Militante Palästinenser feuerten Kleinraketen ab
Tel Aviv/Gaza - UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon
hatte Israelis und Palästinenser gerade erst zu "Gesten des guten
Willens" aufgerufen, als Antwort gab es wieder nur Raketen und
Bomben: Die israelische Luftwaffe bombardierte in der Nacht auf
Freitag nach eigenen Angaben zwei Waffenlager im Norden des
Gazastreifens, drei Schmugglertunnel unter der Grenze zu Ägypten im
Süden sowie eine Bombenwerkstatt im Zentrum des Gebiets am
Mittelmeer. Im Norden wurden dabei ein Kind und ein Mann verletzt.
Das meldete die palästinensische Nachrichtenagentur Maan.
In den vorangegangenen Tagen hatten militante Palästinenser
mehrere Kleinraketen Richtung Israel abfeuert, die vorerst letzte am
frühen Freitagmorgen. Dabei wurde niemand verletzt. Aber für die
Bevölkerung im grenznahen Gebiet stellen die Raketenangriffe eine
große psychologische Belastung dar. Im vergangenen Jahr seien mehr
als 620 Raketen vom Gazastreifen aus auf Israel abgeschossen worden,
teilte das Militär mit. Bei der israelischen Gaza-Großoffensive mit
der Bezeichnung "Gegossenes Blei" waren im Dezember 2008 und Jänner
2009 mehr als 1400 Palästinenser getötet und über 5000 verletzt
worden waren.
Ban hatte am Vortag Israel zur Beendigung des Siedlungsbaus auf
besetztem Gebiet aufgefordert und Israelis und Palästinenser erneut
zu einer friedlichen Annäherung aufgerufen. Zugleich forderte er ein
Ende der Raketenangriffe palästinensischer Extremisten auf Israel.
Die Israelis sollten sich "konstruktiv an einem Friedensprozess mit
den Palästinensern beteiligen", sagte der Generalsekretär. (APA)