Darum in die Ferne schweifen

3. Februar 2012, 16:45
14 Postings

Heldenschutzprogramm. So was in der Art bietet Land Rover Menschen, die gern auf Abenteuer gehen und die's in die Ferne zieht. Den STANDARD zog es mit. Nach Finnland

Die Wölfe kreisen heulend um die Beute. Der Winter war hart, das letzte Ren gerissen, zur Elchjagd ist das Rudel längst zu schwach, tiefliegende Augen glüh'n im Mondenschein, Geifer an den Lefzen zu Eiszapfen gefroren. Drinnen der Held. Weit raus ist er gefahren in Finnlands tundrenartige Schneewüste, bangende Freunde zurücklassend in den sicheren Wänden des Hotels. Der Held indes muss Taten tun. Die Nacht verbringen im Range Rover. Draußen 20 Wölfe – und 20 Grad minus abwärts. Drinnen nur im Schlafsack wärmer. Er hält bis 5.30 Uhr morgens aus, der Held, der Wiener Kollege Franz S.; da sind die Wölfe abgezogen, ihrer Mägen Knurren lauter als ihrer Kehlen Geheul. Mit halb erfror'nem Riechorgan retiriert der Held ins wärmende Hotel. Dort lauert ein anderes Rudel: Kollegenschaft – und das Organisationsteam von Land Rover, das diese Tour organisiert, "Finland Escape 2012".

foto: stockinger
Letzte Kontrollen noch, dann geht's raus ins Winterwunderland. Da lernt man was fürs Leben auf Eis und Schnee. Und ist optimal vorbereitet auf die nächste Eiszeit.

"Wie war's?" – "Bis auf die Nase: warm. Weil super Schlafsack. Weil super Auto." Oder so. Zum dämmerlicht'gen Aufbruch aber darf er wohl noch schlummern, der Held. Er wird dann in ein paar Minuten kommen, sanft geweckt vom Platzer Dieter, JLR Österreich (Jaguar Land Rover), der besten Pressesprecher einer, er wird ihn verscheuchen, den letzten Wolf aus des Helden Traum.

foto: werk
Bigfoot heißt der Defender mit den großen Latschen – pardon: Pneus. Schaut aus wie ein Dinosaurier, ist vom Dienstalter her auch einer und kommt mit dieser Bereifung durch jede Wüste, egal ob Schnee oder Sand.

Es waren nicht die letzten Bestien der Expedition, die außer dem Helden auch noch des STANDARD Aventüre-Chronisten ins Winterwunderland nördlich Helsinkis verschlug. Denn es war da noch Minna, finnische Ex-Rallyefahrerin, und ihr war nicht ein Wolfsgetüm, sondern ein Jaguar gefügig wie weiland die Geparden Kleopatra. Im Drift zog Minna den blitzblauen XKR-S um den Schnee- und Eis-Rundkurs, wer will und kann, bitte ebenso den Lumipyry, den Schneesturm, entfachen. Er konnte und wollte, er, der Held, und er driftete, eine ganze Runde Schneestaubdrift durchgehalten, die Lichtbildner froren sich die Finger ab bei der Dokumentation.

foto: werk
Stationen einer Anreise: Vom Hauptquartier im Konvoy Abrücken mit der Land- und Range-Rover-Testpalette und dann damit im Tiefschnee stürmen.

Instruktor David Sneath hatte tags zuvor das Programm erörtert, das den Angereisten ermöglichte, Defender mit maximal Gummi (Bigfoot), Discovery 4, Evoque, Range Rover Sport und Range Rover auf Winterwunderlandtüchtigkeit zu prüfen: Nachtfahrt erst – und dann am Tag Ertüchtigungen wie Slalom, Handling, Tiefschneefahrt, und natürlich Minna, Drift und Jaguar, so wird man zugerüstet für die nächste Eiszeit.

foto: werk

Sind wir erst abgereist, Held, Dieter, STANDARD und internationale Kollegenschaft, rücken die wahren Freaks an, etliche haben mit "Land Rover Experience" schon die halbe Welt bereist, hier in Finnland dürfen sie sich bis in den März hinein in Land Rovers Heldenschutzprogramm begeben, das vermutlich jeder Teilnehmer mit dem Fazit beschließen wird: Darum in die Ferne schweifen.

foto: werk
Wer ein Held ist, fährt sogar am Polarkreis offen Jaguar.

Wer allerdings aus dieser Antwort eine Frage formuliert, das "Darum" durch ein "Warum" ersetzt: Ja, auch manch Gutes liegt gar nah. Man kann ähnliche "Trainingsprogramme für winterliche Verhältnisse" (Land Rover Winter Driving) nämlich auch in etlichen Bundesländern Österreichs buchen, bis Ende März, Anmeldung unter landroverexperience@oeamtc.at oder 02752/528 55 24 72. (Andreas Stockinger/DER STANDARD/Automobil/03.02.2012)

Share if you care.