UBS und Credit Suisse sowie zehn ausländische Banken - darunter die Deutsche Bank - sollen betroffen sein
Zürich - Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) eröffnet
eine Untersuchung gegen die beiden Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse
sowie zehn ausländische Finanzinstitute, darunter Deutsche Bank. Die
Wettbewerbshüter habe Angaben vom Freitag zufolge Hinweise auf möglichen
Kartellabsprachen zwischen den Geldhäusern.
Mehrere Derivatehändler von verschiedenen Banken sollen den Angaben zufolge
Einfluss auf die Referenzzinssätze LIBOR und TIBOR genommen haben. Mit den
Absprachen konnten die Händler möglicherweise eine Verfälschung der
Referenzzinssätze zu ihren Gunsten erwirken. Daneben sollen sich die
Derivatehändler über die Differenz zwischen den Ankaufs- und Verkaufskursen von
Derivaten abgesprochen haben.
Von der Untersuchung seien auch Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, Citigroup, HSBC
Holdings, JP Morgan Chase, Mizuho Financial Group, Rabobank Groep, Royal Bank of
Scotland Group, Societe Generale, Sumitomo Mitsui Banking Corporation sowie
weitere Finanzintermediäre betroffen. (APA/Reuters)