Fernost-Leitbörsen schließen ohne klare Richtung

3. Februar 2012, 11:51
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Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag ohne klare Richtung geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio verringerte sich um 44,89 Zähler oder 0,51 Prozent auf 8.831,93 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg hingegen leicht um 17,53 Zähler (plus 0,08 Prozent) auf 20.756,98 Einheiten. Der Shanghai Composite befestigte sich um 17,85 Punkte oder 0,77 Prozent auf 2.330,40 Punkte.

Wenig bewegt zeigten sich auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.917,95 Zählern und einem Plus von 16,91 Punkten oder 0,58 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 13,1 Zähler oder 0,30 Prozent auf 4.320,10 Einheiten.

Zur Erklärung der Zurückhaltung unter den Anlegern verwiesen Marktbeobachter auf einige schwache Quartalsberichte sowie auf die unsicheren Wachstumsaussichten, insbesondere in Europa. Das größte Risiko beinhalte die Umsetzung des Fiskalpaktes, den fast alle EU-Mitgliedsländer jüngst verabschiedet hatten, hieß es. In China belegten unterdessen Daten ein verlangsamtes Wachstum des Dienstleistungssektors.

In Tokio waren unter anderem die Papiere von Sony gut gesucht, die am oberen Ende des Nikkei-225 mit einem deutlichen Plus von 8,06 Prozent bei 1.435,00 Yen aus dem Handel gingen. Nach schwachen Geschäftszahlen waren die Aktien am Vortag deutlich gefallen. Händler sprachen heute von einer positiven Korrekturbewegung nachdem gestern ein Chefwechsel beim Elektronikkonzern angekündigt worden war. Kazuo Hirari soll bei Sony ab 1. April das Ruder herumreißen. An unterster Stelle schlossen hingegen Nippon Steel, die sich um 12,00 Prozent auf 132,00 Yen verbilligten.

Panasonic verteuerten sich um 1,18 Prozent auf 599,00 Yen. Nach Börsenschluss kündigte der japanische Technologiekonzern einem Rekordverlust von 780 Mrd. Yen (rund 7,8 Mrd. Euro) für das im März zu Ende gehende Geschäftsjahr an. Als Gründe nannte das Unternehmen am Freitag unter anderem sinkende Verkaufszahlen, die Auswirkungen des schweren Erdbebens in Japan vom vergangenen März sowie die Stärke des Yen. Panasonic hatte bereits vor einem hohen Verlust gewarnt, war jedoch lediglich von etwa 4,2 Mrd. Euro ausgegangen.

In Hongkong gewannen die Titel des Konglomerats Hutchison Whampoa um fast vier Prozent, nachdem bekanntgeworden war, dass der Konzern seine Marktposition auf dem österreichischen Markt stärkten wird. Der Hanynetzbetreiber "3" - eine Tochter des Mischkonzerns - wird den drittgrößten österreichischen Mobiltelefonanbieter Orange für 900 Mio. Euro kaufen. Der Deal unterliegt noch einer vertieften Prüfung durch die EU. (APA)

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