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Die Müllverbrennungsanlage wird auf den neusten technischen Stand gebracht, das bunte äußere Erscheinungsbild des Baus bleibt dabei unangetastet.
Wien - Die von Friedensreich Hundertwasser behübschte Wiener Müllverbrennungsanlage Spittelau wird bis 2015 technisch runderneuert. Dadurch soll die Effizienz gesteigert werden. Außerdem kann künftig auf fünf Millionen Kubikmeter Erdgas pro Jahr, die die Filteranlage derzeit noch benötigt, gänzlich verzichtet werden. Die Fernwärme Wien investiert in das Vorhaben rund 130 Millionen Euro. Das bunte äußere Erscheinungsbild des Baus bleibt unangetastet.
Im Zuge der Modernisierung werden u.a. beide Müllkessel, die Filter sowie Turbine und Generator ausgetauscht. Auf der Plus-Seite der Unternehmensbilanz werden sich die Maßnahmen nicht markant niederschlagen. "Wir werden es hinter dem Komma spüren", sagte Fernwärme-Geschäftsführer Thomas Irschik am Freitag in einer Pressekonferenz. Da die Kessel bereits 40 Jahre alt seien, gebe es jedenfalls "keine Alternative zum Umbau". Dieser soll trotz "ambitionierten Zeitplans" im Sommer 2015 abgeschlossen sein.
Arbeiten bei laufendem Betrieb
Der Großteil der Arbeiten, die im Mai starten, erfolgt bei laufendem Betrieb. Allerdings wird zwischen September 2013 und Februar 2014 die gesamte Anlage stillgelegt. Zu Problemen bei der Abfallentsorgung wird es dadurch aber nicht kommen, versicherte Umweltstadträtin Ulli Sima. Einerseits kompensierten andere Müllverbrennungsanlagen den Ausfall, andererseits könne Mist im - bis dahin fertiggestellten - Abfalllogistikzentrum in Simmering zwischengelagert werden.
Der zu sanierende Bau in der Spittelau verwertet jährlich rund 250.000 Tonnen Müll. Durch die im Abfall enthaltenen Energieressourcen werden Strom und Wärme erzeugt. So wird etwa Österreichs größtes Spital, das AKH, mit Hochtemperaturwärme bzw. Fernkälte aus der Spittelauer Müllverbrennungsanlage versorgt.
Eigenstromleistung wird verdreifacht
Durch die Modernisierung kann die Eigenstromleistung des Werks auf 13 Megawatt verdreifacht werden, wodurch für den Betrieb künftig weniger externe Energie aufgewendet werden muss. Gleichzeitig brauchen die neuen Filtersysteme kein Erdgas mehr. Derzeit werden davon noch fünf Millionen Kubikmeter jährlich benötigt.
Laut Co-Geschäftsführer Gerhard Fida werden zu Spitzenzeiten an die 200 Bauarbeiter werken. Passanten dürfte vor allem der 92 Meter hohe rote Kran auffallen, der für die nächsten Jahre die Skyline des Grätzels entscheidend mitprägen wird. (APA)
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aber prüft eigentlich jemand wofür Geld ausgegeben wird? ist doch komplett lächerlich - aber klar, bei den kleinen Leuten kann ja das Geld abgezockt werden, die können sich nicht wehren. dafür spendet man mal schnell der Kirche Geld weil die ja so arm ist oder baut um 130 Millionen etwas um. Werden schon alle sehen was sie davon haben. ich sage dass spätestens ende des Jahres die komplette wirschaft zusammen brechen wird und alle werden sich fragen: wie konnte das nur passieren, wir haben doch gespart *gg*
es gibt da einen hübschen Rechnungshofbericht von vor ein paar Jahren: die Stadt Wien scheint GEWALTIG Geld zu verdienen und ein paar andere Bereiche querzusubventionieren.
Theoretisch müssen die (undurchsichtig gestalteten) Müllgebühren wesentlich günstiger sein.
die sollten für den Rohstoff "Müll" geld verlangen. leider wird eine kritische masse um dies durchzusetzen wohl nie erreicht.
und so zahlen wir weiterhin 1x für die Abholung und 1x für die Anlieferung. :-/
gerade jetzt wäre es spannend zu sehen was passiert, wenn die Fernwärme keinen Müll mehr hätte ;-)
der in Österreich Müll in Umlauf bringt, muss dafür bezahlen (siehe: ARA-Linzenzen). Diese Kosten werden auf die Warenprese aufgeschlagen und somit vom Konsumenten bezahlt. Der darf danach nocheinmal für die Abholung und Entsorgung blechen. Wenn er auch noch von der Fernwärme beliefert wird, bezahlt er gleich nocheinmal.
Tatsache ist: Wenn Sie z.B. aus Asien Modems importieren, die in Österreich im Einzelhandel an Endverbraucher verkauft werden, bezahlen Sie für dass Holz (weil keine Euro-Pal.), für die Palettenfolierung samt Haltebändern (Metall od. Kunststoff) für die Transportkartons, aber auch für die einzelnen Schachteln samt Füllstoffen (Karton mit Styropor, Plastik, Papier,Karton). Diese vom Kunden gekauften Schachteln landen überwiegend im Restmüll. Zwar wurde bereits für das Recycling bezahlt, dennoch beginnt dann der genannte Kreislauf. Andererseits: Würden all diese Stoffe NICHT im Restmüll landen, müssten die Ferneheizbetriebe für die Befeuerung Ol/Gas zukaufen und dies natürlich auf die Kunden abwälzen. Der Kunde ist in jedem Fall der Teschek.
Zitat: ...Diese vom Kunden gekauften Schachteln landen überwiegend im Restmüll....
Restmüll ist sehr viel teurer als alle Altstoffe in der Entsorgung. Es gibt kaum noch Händler, die den Restmüllberg damit künstlich aufblasen und hohere Rechnungen zahlen. Der Handel hat ausserdem eine Rücknahmeverpflichtung für div. Altgeräte, Batterien und teilweise Verpackungen, d.h. er ist zumindest zum Nachdenken verpflichtet.
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