Baukonzern

Alpine wechselt komplett in spanische Hände

3. Februar 2012, 11:50
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    foto: apa

Co-Eigentümer Dietmar Aluta-Oltyan trat seinen 13,5-Prozent-Anteil am Salzburger Bauriesen an die spanische FCC ab

Salzburg/Wien - Der Bauriese Alpine mit Sitz in Salzburg ist komplett in spanische Hände übergegangen. "Die FCC hält nun 100 Prozent der Anteile", bestätigte Alpine-Sprecher Johannes Gfrerer am Freitag. Der bisherige Miteigentümer Dietmar Aluta-Oltyan, der die Alpine seit den 70er Jahren von einem kleinen Baumaschinenunternehmen zum zweitgrößten österreichischen Baukonzern hinter der Strabag und vor der Porr aufgebaut hat, trat die restlichen 13,5 Prozent seiner Anteile an den spanischen Konzern ab. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Spanischen Medienberichten zufolge soll die Transaktion, die bereits am Mittwoch über die Bühne gegangen sein soll, mehr als 52 Mio. Euro gekostet haben. "Den Preis können wir absolut nicht bestätigen", so Gfrerer.

Seit 1972

Aluta-Oltyan hatte die Geschäftsführung der Alpine 1972 übernommen und ist aktuell noch Aufsichtsratsvorsitzender der Alpine Holding GmbH. Spaniens drittgrößter Baukonzern stieg 2006 bei den Salzburgern ein. "Seit damals bestand die Option auf Übernahme der 100 Prozent", sagte Gfrerer. Die FCC hatte gleich zu Beginn 83 Prozent der Alpine übernommen, um vor allem auf dem osteuropäischen Baumarkt zu expandieren. Die Übernahme der Mehrheit war den Spaniern Medienberichten zufolge damals rund 480 Mio. Euro wert.

Die Führungsspitze der Alpine Holding wurde heuer zu Jahresbeginn erweitert. Der ehemalige Porr-Vorstand Johannes Dotter, der den drittgrößten heimischen Baukonzern per Ende April 2011 verlassen hatte, trat per 1. Jänner 2012 als CEO der Alpine an. Ihm zur Seite stehen der bisherige Alleingeschäftsführer Werner Watznauer und Enrique Sanz.

Der Alpine-Konzern ist in 30 Ländern aktiv und erzielte 2011 vorläufigen Berechnungen zufolge eine Bauleistung von rund 3,5 Mrd. Euro - die Hälfte davon in Österreich. Im ersten Halbjahr 2011 rutschte die Alpine trotz einer Umsatzsteigerung in die Verlustzone. Der im Jahr davor auf 11.000 Euro geschrumpfte Periodengewinn drehte auf einen Verlust von 3,1 Mio. Euro. Die Alpine beschäftigte zum Stichtag 30. Juni 2011 konzernweit 16.474 Mitarbeiter und im Halbjahresschnitt rund 15.291. Das waren 234 Mitarbeiter mehr als im Jahresmittel 2010. 8.168 aller Beschäftigten arbeiteten in Österreich, 2.462 in Deutschland und 5.844 im restlichen Ausland. (APA)

Kommentar posten
23 Postings
BM2
 
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HAZET

Gehört da die HAZET nicht auch dazu ?

vincent preis
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die pigs

sind zum schluss besser als wir aufgestellt.

labyrinth
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Spanier

wer schon mal für einen spanischen Konzern gearbeitet hat, wird wissen, was da jetzt auf die Alpine MitarbeiterInnen zu kommt: festhalten! und net weinerlich sein, oder lieber gleich was anderes suchen
brrrrr

Harry Meier
 
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Das schlimmste was passieren könnte, wäre ...

. wenn man denen SAP aufs Auge drückt, wie beim Mutterkonzern.

Easy Rawlins
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Was sollte "jetzt" plötzlich auf die Alpine-Mitarbeiter zukommen, nachdem das Unternehmen schon seit über fünf Jahren zu einem spanischen Konzern gehört?

William Archimedes
 
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Wieso

Die Spanier sind bös. Wir sind die Besten der Welt. Einfach lächerlich!

Aguirre74
 
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Nicht böse, aber eine völlig andere, starre, Führungsstruktur. Ich kann mir deren Einkaufstouren nur so erklären, dass sie sich in den Boomzeiten in Spanien auf Investorenkosten bzw letzlich Staatskosten gesundgestoßen haben und sich jetzt mit gefüllten Kriegskassen in Mitteleuropa einkaufen. Die Alpine war vermutlich nicht so der tolle Kauf, aber die Hochtief in Deutschland (ACF) war prima vista ein guter Griff. Blöd nur, dass sich die wesentlichen Manager sofort zur deutschen Konkurrenz absetzen, weil sich keiner von einer plumpen spanischen Konzernzentrale gängeln lassen will.

Aguirre74
 
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Kann man relativ klar sagen, was auf die Mitarbeiter zukommt: Eine ziemlich unflexible Führung, die für die Entscheidungsfindung Ewigkeiten braucht. Kein Wunder, wenn man von Subventionen in einem abgeschotteten Markt wie Spanien groß geworden ist. Und wenn man sich die Absetzbewegungen aus dem Vorstand der Alpine ansieht, dann scheint die alte Führungsebene der Alpine das ebenso so zu sehen. Und mit dem Alouta sind die Kontakte ohnehin weg, also ich seh keine große Zukunft für die Alpine.

el Vasco
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... Sie sprechen aus Erfahrung....?

Anaxagoras
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Ich hoffe nur, der Spanier verschluckt sich nicht.

Es wird jedenfallls zu einem Ritt auf der Rasierklinge, nachdem er gerade in einer feindlichen Übernahme die deutsche Hochtief AG, das größte deutsche Bauunternehmen, übernommen hat und die Übernahme sich als Überraschungsei im negativen Sinne herusgestellt hat.

Michael Seeber
01
"der spanier"

FCC und ACS sind zwei verschiedene Unternehmen, aber das scheint sie nicht anzufechten...

sirnicha
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Im ersten Halbjahr 2011 rutschte die Alpine trotz einer Umsatzsteigerung in die Verlustzone.

konsolidierung des gesamtkonzerns ergibt dann keine steuerlast - wie üblich.

Aguirre74
 
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Kennen Sie ein Unternehmen, das bei Verlusten Steuern zahlt?

sirnicha
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zuerst genau lesen und vielleicht kapieren

konsolidierung ist die buchhalterische zusammenführung von mehreren firmenteilen. das heißt: wenn in österreich gewinn gemacht wird (davon gehe ich aus), in spanien verluste, in deutschland gewinne, im osten wieder verluste und es ergibt sich daraus im gesamten ein verlust, schaut österreich und deutschland durch seine gesetzgebung durch die fingern, obwohl sie dort steuern zahlen müssen sollten. immerhin gehts hier nicht um peanuts...

Aguirre74
 
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Da irren Sie, zumindest Österreich schaut schon aufgrund der VwGH-Judikatur zu Auslandsverlusten von Betriebstätten durch die Fingern. Das wurde kodifiziert und auf die Gruppenbesteuerung erweitert. Auch EU-rechtlich ist es erforderlich, dass finale Auslandsverluste zumindest in einem Land verwertbar sein müssen. Übrigens nennt man das, wovon Sie reden, steuerlich nicht "Konsolidierung", das gibts nur im UGB und IFRS, sondern eingeschränkte Verwertung von Auslandsverlusten (eingeschränkt, da es zu einer Nachversteuerung kommt, wenn diese im Ausland in Folgeperioden ausgeglichen werden könn(t)en). Es entgeht dem Staat idR daher nur der Zins.

SUCG
 
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Kaufen, Ausnehmen, Zerschlagen und wieder verkaufen

das war ja nur, damit FCC seine bilanzen für dieses halbjahr verbessert, in spätestens einem jahr is eh alles wieder weiterverkauft, warscheinlich an irgendwelche chinesen oder einfach kaputtgewirtschaftet, viel spass weiterhin an die geldgeile managerfraktion

Anaxagoras
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Nein, der Spanier ist der grö0te Bauunternehmer in Spanien.

Der behält seinen Zukauf im eigenen Portfolio

rosa parks
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glaub ich gar nicht...

...bzw. muss nicht sein. klassischer fall von kapitalflucht aus spanien, meine ich. so viel zu all den leuten, die raus aus dem euro wollen...

es ist widerlich, aber es gibt keine phase, in der ö nicht vom euro profitiert bzw. profitiert hat (volkswirtschaftlich betrachtet. das individuum hat da nicht so viel davon...).

Anaxagoras
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Völlig unlogisch was Sie behaupten.

Spanien und der Länder des Zukaufs (in Deutschland die Hochtief AG und in Österreich die Alpine) haben die gleiche Währung, nämlich den Euro. Das müssen Sie mir erklären, wenn Sie es können. Sie muten des Leser mit Ihrer Fluchtbehauptung einen völligen Unsinn zu!

SUCG
 
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so machts FCC seit jahren, kein geld in der tasche aber feste einkaufen und dann mit gewinn oder auch nicht weiterverscherbelt....

Nestor Machno
 
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Wenn das so wäre,

wäre erklärungswürdig, warum das geht. Also, wie man mit kein Geld in der Tasche einkaufen kann. Du hast ja offenbar keinen Einblick in die Taschen der Frau Koplowitz.

Und zweitens, warum man etwas einkauft und dann mit Gewinn weiterverkauft. Da muß ja etwas mit dem Unternehmen geschehen sein, um zwischen Verkauf und Weiterverkauf einen Gewinn zu machen.

Ein Blick in Wikipedia zeigt, daß FCC in vielen Ländern präsent ist und einen Haufen Angestellte hat. Es kann also nicht sein, daß sie nur kauft und verkauft.

Daß es bei ihnen oft sehr ungemütlich zugeht, kann man dort übrigens auch nachlesen. Spanische Bauunternehmen funktionieren auf Basis von Leiharbeit und zahlen Hungerlöhne.

Aguirre74
 
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Wäre ein Wunder, wenn die die Alpine mit Gewinn weiterverkaufen könnten. Ich geh eher davon aus, dass die einen fetten Verlust einfahren würden.

SUCG
 
01
F

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