Bericht: Sicherheitskräfte misshandeln Kinder

3. Februar 2012, 12:52
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Menschenrechtsorganisation berichtet von Folter und Erschießungen

New York - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat den syrischen Sicherheitskräften gezielte Folterung und Tötung von Kindern zur Einschüchterung der Opposition vorgeworfen. Allein aus dem vergangenen Jahr seien zwölf solcher Fälle bekannt, teilte HRW am Freitag mit. Es seien Kinder verschleppt, gefoltert und erschossen worden. Mehrere Kinder, zum Teil nicht älter als 13 Jahre, berichteten HRW, von Soldaten oder Sicherheitskräften eingesperrt und brutal geschlagen worden zu sein. Zudem seien sie mit Elektroschocks traktiert, mit Zigaretten verbrannt oder stundenlang mit Handschellen am Boden gefesselt worden.

Der syrischen Führung warf HRW vor, Schulen des Landes "in Haftanstalten und Militärstützpunkte umgewandelt" zu haben. Zur Verteidigung der Gebäude hätten "Freischärler" auch Kinder erschossen. Die Vereinten Nationen müssten für ein Ende der Gewalt sorgen, forderte HRW. Der UNO-Sicherheitsrat hatte seine Verhandlungen über eine Syrien-Resolution am Donnerstag in New York vertagt. Eine Verurteilung der Gewalt scheitert bisher vor allem an Russland. In Syrien gibt es seit vergangenem März massive Proteste gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad. Nach UNO-Angaben wurden mehr als 5400 Menschen getötet. (APA)

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