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Wien - Die SPÖ will die Aufregung um den angeblichen "Neue Juden"-Sager von FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache offensichtlich für sich nutzen. Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter lädt "bisherige FPÖ-Wähler" ein, den Freiheitlichen aufgrund des "rechtsradikalen Kurses" und der "mutmaßlichen Korruptionsverwicklungen" Straches den Rücken zu kehren und stattdessen seine Partei zu wählen. "Die SPÖ bittet auch ehemalige SPÖ-Wähler, die in den letzten zwei Jahrzehnten zur FPÖ abgewandert sind, zu ihrer Partei zurückzukehren", so Kräuter.
"Die überwiegende Anzahl der FPÖ-Wähler protestiert mit ihrer Stimme bei Wahlen gegen gesellschaftspolitische Ungerechtigkeiten und Missstände in Politik und Verwaltung. Straches abstoßende Gesinnung mit seiner Verhöhnung der Opfer des Naziterrors wird dagegen mit Sicherheit von allen anständigen FPÖ-Wählern klar abgelehnt", sagte Kräuter. Auch die "mutmaßliche persönliche Verwicklung Straches in Korruption" und die "Kumpanei" mit Uwe Scheuch seien für zahllose Freiheitliche Anlass, die Partei in Zukunft nicht mehr zu wählen.
FPÖ wirft Heuchelei vor
Die FPÖ sieht im Wähler-Abwerbeversuch durch SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter wenig Glaubwürdigkeit. "Diese SPÖ ist das Epizentrum der Heuchelei", meinte Generalsekretär Herbert Kickl in einer Aussendung am Freitag. "Wo war der Aufschrei der SPÖ und eines Herrn Kräuter, als ein gewisser Alfred Gusenbauer (ehemaliger SPÖ-Bundeskanzler, Anm.) im Juni 2004 im Zusammenhang mit einer aufgeheizten Stimmung während einer Nationalratssitzung davon gesprochen hat, dass in ebendiesem Nationalrat 'eine absolute Pogrom-Stimmung' geherrscht habe?", fragt Kickl. (APA)
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... so eine verlogene Partei, man lehnt eine Koalition mit Strache ab, aber mit den Stimmen von Strache konnte die SPÖ das Aus der Studiengebühren beschließen. Für die eigenen Interessen nimmt man die Hilfe der FPÖ gerne an.
Die SPÖ will also den, von ihr jahrelang so titulierten, "Braunen Bodensatz" zurückhaben?
Das einnert an den Kreisky und sein Na zikabinett.
Offenbar graust der SPÖ vor gar nichts.
Oder sind die doch geistig mit dem "Bodensatz" näher verwandt als sie zugeben wollen ;-)
würde ich diese Wähler (diese nämlich will ja die SPÖ zurück) nicht gleich als "braunen Bodensatz" bezeichnen wollen.
Manche Leute haben vielleicht aus wahltaktischen Gründen dort ihr Kreuz gemacht. Man kann nicht das ganze Wahlprogramm einer Partei lieben, nur weil man dort sein Kreuzerl macht, denn dann könnte KEIN Österreicher irgendwo sein Kreuzerl machen, denn (irgend)ein Punkt widerstrebt jedem.
Um vergebung und verstaendnis bitten und weinen, wenn das echt alles ist was die SPOE zu dem thema einfaellt, dann waere es wohl besser abzutreten, die partei neuzugruenden und von vorne wieder anfangen, aber ohne all diese SPOE schlaumeier die sich jetzt immer noch in der sonne ihrer ehemaligen glorreichen zeit versuchen zu waermen und zu profilieren. Der Kreisky rotiert sicherlich im grabe und verhuellt sein weises haupt vor schande !!!
denn dass die SPÖ unter Werner F., Laura R,... nicht wirklich regieren kann, erkennen nun auch die letzten Parteigenossen einer ehemaligen "GroßPartei".
Die OVP-ler sind ja auch schon auf die 20% geschrumpft, ähnliche Werte wird die SPÖ mit G.Käuter und Co auch bald haben - zurecht
Betteln liebe SPÖ hilft da nichts. Das Problem einer starken FPÖ seid ihr nämlich mitunter auch. Freunderlwirtschaft und Inkompetenz sind bedauerlicherweise auch in euren Reihen stark vertreten. Hohle Phrasen dreschen und Opportunismus reichen eben nicht um den Status "wählbar" zu erreichen. Ich kann es keinem Unentschlossenen verdenken, wenn er nicht zur Wahl geht. Die Optionen sind bedauerlicherweise rar gesät. Nichtsdestotrotz ist Nichtwählen auch keine Option. Also liebe SPÖ, wenn ihr Stimmen gewinnen wollt: TUT ETWAS!!!
„Interessante“ Erkenntnis von Herrn Kräuter. Weil der Großteil der FPÖ-Wähler schon seit jeher gegen gesellschaftspolitische Ungerechtigkeiten und Missstände protestiert, hat man wohl einen Herrn Graf auch mit SPÖ-Unterstützung zum 3en NR-Präsidenten gekürt. Statt sich derart schleimig anzubiedern, wäre es höchst an der Zeit endlich eine Politik an den Tag zu legen, die eine derartige *A-Kriecherei* nicht mehr nötig hätte. Ob das allerdings mit dem gegenwärtigen Personal gelingt, ist mehr als zweifelhaft.
Stimmt. Die SPÖ hat (zusammen mit der ÖVP, trotzdem freiwillig) immer genau die FPÖ-Forderungen gesetzlich durchgesetzt. Damit wollte sie FPÖ-Wähler bauchpinseln, hat natürlich eigene Wertvorstellungen durchgesetzt und sich trotzdem theatralisch über die FPÖ, bzw. ihren jeweils aktuellen Aufhänger, entrüstet.
Das wirkt irgendwie unehrlich. Für wahrscheinlicher halte ich es, dass jetzt noch ein paar SPÖ-Wähler zur FPÖ abwandern, aber sicher keine zurück. Dazu müsste die SPÖ zumindest Inhalte anbieten, aber die haben nicht einmal einen schnuffichen Repräsentator.
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