teile blieben aufgrund der gerissenen Bremsleitung automatisch stehen. Der Pkw habe sich direkt über der gebrochenen Kupplung des Waggons befunden. "Wenn der Zug genau dort reißt, wo der Pkw über der Kupplung steht, fällt der Wagen hinunter", sagte Zumtobel. Ein Verladefehler sei nicht anzunehmen.

Zweieinhalbstündige Sperre

Als der Lokführer des Güterzuges nachsehen wollte, was denn die Ursache des entzweiten Zuges sei, passierte nahezu zeitgleich der Schnellzug Nummer 661, der von Innsbruck nach Wien unterwegs war und den Bahnhof Salzburg kurz nach 21.00 Uhr verlassen hatte, den betroffenen Streckenabschnitt und rammte das Auto. Nach der Kollision wurde der Schnellzug mit der beschädigten Lok zum Bahnhof Seekirchen in Schrittgeschwindigkeit zurückgezogen. Dort mussten die Fahrgäste in einen Ersatzzug umsteigen.

Da die Strecke zweieinhalb Stunden lang bis 23.30 Uhr gesperrt war, kam der Schnellzug mit 172 Minuten Verspätung in Wien an. "Das Zugpersonal hat hier in Ruhe und Übersicht gehandelt und die Kunden betreut", erklärte der ÖBB-Sprecher. Die Fahrgäste hätten Gratistränke und Taxigutscheine erhalten, damit sie in der Nacht von den Bahnhöfen Linz und Wien nach Hause fahren konnten.

Der 13. Waggon des Güterzugs wird nun genau untersucht. "Ein technisches Gebrechen am Güterwaggon ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ursache", sagte Zumtobel. (APA)

raff1
02
der ist nicht gestohlen herr inspektor,

sondern vom güterwagen gefallen...

der_kleine_pariser
 
22

Diese Autotransportwagen sind alle ein Glump!

der_kleine_pariser
 
03

Die Rotstrichler kennen sich ganz offensichtlich bei Güterwagen nicht aus.

So ziemlich alle Autotransportwagen laufen schlecht und entgleisen gar nicht so selten (u.A. weil ihr Schwerpunkt sehr hoch ist, aber auchw eil sie recht eigenwillige Achskonfigurationen haben), haben ständig Probleme dieser Art mit den Bremsleitungen etc...

In die Medien kommt natürlich nur, wenn etwas wirklich spektakuläres passiert wie hier oder vor eineinhalb Jahren am Arlberg.

Karl Buschina
04
Warum wird auch ein 13. Waggon statt einem 12A angehängt?

denk mal
01
Es war noch dazu auch der 13. Waggon der Deutschen Bundesbahn!

So etwas kann nicht gut gehen.

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