Internetberater Guttenberg getortet

3. Februar 2012, 08:37
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Ex-Minister nahm es locker

Seit fast zwei Monaten ist Karl-Theodor zu Guttenberg nun Berater von EU-Kommissarin Neelie Kroes in Sachen Internetfreiheit, nun traf er sich in einem Berliner Café mit einem seiner größten Kritiker, dem Berliner Piraten Stephan Urbach. Der trank mit Guttenberg zwei Kaffee und zwei Bier, wie er bloggt, ließ sich von Guttenberg erklären, was seine genaue Position als Berater von Neelie Kroes sei. Guttenberg erklärte seine "Expertise in der Möglichkeit der Vernetzung". Er kenne sehr viele Menschen in verschiedenen Positionen nationaler und internationaler Organisationen. Zudem sei er lernwillig und wolle sich gern Meinungen von Aktivisten anhören, damit er von ihnen lernen könne.

So weit, so konstruktiv. Was dann kam, mit dem hatte keiner gerechnet: Der deutsche Ex-Minister wurde getortet. In einem Schreiben haben sich die "Digitalen Konditoren in der Hedonistischen Internationale" dazu bekannt, die Aktion habe in "einer einzigartigen Kooperation mit Anonymous" stattgefunden. Hier ein Auszug des Schreibens:

"Es ist kein Jahr vergangen, seitdem der Lügenbaron nach seiner Copy-und-Paste-Affäre über den Ozean geflüchtet ist, da versucht er schon wieder, sich in der politischen Landschaft zu etablieren. Der bis heute uneinsichtige Betrüger denkt wahrscheinlich wirklich, dass er damit durchkommt und seine von Springer bereits ausgerufene Kanzlerschaft wahr machen kann. Doch da hat er die Rechnung ohne den Konditor gemacht."

Guttenberg hat es locker genommen, wie bei Urbach zu lesen ist. (red, derStandard.at, 3.2.2012)

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