Verhandlung um Assange beendet - Urteil in einigen Wochen erwartet

3. Februar 2012, 08:11
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War zuvor bereits in zwei Instanzen mit dem Versuch gescheitert, seine Auslieferung zu verhindern

Die Berufungsverhandlung vor dem höchsten britischen Gericht um eine Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange ist am Donnerstag zu Ende gegangen. Mit der Verkündung des Urteils wird erst in mehreren Wochen gerechnet. Die sieben Richter des Supreme Courts zogen sich zurück; ein Zeitpunkt für eine Bekanntgabe des Urteils wurde nicht genannt.

Vorgeschichte

Der 40 Jahre alte Internetaktivist Assange war zuvor bereits in zwei Instanzen mit dem Versuch gescheitert, seine Auslieferung nach Schweden zu verhindern. Dort soll er wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs verhört werden.

In der zweitägigen Verhandlung vor dem höchsten Gericht ging es vor allem um rechtliche Fragen nach der Gültigkeit eines EU-weiten Haftbefehls, den die schwedischen Behörden ausgeschrieben hatten. Assange wird vorgeworfen, im August in Schweden eine Frau vergewaltigt und eine andere sexuell belästigt zu haben. Er weist die Anschuldigungen zurück.

Instanzen

Sollte der Supreme Court den Antrag von Assange abweisen, bleibt ihm nur noch der Gang zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Auf Assanges Internetplattform Wikileaks waren unter anderem Tausende vertrauliche Informationen der US-Behörden und -Geheimdienste erschienen. (APA)

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    Wikileaks-Gründer Julian Assange vor der Anhörung beim Supreme Court.

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