Kärntner Hypo-U-Ausschuss

FPK legt eigenen Abschlussbericht vor

3. Februar 2012, 13:25

Mandatare sehen kein Fehlverhalten der Kärntner Politiker

Klagenfurt - Die FPK hat einen eigenen Abschlussbericht zur Arbeit des Untersuchungsausschusses des Kärntner Landtags zum Verkauf der Kärntner Hypo an die Bayerische Landesbank und die Entwicklung der Bank vorgelegt. Wie LAbg. Johann Gallo  erklärte, rechne er mit "breiter Zustimmung" zum Bericht seiner Fraktion, er übte neuerlich scharfe Kritik am Berichtsentwurf des Grün-Abgeordneten und Ausschussvorsitzenden Rolf Holub.

"Wir haben uns an die Fakten gehalten", so Gallo. Und diese würden besagen, dass bei Kärntner Mandatsträgern politisches Fehlverhalten "ausdrücklich nicht festgestellt" worden sei. Ebenso hätten sämtliche Zeugen politische Interventionen und Einflussnahmen auf die Geschäftsgebarung der Hypo Alpe Adria Bank ausdrücklich verneint. Die Landeshaftungen für die Bank - der Höchststand lag bei gut 26 Mrd. Euro, derzeit sind es 18,5 Mrd. - bezeichnete Gallo als reine "Formalhaftungen". Landeshaftungen gebe es in vielen Ländern, in Kärnten seien sie jedoch bisher mit keinem Cent schlagend geworden.

Auswirkungen der Notverstaatlichung "katastrophal"

Gallo betonte erneut, die Behauptungen Holubs, wonach das Land Kärnten einen Aufsichtskommissär für die Bank gestellt habe, seien sachlich falsch: "Das hat es nie gegeben." Die politisch Verantwortlichen treffe weder eine Schuld an den Problemen der Bank noch an der Notverstaatlichung, die Mitentscheidungsmöglichkeit Kärntens sei nur theoretischer Natur gewesen. Die Notverstaatlichung sei in ihren Auswirkungen allerdings "katastrophal" gewesen.

FPK-Mandatar Gernot Darmann beklagte, die Gesetzeslage in Kärnten gebe dem Ausschuss zu wenig Möglichkeiten. Hier müsse es Änderungen geben, damit man etwa geladene Zeugen auch polizeilich vorführen lassen könne. Zudem sollten die Regelungen so geändert werden, dass ein strafferes und effizienteres Arbeiten möglich sei.

Nach der Pressekonferenz wurde der 89 Seiten umfassende Endbericht der FPK an die Journalisten verteilt, und zwar noch bevor er dem Landtagsamt übermittelt wurde. Ab dann sei der Bericht nämlich vertraulich und dürfe nicht mehr öffentlich gemacht werden, erklärte Gallo.

Am Dienstag wird in der nächsten nicht öffentlichen Ausschusssitzung über die Berichtsentwürfe beraten. Dass es zu einer Einigung auf einen gemeinsamen Beschluss kommen wird, ist ausgeschlossen. Zu unterschiedlich sind die Schlussfolgerungen, je nach Parteizugehörigkeit. So hatte Holub in seinem Bericht ein Versagen der Aufsicht konstatiert und scharfe Kritik an der Höhe der Landeshaftungen geübt. (APA)

V995
01
sicher alles supersauber

globalopinion
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Eh klor

Das ist doch immer das gleich da unten in Kärnten. Es wird Korruption und Amtsmissbrauch aufgedeckt und schon kommt ein Gutachten von FP, FPK oder BZÖ Seite welches feststellt dass alles supersauber gelaufen ist. Ist das auch immer der selbe Gutachter? Vielleicht der Birnbacher. Obwohl der hätte das Gutachten mündlich ausgestellt.
Ein Aufsichtsrat hat die Rolle Aufsicht zu halten und wenn dort Milliarden verschenkt, verschoben und betrogen wurden müssen sich die Aufsichtsträte verantworten. Sonst können sie es gleich Wurschtrat nennen.
Liebe FPK, FP, BZÖ ( eh alles die selben Deppen) holtets ihr uns denn olle für gonz deppat oder is bei eich des gonze Johr Fosching. Lai lai, lai lai

der letzte leser
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Die "Kritik" an der Notverstaatlichung ist eine Unverschämtheit.

Johannes Kaspar
02

+1
pleite gehen lassen, den Betrügern 20Mrd € schenken und hunderte Familien ruinieren wär ein paar Kärntner Volksvertretern natürlich lieber gewesen...

402
11

Man stelle sich vor ein Einbrecher steht vor Richter, Frage des Richters "gab es ein Fehlverhalten ihrerseits", der Einbrecher antwortet "Nein also ich doch nicht, ich bin doch ein gesetzestreuer Bürger". Antwort des Richters, "Ah, na wenn das so ist, dann wird wohl alles korrekt gewesen sein, können wir sie vielleicht für die entstandenen Aufwände entschädigen?".

daydreamer07
00
petzenbär

und der dauergebräunte petzenbär im parlament agiert beim untersuchungsauschuss im gleichen stil, was er nicht wahrhaben will, wird verdrängt und weggeleugnet, obwohl es offensichtlich ist wie hier über die telekom geschmiert wurde, dass sich die balken biegen....aber petzner setzt die rosarote brille auf und will die ganze bzö korruption wegplaudern...einfach dämlich und erbärmlich....

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