Killerargument Energiebilanz

3. Februar 2012, 16:46
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    foto: reuters/rebecca cook

Die Herstellung von Batterien ist energieaufwendig - wie sehr, hängt von der Technologie ab. Und wir stehen gerade am Anfang einer Entwicklung

Viele technische Maßnahmen, die zur Verbrauchssenkung dienen, erhöhen den Energieverbrauch bei der Herstellung. So ist es notwendig, Karosserieblech vor dem Pressen zu erhitzen, wenn es höchste Festigkeit erreichen soll, um damit höhere Crashsicherheit bei geringerem Gewicht zu erzielen. Es gibt viele Beispiele, etwa die Verwendung von mehr Aluminium, Magnesium oder gar Kohlenstofffaser, die den Energieverbrauch in die Höhe treiben. So stellt sich die Frage, ob die Anstrengungen zur Gewichtsreduktion überhaupt sinnvoll sind, ob sich der Gewichtsvorteil am Ende tatsächlich durch geringeren Verbrauch hereinfahren lässt.

Eine neue Dimension erhält die Effizienzdebatte durch die Zunahme von elektrischen Komponenten im Auto, sei es ein Hybridantrieb oder gar das reine Elektroauto. Dabei stellen die Batterien das zentrale Fragezeichen dar. Sicher ist: Die Herstellung von Batterien ist energieaufwendig - wie sehr, hängt von der Technologie ab. Und hier stehen wir gerade erst am Anfang einer Entwicklung.

Deshalb aber das Streben nach sparsameren Automobilen einzustellen, wäre wohl auch keine zielführende Reaktion, solange man der Meinung ist, dass Automobile grundsätzlich sinnvoll sind. 2004 hatte der damalige VW-Chef Bernd Pischetsrieder etwa die Sinnhaftigkeit von Hybridantrieben mit Hinweis auf hohen Energieverbrauch bei deren Herstellung angezweifelt. Heute würde sich kein VW-Manager mehr zu dieser Aussage hinreißen lassen, weil man die Technik inzwischen selbst beherrscht. (Rudolf Skarics, DER STANDARD, Automobil, 3.2.2012)

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Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 37
1 2
franz der freie
 
13
egal, wie lange die batterien halten.

versuchens doch einen 3 jahre alten lexus -hybrid zu verkaufen, leider unmöglich. niemand will die krot mit den extrem teueren batterien fressen, auch wenn sie im moment noch 100% in ordnung sind. wenn sie diesen hybrid kaufen, steht unsichtbar drauf " forever yours ".

franz fröhlich
10
Ich bezweifel nach wie vor

die Sinnhaftigkeit von Hybridantrieben - aber nicht mit Hinweis auf hohen Energieverbrauch bei der Herstellung sondern beim Fahren.
Die schaffen kaum einen modernen Diesel.

luke skywalker
10
Naja is relativ

Ein Benzin-Hybrid wird im Schnitt gegenüber einem Diesel nicht viel bringen.

Allerdings: mein "moderner" Diesel braucht Überland 4-5 Liter, kalt und auf Kurzstrecke sinds 10.

Ein Dieselhybrid mit nur 5-10km elektrischer Reichweite würde da schon viel Sprit sparen.
Weiters reicht ein kleiner 100PS Diesel, weil ohnehin der E-Antrieb beim Beschleunigen hilft.
Da spart man dann sogar Überland.

Freilich: Damit sich solch technisch aufwändige Spielerei rechnet, müsste Sprit wohl 2-3€ kosten.

Rumo von Zamonien
04

Diese überaus wichtige Thema hätte sich ein wenig mehr als 3 allgemein formulierte Gasatzln verdient würd ich sagen.

:-\

Protheus
 
00

Hab mich grad gefragt:"Wo ist der Rest?"
Anscheinend gehört das wirklich so.

Sergey Y. 26
10
'Sicher ist: Die Herstellung von Batterien ist energieaufwändig'

Beim Standard wir man erleuchtet

Sicher ist: morgen wird die Sonne im Osten aufgehen

supermike
31
Die Lebensdauer von Batterien wird absichtlich runtergesetzt

schließlich will der Hersteller jede Menge Batterien verkaufen.
Bestes Beispiel war der IPod bei dem der interne Akku nicht gewechselt werden kann und dessen Lebensdauer vom Hersteller absichtlich unter 2 Jahre konstruiert wurde.

Weltweit gibt es unzählige Kartelle denen Umweltschutz egal sind. Es geht um Geld Geld Geld und wir haben zu konsumieren.

Hier ein Beispiel für das wohl berühmteste Kartell: http://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C... buskartell
Bevor das Phöbus Kartell gegründet wurde, lag die Durchschnittslebensdauer einer Glühbirne übrigens bei 2500 Stunden. Danach wurde diese künstlich auf 1000 Stunden runtergesetzt.

Grisu der kleine Drache
00
27.2.2012, 14:56

Die Lebensdauer von Akkus für E-Autos wird sicher nicht absichtlich reduziert, um den Umsatz zu erhöhen. Die Akkus sind nämlich so schlecht, dass der Umsatz nicht durch Ersatzgeschäft angekurbelt, sondern fast völlig abgewürgt wird.

Das Marktpotential für gute Akkus zu leistbaren Preisen wäre gigantisch. Das Geld das heute weltweit für Treibstoffe ausgegeben wird (allein das heute umgesetzte Rohöl hat einen Martkwert von über 3000 Mrd. $/Jahr), könnte stattdessen zu einem wesentlichen Teil die Kassen der Akkuhersteller füllen.

Dass jemand solche Akkus bauen könnte und sich dieses Geschäft einfach so entgehen lassen soll, glaube ich einfach nicht.

Ohne Gurt im Ionensturm
01

Die leuchtkraft der alten birnen war aber bei weitem niedriger als die moderner. daher ist eine lebenszeitverkürzung durchaus logisch und auch ohne verschwörung zu erklären.

Michael B
00
Die "Leuchtkraft" kann ich beleibig durch den durchfließenden Strom beeinflussen.

und damit eine Birne mehr Strom verträgt, muß der Glühfaden dicker sein bzw. so konstruiert, dass es zu keinem Wärmestau kommt.
Geht natürlich auch umgekehrt...

M L3
00
18.3.2012, 00:16
Es muß zu einem "Wärmestau" im Glühfaden kommen

Er soll ja glühen, möglichst heiß um viel Licht abzugeben. Das geht aber auf die Lebensdauer. Birnen mit kleiner Nennspannung (und höherem Strom) sind bei gleicher Leistung aber effizienter, weil der dickere Faden stabiler ist.

Parkschwein
02

"Die Lebensdauer von Batterien wird absichtlich runtergesetzt"
quelle: urin?

DieWahrheitistdenMenschenzumutbar
01
geplante Obsoleszenz

absichtlich meint, dass die Kosten bewußt minimiert wurden und eine Tauschmöglichkeit nicht vorgesehen war. Dadurch waren natürlich vermehrt Beschwerden zu hören. Das endete aber vor Gericht und mit einer Verurteilung von Apple. Im Bereich Elektromobilität sind viele sehr blauäugig. Viele Akkus werden in inferiorer Qualität verkauft und tw. ohne seriöses Batteriemanagement.

Schnapphahn
00
zur Batterielebensdauer kann ich aus eigener Erfahrung folgendes sagen

Ich fahre seit nunmehr 8 Jahren einen Prius II. Die Batterie(n) funktionieren bei einem Tachostand vob ca. 19000Km, genau wie der Rest des Autos, wie am eersten Tag. Technisch ist der Wagen einfach perfekt. Ausser Bremsen und alle vier Glühbirnen hatte ich noch keine Reparatur an dem Wagen. Ich finde, das auch solche Dingen wie Langlebigkeit und geringe Reparaturanfälligkeit in die Energiebilanz eingehen müssen.
Ich habe mir jetzt einen neuen Prius III als Firmenwagen bestellt. Den alten werde ich privat übernehmen und noch solange wie möglich fahren.

G. B. Corner
00

Was ist mit 19000km gemeint? Der km-Stand nach 8 Jahren?

Schnapphahn
00
genau

Die SauBär Partei
00
19.000 oder 190.000?

Bei 19.000 km kann man nicht von Langlebigkeit sprechen. Das fahren viele Österreicher in 6 Monaten oder weniger.

Schnapphahn
00
Tschultigung

Natürlich 190.000Km

G. B. Corner
00

Naja, dann erübrigt sich aber das mit Hybrid oder Elektro; wenn man den Wagen kaum bewegt dann macht die Produktion ja wesentlich mehr pro km aus was die Energiebilanz betrifft. Da wäre ein leichter Benziner oder Diesel dann auf jeden Fall umweltfreundlicher, auch wenn die Batterien nicht getauscht werden müssen. Damit die Elektro- bzw. Hybridgeräte ihren Umweltvorteil ausspielen können müssen sie so viele km wie möglich gefahren werden. Deshalb bin ich z.B. bei Elektromobilen sehr skeptisch; mit den kurzen Reichweiten bzw. langen Ladezeiten kommt man kaum auf die km bei denen das Konzept sinnvoll wird.

supermike
04
Deshalb aber das Streben nach sparsameren Automobilen einzustellen, wäre wohl auch keine zielführende Reaktion

Mein alter Saug Diesel PKW (ohne Turbolader, ohne Commonrail etc), Baujahr 1985 hatte einen Verbrauch von exakt 7 Liter Diesel auf 100km. Nach 15 Jahren Gebrauch musste er wegen Durchrostung in die Presse - die Technik wie Motor, Getriebe etc waren nach 370.000 km noch 1A in Ordnung.

Mein neuer Diesel mit Turbolader, Commonrail und dem ganzen SchnickSchnack hat 6,7 Liter Verbrauch auf 100km.
Nach 15 Jahren wird der aber auch in der Presse landen weil es von der Industrie so gewünscht ist - Energiesparen (Herstellung) und Recourcenschonung interessieren einen Autohersteller nicht und das derzeitige Verbrauchsenken ist reines "greenwashing".

Hier übrigens der Fachbegriff:
http://de.wikipedia.org/wiki/Obso... bsoleszenz

Ohne Gurt im Ionensturm
00

Äpfel mit birnen. Dein neuer cr-diesel hat mindestens doppelt soviel kw und das auto ist auch nicht leichter geworden.

gigngogn
 
00
Wie viel kW hatte der alte und wie viel der neue Wagen?

Reginald Barclay
00
Und wie ist ..

..das Leistungsgewicht im Vergleich? Wird sich wahrscheinlich nicht arg viel schenken, denn das is i Automobil-Bereich gang&gäbe, dass jede Effizienzsteigerung durch höheres Gewicht (mehr Sicherheit, mehr Schnickschnack) ziemlich exakt wieder aufgefressen wird.

Parkschwein
01

und dein alter saug diesel pkw hat welche abgasgrenzwerte einhalten können und wieviel hat er gewogen und welche ausstattung hatte er und welche crashsicherheit hat er geboten, hmm?

melpet
00

egal. wenn sie halbwegs ökologisch sinnvoll autofahren wollen, dann behalten sie ihr auto so lange wie irgend möglich. am besten, sie kaufen einen alten, gut erhaltenen und möglichst sparsamen wagen, pflegen diesen so gut es geht und fahren so selten wie möglich. die mär von neu produzierten, sparsamen, ökofreundlichen kfzs als lösungsvorschlag ist doch schon lange gegessen, das ist alles erstunken und erlogen. der ressourcenverbrauch bei der herstellung, bei der gewinnung der rohstoffe, herstellung der komponenten, transport quer über den planeten, etc. macht jeglichen verbrauchsvorteil mehr als nur wett.

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