Dividendenvorschlag: 0,38 Euro jeAktie
Wien - Der börsenotierte Salzburger Kranhersteller Palfinger kann auf
ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 zurückblicken. Der Gruppen-Umsatz stieg um
30 Prozent auf ein Rekordniveau von 845,7 (2010: 651,8) Mio. Euro, das operative
Ergebnis (inklusive assoziierter Unternehmen) wuchs um 83 Prozent auf 67,9
(37,1) Mio. Euro. Die Dividende je Aktie soll auf 0,38 (0,22) Euro erhöht
werden.
Analysten hatten im Vorfeld mit ähnlichen Ergebnissen (830,5 Mio. Euro Umsatz
und 67,4 Mio. Euro EBIT) gerechnet. Die EBIT-Marge konnte durch die höhere
Nachfrage und Kapazitätsauslastung von 5,7 auf 8 Prozent gesteigert werden.
Neben der generellen Erholung der Märkte sei diese Steigerung im letzten Jahr
vor allem auf den weiteren Ausbau der eigenen Märkte und des Vertriebsnetzes
zurückzuführen, teilte Palfinger mit.
Für 2012 geht das Management von leichten Umsatzzuwächsen aus, die
hauptsächlich von außerhalb Europas kommen sollten. Zudem wird eine weitere
Erhöhung des Ergebnisbeitrags der Bereiche Hubarbeitsbühnen und Marine erwartet.
China-Aktivitäten
Insbesondere außerhalb Europas will Palfinger die Internationalisierung
weiterverfolgen. Im Fokus stehen zurzeit Asien und Russland, wo mit dem
Wirtschaftswachstum auch das Marktpotenzial für steige. In China, einem weiteren
wichtigen Zukunftsmarkt, arbeite man "zielgerichtet an der strategischen
Weiterentwicklung zur Vertiefung der lokalen Wertschöpfung", heißt es
weiter.
Palfinger-Vorstandschef Herbert Ortner bezeichnete die Chancen, dass es noch im
ersten Halbjahr zu einem Abschluss hinsichtlich des seit Jahren angestrebten
Markteinstieges in China kommen wird, als "sehr hoch". Die Zahl der potenziellen
Joint-Venture-Partner, mit denen man in Verhandlungen stehe, habe man bereits
von drei bis vier auf ein bis zwei "Wunschkandidaten" eingeschränkt.
China sei bereits jetzt der mit Abstand größte Baumaschinenmarkt weltweit.
"China wird definitiv der größte Markt für unserer Produkte", sagte Ortner auf
der Bilanzpressekonfernz am Freitag in Wien. Er spreche dabei von einem
Zeithorizont von fünf bis sechs Jahren. "Ich bin guter Dinge, die Gespräche in
den nächsten Wochen abschließen zu können", meinte Ortner. (APA)