Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Linz - Der morgige Weltkrebstag steht international im Zeichen der Vorsorge. In diesem Zusammenhang sollte jedoch nicht nur an die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen beim Haus- oder Facharzt gedacht werden, sondern auch an die aufmerksame Wahrnehmung von Veränderungen am eigenen Körper.
Bei bis zu 70 Prozent aller Krebspatienten macht sich die Tumorerkrankung bereits Monate vor der Diagnosestellung durch einen - zum Teil sehr deutlichen - Gewichtsverlust bemerkbar. Magen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, aber auch der Lungenkrebs, sind typische Beispiele für Tumorerkrankungen, bei denen Betroffene mehrere Kilogramm Körpergewicht verlieren. Bei circa einem Drittel der Patienten beträgt der Verlust sogar mehr als 10 Prozent ihres ursprünglichen Gewichts, noch bevor die Erkrankung überhaupt diagnostiziert wird.
Scheinbar grundloser Gewichtsverlust
Brust-, Prostata- oder Dickdarmkrebs bedingen, dass jeder fünfte Patient innerhalb weniger Monate im Schnitt 5 Kilogramm ungewollt abnimmt. Dem unerwarteten Gewichtsverlust wird nach wie vor häufig keine besondere Beachtung geschenkt, ganz im Gegenteil: ein paar Kilogramm weniger auf der Waage sind anfänglich für viele Menschen eher Anlass zur Freude als zur Besorgnis. Eine genaue Unterscheidung, ob der Gewichtsverlust bewusst, beispielsweise durch eine Diät herbeigeführt wurde, ob psychisch belastende Situationen wie eine Trennung beziehungsweise der Tod eines Angehörigen den Appetit hemmen oder ob jemand ohne erkennbaren Grund Gewicht verliert, ist hier besonders wichtig", sagt Wolfgang Sieber, Intensivmediziner und Leiter des Ernährungsteams am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz, und ergänzt: "Nur die unbeabsichtigte Gewichtsabnahme über einen Zeitraum von mehreren Monaten kann ein Warnzeichen für eine bösartige Erkrankung sein."
In diesem Fall ist es ratsam, rasch den Hausarzt aufzusuchen. Während der Körper im Zuge einer Diät Fettgewebe abbaut, kommt es bei der krebsbedingten Abnahme vor allem zum Verlust von Muskelgewebe. "Dies erklärt, warum sich Betroffene trotz Gewichtsabnahme nicht gesünder und vitaler, sondern eher schwächer und zum Teil müde fühlen", betont Sieber. Der "Substanzverlust" kostet dem Körper Kraft, sodass Patienten schlechter auf Therapien ansprechen, anfälliger für Nebenwirkungen von Chemo- oder Strahlentherapie werden und sich die Heilungschancen insgesamt verringern. "Die gute Nachricht ist, dass für diese Patienten mit einer gezielten Ernährungstherapie viel getan werden kann", sagt Sieber.
Studien belegen, dass spezielle medizinische Kostformen nicht nur eine weitere, tumorbedingte Gewichtsabnahme verhindern, sondern dass Patienten auch besser auf Therapien ansprechen sowie weniger Nebenwirkungen zeigen, die Lebenserwartung steigt und die Lebensqualität deutlich zunimmt. Außerdem verringert sich die Anfälligkeit für Begleiterkrankungen, insbesondere Infektionen.
Im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz werden die Patienten mittlerweile auf fast allen Bettenstationen am Aufnahmetag auf eine mögliche Mangelernährung untersucht und wöchentliche Verlaufskontrollen durchgeführt. Falls erforderlich, wird eine spezielle Ernährungstherapie eingeleitet, zusätzlich erfolgt einmal wöchentlich gezielt eine Ernährungsvisite, um den Patienten individuell in Ernährungsfragen zu beraten und zu behandeln. "Seit wir dieses systematische 'Ernährungs-Screening' durchführen, beobachten wir eine deutliche Zunahme der Sensibilität aller Mitarbeiter das Thema Mangelernährung betreffend, wovon natürlich in erster Linie unsere Patienten profitieren", erklärt der Ernährungsexperte. Das Heimtückische an der Mangelernährung ist, dass sie von außen oft nicht erkennbar ist, denn auch übergewichtige Menschen können mangelernährt und somit vom Abbau der Muskelmasse betroffen sein. Daher wird die Mangelernährung auch in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen nach wie vor häufig übersehen. (red)
Eine Umfrage der Initiative "Leben mit Krebs" zeigt hohe Patientenzufriedenheit - Scharfe Kritik üben führende Krebsspezialisten an Prävention und Forschungsförderung
Wird die Hirnmetastase mit einem Sicherheitsabstand von fünf Millimetern zum benachbarten Gewebe entfernt, kann womöglich sogar auf die anschließende Ganzhirnbestrahlung verzichtet werden
Forscher prognostizieren, dass in Europa ab 2015 mehr Frauen an Lungenkrebs sterben werden als durch Mammakarzinome
In der Steiermark soll Krebsforschung und -therapie im neu geschaffenen "Comprehensive Cancer Center" (CCC) zukünftig besser koordiniert werden
Deutsche Forscher entschlüsseln Protein-Ausstattung eines wichtigen Immunzell-Typs und hoffen damit die Grundlagen für personalisierte Therapien verbessern zu können
Günstiger Verlauf korreliert mit spezifischen Markierungen im Erbgut
In einem Pilotprojekt erkannten die Vierbeiner 70 Prozent der Tumorpatienten an ihrer Atemluft. Nun soll eine breit angelegte Studie folgen
Mit dem Fluoreszenzmarker 5-ALA kann die korrekte Entnahmestelle der Tumorbiopsie und damit die exakte Diagnose sofort im Operationssaal bestätigt werden
Der Wiener Mediziner Christian Kratzik operierte honorarfrei im russischen Sewerodwinsk, um den dortigen Urologen mit seiner Expertise zur Seite zu stehen
Forscher aus Jena haben ein Verfahren entwickelt, das die Suche nach Krebsherden anhand von Metastasen deutlich verbessern kann
Mit dem SIRT-Verfahren zur Behandlung von fortgeschrittenem Leberkrebs soll der Tumor gezielt gestoppt werden
Die Mortalitätsrate ist hoch, Diagnose und Behandlung sind eine Herausforderung
Viele Krebserkrankungen werden durch Infektionen mit Hepatitis B und C, HPV oder Heliobacter pylori verursacht und wären vermeidbar
Ein Porenprotein der Zellkernhülle schützt wichtige Botenmoleküle der Krebsabwehr vor dem Abbau und verhindert unkontrollierte Zellteilungen. Dies fanden Wissenschafter in Heidelberg und New York heraus
Seit Jänner ist Miriam Strauss Präsidentin von Europa Donna Österreich, der Plattform gegen Brustkrebs - Im Interview spricht sie über die Erfahrungen nach ihrer Krebsdiagnose 2010
Die weltweit größte Krebs-Erbgut-Studie hat mehr als 80 DNA-Veränderungen entdeckt, die Aufschluss auf das individuelle Krebsrisiko geben
Ehepartner von Krebspatienten haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Forschungsprojekt zu Myelodysplastischen Syndrom (MDS) an der Universitätsmedizin Göttingen über zwei Jahre
Starben vor 40 Jahren noch 70 Prozent aller Brustkrebspatientinnen, sind es heute nur mehr 20 Prozent - Ohne Studien für neue Medikamente wäre das nicht möglich
Genveränderungen bei Krankheitmit hoher Todesrate entdeckt
Wissenschafter fordern Ärzte auf, bei Entscheidungen über Behandlung und Nachbetreuung die Brustdichte zu berücksichtigen
Urologen bemühen sich immer mehr, Überdiagnosen und Übertherapien zu vermeiden
Immer mehr Frauen erkranken an Brustkrebs - 15 Prozent aller Todesfälle zwischen dem 35. und 64. Lebensjahr sind auf Übergewicht und Alkohol zurückzuführen
Die Behandlung mit Alpha-Strahlern soll die Lebensqualität und -erwartung der Patienten verbessern
Zwei große Kongresse im "Anmarsch" - Ende März und Ende September 2012 - Zielinski: Globalisierung der Onkologie erfolgreich
allerdings wenn es zu einer Gewichtszunahme wegen der Tumorgröße kommt, dann ist dieser schon in einem sehr spätem Stadium.
Eine ehemalige Bekannte hatte über 10 Kilo in 2 Wochen zugenommen, eine weitere Woche später war sie tot - Krebs.
ich bin vielleicht kein maßstab, aber ich würde mich doch wundern, wenn ich sagen wir über eine woche nur einen einzigen kilo verliere und ich nachdenke, dass ich nicht weniger oder anders gegessen habe,
denn jeder weiß doch wie schwer es ist einen kilo abzunehmen, und daher sollten da doch gleich die alarmglocken läuten
sehr viele Kilos (durch Disziplin beim Essen) abgenommen - sprich mehr als 15kg.
aber ich meine auch, daß der Artikel mehr Ängste schürt als bringt.
Man weiß ja wie ausgemergelt Krebspatienten sind (von Ausnahmen abgesehen)
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.