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Griechen "verstecken" 49 Milliarden Euro Bargeld

3. Februar 2012, 12:59
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    foto: apa/robert j

    Laut Evangelos Venizelos halten die Griechen 49 Milliarden Euro in Sicherheitsfächern, in Truhen, in Kellern und Dachböden oder unter dem Bett versteckt.

Seit 2009 hat die Bevölkerung rund 65 Milliarden Euro von ihren Bank­konten abgehoben, 16 Milliarden davon flossen ins Ausland

Athen - Aus Angst vor einem Staatsbankrott und der Wiedereinführung der alten, schwachen Währung Drachme haben die Griechen nach Angaben des Finanzministeriums Milliarden zu Hause gehortet. Seit 2009 hätten sie rund 65 Milliarden Euro von ihren Bankkonten abgehoben, 16 Milliarden Euro davon seien ins Ausland geflossen. "49 Milliarden (Euro) sind in Sicherheitsfächern, in Truhen, in Kellern und Dachböden oder unter dem Bett versteckt", sagte Finanzminister Evangelos Venizelos.

Wie der Venizelos berichtete, seien von den ins Ausland geflossenen Geldern mehr als fünf Milliarden Euro bei Banken in Großbritannien angelegt worden, knapp 1,6 Milliarden Euro seien in die Schweiz geflossen.

Bankenexperten schätzen jedoch, dass dies nur ein kleiner Teil der ins Ausland geflossenen Gelder ist. Es wird vermutet, dass die Geldanlagen griechischer Anleger, die aus Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft stammen, im Ausland mehr als 200 Milliarden Euro betragen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 116
1 2 3
das ist fix
00
11.3.2012, 11:18
"Milliarden abgehoben"

Da kann man nur hoffen, dass das in Österreich auch bald praktiziert wird.

Frodo Der Hobbit
00
auch das gehört zum indolenzsyndrom

des sozialen krebses.
man bringt so einfach keinen mehr dazu, steuer zu zahlen, weil er erkennt, dass es ein fass ohne boden ist.
es glaubt keiner mehr dran, weil das system selber kaputt ist.

was fehlt ist die hoffnung und kreativität, es neu aufzubauen.
und das hat wieder mit dem bestens beschriebenen identitätsproblem zu tun, die spaltung in der gesellschaft zwischen "elite und fussvolk", und das ständesystem. jeder nur "seines".

sie müssen ihren patriotismus neu erfinden, eine neue gerechtigkeit nach modernen paradigmen, und gemeinsam da hinein investieren. das dauert sicher 2-3 generationen.
wir müssen wege finden, genau das zu beginnen, und die zeit dafür zu gewähren.

Frodo Der Hobbit
00

das problem haben ziemlich alle europäer von vornherein, weil das verhalten traditionell von den ehemaligen veranstaltern und beamten des kolonial-unwesens herrührt, dh eine durch und durch unethische form und zugleich hoch entwickelte methodik der machtausübung, grundlage ein chauvinistisches weltbild, und es ist ansteckend.

es ist einfach so, dass die peripherie als erstes ersäuft, wenn das wasser steigt. und es ist wie mit dem gleichnis des gekochten frosches, es steigt immer weiter aber man glaubt, es kommt eh nicht bis hier her, man spürt ja ganze zeit kaum selber was davon.

egal9
00

Die Griechen, oder doch eher die wenigen, die auch tatsächlich Geld auf dem Konto hatten?

Mittlerweile breitet sich in Gr jedenfalls das Hungern und die Obdachlosigkeit rasant aus
http://www.presseurop.eu/de/conten... ts-diktats

F. Ritzl
01
Beim derzeitigen Zinsniveau ist es eh g'scheiter, man hat nix auf der Bank

Noch g'scheiter, man diversifiziert (Euro, Gold, Grund, ..) etwas das Geld - dann ist die Chance, daß irgendwann alles weg ist, wenigstens etwas geringer.

Was gibt's jetzt an Zinsen? 0.5% (-25% KESt.) tägl. fällig ist wahrscheinlich eh schon viel. Da kann ich's gleich abheben auch.

Noch besser, wenn man (außer einem Notgroschen) Nix hat, außer vielleicht einem Haus, und keine Schulden - da kann man am Wenigsten verlieren ...

userc23
00
Prinzipiell wahrscheinlich richtig!

Nur fuer Tagelgeld bekommt man mind. 2% in Europa. Allein easybank gewaehrt 1,85% p.a.

Das ist immer noch unter der Inflation, aber besser als ein Stein am Schaedel.

Peter_23
01
Soviel bekommen Sie eben nicht.

Sie vergessen unter anderem die KEST und Nebenkosten wie die Kontoführungskosten. Das müssen Sie alles abziehen. Und dann haben Sie das Risiko, bei einer Bankenpleite entweder ganz um Ihr Erspartes am Sparbuch/Konto umzufallen, um einen Teilbetrag davon, und jedenfalls habe Sie lange Wartezeiten.

Bei Bargeldhaltung, was zwar auch nicht so ideal ist, fallen diese Nachteile mit der Bank alle weg. Keine Kontogebühr, keine KEST. Eventuell zahlen Sie dann eine Safemiete, da Bargeld unter Kopfpolster sehr ungut ist - die Safegebühr ist ungefähr so hoch wie Kontoführungsgebühr.

userc23
01
Falsch

Wenn ich in GB 2,75% bekomme und da dann 25% KESt abziehe, was kommt dann Netto raus?

Es gibt sogenannte GRATIS-Direktsparkonten bei europaeischen Banken (easybank, DKB, IngDiba etc. etc. etc.).

Wenn man auf die gesetzliche Einlagensicherung achtet, ist auch die Pleitegefahr nur sehr beschraenkt ein Problem.

Ich habe bei mehreren europaeischen Direktbanken Konten, die bis max. EUR 20.000 gefuellt sind. Ich hab noch nie einen Cent Kontofuehrung bezahlt.

Wenn man sein Geld nur auf dem oesterreichischen Girokonto parkt, braucht man sich nicht wundern.

raff1
04
das heißt also,

dass die griechen sich sicher sind, dass sie es eh nicht schaffen, und die drachme wiederkommt.

bildungsferneschicht
00
und österreich?

auch in ö. ist das vertrauen endenwollend.
liegt sicher jede menge bargeld im heimischen tresor oder unter der matratze.
und wie viele devisen bunkern die österreicher?

buff flyer
02
die überraschung ist aber endenwollend

dass ich mein geld von wankenden banken, die ihrerseits in einen schwer wankenden bis voll-hinichen staat investiert sind, langsam heimtrage ist ein nona-thema.

mich wundert eher, dass die einlagen nicht schon ganz auf null sind.

CEEIT
03
Nicht nur in Griechenland; ebnso in Protugal, Italien, Belgien., etc.

es findet schon seit längerem ein Bankenrun in Zeitlupe statt. Und die EZB gleicht das über die target-2 Salden wieder aus. Deswegen ist die EZB Bilanz schon auf 2.700 Mrd. angeschwollen. Nur das der europ. Steuerzahler nun dahintersteht.

reveur M
11

Ist ja mal wieder supersympathisch, was man hier liest :-(

ARO5
02

Wenn Österreich in einer ähnlichen Situation wäre, was würden Sie tun ?

thatslife
01
ist jetzt aber nicht so viel

das sind ja nichtmal 5000 euro pro grieche.

Peter_23
50
Bargeld im Safe ist wohl besser als bei einer Bank die jeden Moment bankrott machen kann

Ausserdem sollte man den Bargeldhaltern eher dankbar sein, statt die zu "kriminalisieren". Schliesslich bekommt der Bargeldhalter keine Zinsen.

Legt er das Geld hingegen auf der Bank auf ein Sparbuch, muss sich irgendwer weiter verschulden damit die Bank dem Sparer die (wenn auch nur niedrigen) Zinsen bezahlen kann.

Quatremère
00
Wie der Venizelos berichtete...

aber hallo! was ist denn das für ein tonfall?!

buff flyer
00
da gäbe es schon noch steigerungen ;-)

zb "der deXXerte V."

ich kann mich erinnern, vor 25 jahren gab es diese sprechanlagen, wo man sich in der ganzen firma durchschalten lassen konnte. und da war ein netter vorstand, der auf den knopf gedrückt hat " XXX, sie trottel, kommens her aber sofort".

die geräte sind heute alle demontiert und fehlen wirklich niemand ;-)

Quatremère
00

*lol*

buff flyer
00
ja, auch in der alten zeit wars lustig ;-)

als junge leute haben wir uns bei vielem gedacht "des geht überhaupt ned, so würde ich das nie im leben machen"

und wissens was passiert ist? wir sind genauso geworden. ich drück auf keine sprechanlage mehr, (schon deshalb allem weil wir keine mehr haben) aber man ertappt sich selber schon bei so manchem - wenn ich meinen kindern von meinen beruf erzähle, hör ich dann oft "papa - das (???) machst du den ganzen tag".

jesus mohammed
91
Lügen: Das meiste Geld wurde verbrannt, um Rechnungen zu bezahlen und nicht gebunkert!

http://www.athensnews.gr/portal/1/52982
Wenn man sich keine Gedanken macht, wie die Menschen bei 20% Arbeitslosigkeit, nur befristeter (maximal 450 Euro) Arbeitslosenstütze, deswegen anschließend ohne Krankenversicherung, ohne Sozialhilfe, Halbierung der Löhne, ständig neuer, immer brutaleren Steuern leben sollen, glaubt man jede Nachricht aus dem Propagandaministerium.
Man sieht nur, was man sehen will.
Und mit den toten Rentnern - nur ein alter Trick aus dem Hungerwinter von 1944, tote Angehörige wegen deren Lebensmittelmarken im Garten zu verscharren - da wird sich dann auch (außer Goebbels?) niemand dafür interessieren, daß der größte Teil davon nicht bei nicht existenten Angehörigen, sondern bei den Sachbearbeitern gelandet ist.

buff flyer
01
gaaanz arm: rechnungen zahlen

bedauerlich, was sie erzählen. aber ohne eu-hilfe und dem ausgegebenen geld andere leute wäre griechenland albanien. dort findet diese zustände jeder normal.

und die story von 1944 ist lieb, aber lang her. die ist genauso wertlos wie die lügengeschichte über den angeblich von der besatzungsmacht geraubten goldschatz, der bekanntlich damals in der bank of england lag und ausserdem gar so gross nicht war.

andreas wreiser
 
21
darum muß Griechenland dringendst raus aus dem Euro

eine Abwertung durch Lohnkürzungen und Kürzungen der Sozialleistungen führt in den Bürgerkrieg.
Aber ohne Abwertung kann Griechenland nicht mehr Wettbewerbsfähig werden, und bekommt keine neues Geld.
Nur mit einer eigener Währung und dessen Abwertung kann Griechenland wieder Wettbewerbsfähig werden,
wie vor dem Euro,
und wird auch in Zukunft wieder Geld für seine Staatsanleihen bekommen.

jesus mohammed
30
Der Sinn eines Staates besteht nicht in der Wettbewerbsfähigkeit, sondern darin für seine Bürger da zu sein

Deshalb kann so was nur mit dem totalen Schuldenschnitt funktionieren, dem Aufbau von Subsistenz und eventuell Abschaffung von Import/Export(-Dogma).
Eigentlich hätte auch völlig ausgereicht, 2009 die Unternehmersteuer zurück auf 40% - anstatt 20 (ND), bzw. 25 (Pasok) - zu drehen und die Unternehmen, die da nicht mitspielen wollen zu vergesellschaften. Alle, die abwandern, läßt man ihren Müll einfach nicht mehr rein bringen, alle Profisportler an die Scheichs zu verscheuern ist eh die beste Rettung und wer braucht schon eine Flotte mit Dieselmotoren, wenn das alles mit Windturbinen geht?
Aber Drachma heisst Wettbewerbsfähigkeit wie China und löst das Problem nicht, denn Schulden werden gemacht, weil die Reichen zu wenig Steuern bezahlen.

andreas wreiser
 
00
Aber das ist doch eine Illusion

wir leben in einer Neoliberalen Welt,
in der ein nicht mehr Wettbewerbsfähiger Staat,
von der Finanzindustrie kein Geld bekommt und Pleite geht.
Man kann das gut oder schlecht finden,
aber man kommt an den Tatsachen nicht vorbei.

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