Berlakovich: Keine Eingriffe bei Einkommen der Bauern

3. Februar 2012, 12:45

Landwirtschaftsminister verweist auf "Strukturreformpaket" mit 100 Millionen Euro Volumen, nennt aber keine Details

Wien - Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) zeigt weiterhin wenig Lust, für das Sparpaket Agrarsubventionen anzutasten. Er habe ein "Strukturreformpaket" im Wert von 100 Millionen Euro geschnürt, sagte er am Freitag am Rande einer Pressekonferenz. Eingriffe "in die Einkommen der bäuerlichen Landwirtschaft" lehne er ab, und Programme im Umwelt- und Bergbauernbereich wolle er ungeschoren lassen.

Bauern "bereits betroffen"

Beiträge "in anderen Bereichen" werde es aber noch geben, versicherte Berlakovich unter Verweis auf intensiv laufende Verhandlungen. Konkrete Angaben dazu machte er nicht, meinte aber, dass die Landwirtschaft ja "in allen Bereichen betroffen" sei und nannte Pensionen, Sozialversicherung oder Gesundheit als Beispiele (im Gespräch ist u.a. die Anhebung der Sozialversicherungsbeiträge für Bauern, Selbstständige und Pensionisten, Anm.). Zum Fortgang der Sparpakets-Verhandlungen wollte er sich nicht äußern.

Berlakovich sieht Agrarsektor nicht als "Förderparadies"

Berlakovich will auch nicht verstehen, warum der Agrarsektor unentwegt als Förderparadies dargestellt werde. Bei vom Wifo errechneten rund 18,5 Milliarden Euro Gesamtförderungen in Österreich käme die Landwirtschaft gerade einmal auf 800 Millionen - Bund- und Landesgelder zusammengerechnet, aber ohne EU-Mittel. So viel zu holen sei da auch wieder nicht, meint der Minister. (APA)

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utecita
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denn sollte die erbschaftssteuer kommen, dann müssten ja auch die bauern zahlen! höhere einheitswerte, oh no! und dann noch die steuer! und die einkommen, und die förderungen wären weg...wie soll man dann den eu-mercedes bezahlen? und überhaupt die wohnungen für die kinder wenn sie studieren gehen in wien, mit stip natürlich, wie sollen sie die bezahlen, dann müssten ja noch wirklich steuern weg wenn man ein wenig umwidmet und grund verkauft! das kann ja nicht sein! im ernst, umbringen würde das niemanden, auch nicht die lieben bauern.

maxundmoritz
00

Hr. Berlakovich agiert bauernschlau.
In die Einkommen der Landwirte dürfe nicht eingegriffen werden, weil sie ja in allen anderen Bereichen betroffen seien.
Die Förderungen von Bund und Ländern seien relativ moderat. Dass es auch EU Mittel gibt, wird erwähnt, aber nicht in welcher Höhe. Und dass die Landwirte auch Zuwendungen aus allen anderen Bereichen (ein Beispiel: Studienbehilfen für ihre Kinder) erhalten, wird überhaupt nicht einmal erwähnt.

erxxich
00
Weil sie soviel beitragen

Grüner Bericht 2010:
* 177.000 registrierte Bauern
* 53 Millionen Euro Umsatzsteuer
* 35 Millionen Euro Grundsteuer
* 100.000 Euro Steuerpauschale (geringer Satz)
* 8 Millarden Euro Förderunge

Sonst noch Fragen !!??

Reinprechtsdorf
02
Ich will auch pauschaliert werden...

Ich bin vor 35 Jahren aufs "Land" gekommen. Die Ureinwohner hatten große Höfe, aber nicht unbedingt das Geld, um sie gut zu erhalten. Das war auch überall zu sehen, denn die Bauern haben sich damals nichts angeschafft, das nicht absolut notwendig war. Inzwischen sind hier hunderte Einfamilienhäuser gebaut worden. Der Zustand der Höfe hat sich von armselig zu atemberaubend verändert, die Geräte sind neu und riesig. Die Nachbarn kriegen ein halbes Jahresgehalt an Subventionen, steht in der Datenbank (in der inoffiziellen, eine offizielle erlaubt die ÖVP nicht) Und überall hängen Schilder, die "A faire Milch" verlangen. Bitte gerne, aber kriegen wir von euch dafür "A faire Besteuerung", liebe Bauern?

fahrenheit4711
02
Die Gummistiefler, die zusammengerechnet 4 Wochen im Jahr am Traktor sitzen, sind noch mehr privilegiert als alle Beamten in Ö.

Toto Wien
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Der Bauernbund=ÖVP muss einmal im 21.Jhd. ankommen!

Egal ob beim Tierschutz oder in Steuerfragen, bei diesen Zukunftsverweigerern herrscht noch finsteres Mittelalter!

erxxich
00
Steuerbeitrag lt. 'Grünen Bericht 2010'

Gesamt: 88 Millionen Euro
Davon: 53 Millionen Euro Umsatzsteuer
35 Millionen Euro Grundsteuer
Dazu: * viele Steuerprivilegien
* 8 Milliarden Euro Förderungen

Frankensteins Fekternich
01
Wie lange lassen wir uns noch von der ÖVP verschaukeln?

Der burgenländische Waffenhändler und Großgrundbesitzer wird also weiter Bergbauernförderung von 15.000 €/Jahr beziehen.
PERVERS!

J. Reichhart
01
wenn die bauern nix verdienen und

eh nur draufzahlen - warum wehren sie sich gegen eine aufhebung der pauschalierung???

das verstehe, wer will! unser fly-niki versteht das!

das system övp: korruption, veruntreuung, raub und vertuschung!

bluebeard's 8th wife.
03

herr minister -

die bauern sollen gefördert werden, und zwar für aktivitäten, die im interesse der allgemeinheit liegen.

das sollten sie dann auch anerkennen und sich denselben regeln unterwerfen, die für alle anderen bürger dieses landes gelten - zum beispiel bei der einkommensbesteuerung (keine allgemeine pauschalierung mehr!).

und wenn sie dann auch noch einer gerechten besteuerung von umwidmungs-gewinnen zustimmen, sind wir alle wieder freunde.

Toto Wien
00
Nicht zu vergessen ist eine Angleichung im Bereich der Sozialversicherung, der Pensionsversicherung und

bei der Mitversicherung von Familienangehörigen, das herrscht bei den Bauern der reine Privilegienstadl!

gustav99
01
Bauernparadies Österreich

Berlakovich sieht Agrarsektor nicht als "Förderparadies",
der Deutsche Bauerbundpräsident Sonnleitner schon:
http://tinyurl.com/89vcqac

J. Reichhart
05
bauern und beamte - die betonbollwerke der gier und unvernunft!

keine gruppen haben soviele lobbyisten auf ihrer seite in den parlamenten, landtagen und gemeindestuben. entsprechend schaut die lage aus.

vollfitte beamte gehen scharenweise ab 50+ mit höchsten bezügen in die invaliditäts- oder hacklerpension - direkt ab schreibtisch! dabei sollte die hacklerpension dem bauarbeiter mit dem kaputten kreuz oder dem schichtarbeiter mit chronischen schlafstörungen zur erlösung dienen.

die bauern haben überhaupt in österreich ein gut bestelltes förderungsfeld und wahre steuerschlupfoasen.

dank övp - die partei der leistungsträger!

GWH
00
HACKLERREGELUNG?

Wieder jemand, der eine Langzeitversichertenregelung nicht von einer Schwerarbeiterreglung unterscheiden kann.
Den Terminus "Hacklerregelung" gibt es in keinen Gesetzestext. Bei der Langzeitversichertenregelung geht es ausschließlich um eine beitragsgedeckte Versicherungszeit von 540 Monaten. Weist ein Bauarbeiter oder Schichtarbeiter eine solche Zeit auf, dann darf er sehrwohl in die "Hacklerpension" gehen. Nicht zu verwechseln mit der Schwerarbeiterregelung (Forstarbeiter, ..........)

Redox
03
Das wird schon der Konrad bein Sauschädlfressen

eingefädelt haben, dass die ohnehin mit Subventionen gemästeten Bauer ungeschoren bleiben...

seht euch die Gäste und Sauschädeln an:

(ja es ist vom Kleinformat, haltet aber durch, es lohnt sich)

http://www.krone.at/Videos/Pa... deo-307744

Sky7
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Eine sehr schöne Dokumentation

die belegt, was ohnehin alle wissen: wo es lang geht, bestimmen die Banker. Alle Politiker, vom Kanzler abwärts, folgen brav.

Bronski
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Unsere „fleißigen“ Bauern als Profiteure und Steuerminimierer

Während bei den ArbeitnehmerInnen kräftig zugelangt wird, sichert der stärkere Einfluss der ÖVP in der Regierung den Bauern die Pfründe.

Die Gesamtsubventionen der 180.000 heimischen Landwirte betragen insgesamt 3,6 Milliarden Euro.

Das entspricht einer staatlichen Förderung pro Landwirt von 20.000 Euro.

Und dies bei einem nominellen Beitrag der Land- und Forstwirtschaft von nur 2,3 Milliarden Euro zum Bruttoinlandsprodukt.

Das heißt: das was unsere „fleißigen“ Landwirte erzeugen ist weniger wert als die Subventionen ausmachen!

Insgesamt zahlten die 180.000 Bauern rund 75 Mio. Euro an Steuern,
das Lohnsteueraufkommen 16.000 Mio. Euro,
pro Arbeitnehmer sind das 5100 € durchschnittl. Lohnsteuer

das Bäuerchen zahlt gerademal 416 €

Childerich von Bartenbruch
01
ich denke, auch hier sollte man differenzieren, ...

... denn auch hier macht die övp den "kleinen bauern" zur geisel von großbauern und agroindustrie, wie sie auch "den mittelstand" benutzt, um die großen vermögen zu schützen. bei den beamten läuft das nicht anders.

es werden ununterbrochen die verschiedenen berufsgruppen gegeneinander ausgespielt, während die wirklichen verteilungsgrenzen natürlich quer durch die berufsgruppen horizontal verlaufen.

I could lose my account for having a voice
01
Wir sind ein Armutschkerl- und Bauernstaat!

reiches land armer staat
02
schwarze heuchler

sowas nennt man halt klientelvertretung, da können sich die roten was abschauen. bis zu 100.000 euro sind die bauern was steuern betrifft, pauschaliert, und zahlen so gut wie nichts an einkommenssteuern, habe ich irgendwo gehört. arbeitnehmer dafür volle länge, dafür werden wir auch bei der sogenannten "budgetkonsolidierung" sicher voll zur kasse gebeten. ich glaube aber dass es sich nur um eine konzertierte eu-sammelaktion für den euro-rettungsschirm handelt, um die kranken staaten wie griechenland usw. zu stützen. einer vermögenssteuer wollen die schwarzen auch unter keinen umständen zustimmen, weil sie müssen auch da ihre klientel schützen.

redbull1970
02
naja

Dass pauschalierte Landwirte keine Steuern zahlen, stimmt ja auch nicht. Sie müssen für jede Investition, Reparatur usw. 20% Umsatzsteuer bezahlen (im Gegensatz zu anderen Selbständigen), der Steuersatz für landwirtschaftliche Produkte (Milch u.dgl.) beträgt aber nur 12%.

Ich denke, man muss schon unterscheiden zwischen Großgrundbesitzer, Vollerwerbsbauern und Nebenerwerbsbauern. Die meisten Nebenerwerbsbauern investieren ihr Einkommen vom Nebenerwerb noch, um den Betrieb zu erhalten. Und die kleinen Vollerwerbsbauern haben alle zu kämpfen, um überleben zu können.

Wenn die einmal alle aufhören, gibt es nur noch Agrarfabriken, aber das will die Politik anscheinend ja.

monoton
00

an den bauern gibts sicher nicht allzuviel zu sparen da sich der bauernbund und die övp die millionen einnahn

Sky7
016
Wenn sich die Roten von den Schwarzen wieder so über den Tisch ziehen lassen

machen sie Ihnen bei der nächsen Wahl noch Konkurrenz um Platz 3.

Anton D.
01
Dieser Bauernbündler ist der Sargnagel der ÖVP!

Dummheit und Ignoranz, Einbetonieren der Einkünfte des Großgrundbesitzes, der Klöster und Adelsgüter, daneben eine echte Minderleistung als Umweltminister, mit zu erwartenden Strafzahlungen im Mehrfachen von Hundert Millionen Euro. Warens 600 oder 700 Mio. die uns blühen?
Spindelegger, schmeißen sie ihn raus, sonst geht Ihr ganzer Saftladen flöten und Strache reibt sich die Hände.

Christian7777
013
Typisch ÖVP ...

Da kommt ma echt des Kotzen! War ja eh klar, dass die ÖVP-Teilbereiche so gut wie nicht mitsparen müssen! Und die Aussage, dass der Agrarbereich kein Förderparadies sei, ist ja wohl eine bodenlose Frechheit! Ich brauche nur in meine Heimat zu fahren und sehe die Bauern mit den schönsten und größten Autos herumfahren ... aber nicht nur ein einziges Auto in einer Familie, nein, da fährt ein jedes Familienmitglied gleich ein Auto der teuersten Automarken.

Ich habe diese Aussagen dieser Politiker schon echt satt ...

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