Vassilakou will Mariahilfer Straße komplett verkehrsberuhigen

3. Februar 2012, 07:38
  • Eines der Modelle, die im vergangenen Herbst präsentiert wurden.
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    grafik: google maps/der standard

    Eines der Modelle, die im vergangenen Herbst präsentiert wurden.

Fußgängerzone mit Ausnahmen geplant - Nicht sinnvoll, die Straße nur auf einem oder mehreren Abschnitten zu sperren

Wien - Wenn die Wiener Mariahilfer Straße verkehrsberuhigt wird, dann auf der gesamten Länge. Planungs- und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) hält nichts von der Überlegung, nur einen Teilabschnitt probeweise umzugestalten. Das würde den Verkehr nur auf den anderen Teil verlagern, zeigte sie sich am Donnerstagabend im Gespräch mit Journalisten überzeugt. "Die Idee war aber gut gemeint", gestand sie ein. Der Vorschlag war vom Koalitionspartner SPÖ gekommen.

Es bringe aber nichts, so versicherte sie, nur einen oder mehrere Abschnitte zu sperren. Das würde jedenfalls bedeuten, dass auf dem Rest der Mariahilfer Straße dann mehr Autos unterwegs sein würden. Unklar sei dann weiterhin, wie etwa die Auswirkungen einer Gesamtsperre - etwa auf die angrenzenden Bezirke - aussehen würden. Wobei Sperre relativ ist: Querverkehr, Öffis und Radler könnten auf der Einkaufsmeile weiterhin erlaubt bleiben.

Kein Klassiker

Denn die Straße wird wohl keine klassische Fußgängerzone, sondern eine, auf der bestimmte Ausnahmen gelten. Auch die Einrichtung eines "Shared Space" kann sich Vassilakou nicht vorstellen. Denn der Durchzugsverkehr soll, wenn möglich, verbannt werden. Eine von der Stadt in Auftrag gegebene Passanten-Umfrage unterstützt die Pläne: Die Mehrheit der Befragten beklagte laut Vassilakou, dass es, vor allem an starken Tagen, zu wenig Platz für Fußgänger gebe.

Die Detailplanung für die Beruhigung der wichtigsten Einkaufsstraße des Landes ist inzwischen angelaufen. Die Stadt spricht dabei unter anderem mit Vertretern der betroffenen Bezirke Mariahilf und Neubau sowie mit der Wirtschaftskammer. Zudem werden Studien sowie die Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsprozesses herangezogen. Der Zeitpunkt der Umgestaltung der Straße ist noch offen.

Fahrradfreundliche Straße

Das gilt auch für die "Inbetriebnahme" der ersten fahrradfreundlichen Straße. Sehr wahrscheinlich ist jedoch, dass die Hasnerstraße in Ottakring die Premiere durchführen darf, wie Vassilakou berichtete. In der Straße haben dann Radfahrer Vorrang, wobei sie theoretisch auch mit dem Auto befahren werden darf. "Die Räder geben aber das Tempo an", betonte die Ressortchefin.

Ursprünglich hätte Wien statt einer fahrradfreundlichen Straße gerne "echte" Radstraßen geschaffen - auf denen der Durchzugsverkehr verbannt und das Nebeneinanderfahren möglich gewesen wäre. Dazu hätte jedoch der Bund die Straßenverkehrsordnung ändern müssen, was - zumindest vorerst - am Widerstand der ÖVP gescheitert ist. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 1322
Mariahilferstr Befragung kommt =Gute Nachricht

An die Verantwortlichen wurde von mir seit 2011 Kritik geübt,ohne Antwort bis vor kurzem. Es wurde jetzt aber mit vereinten Kräften eine verpflichtende Befragung erwirkt. Die kommt bald, wenn Sie Interesse daran haben nehmen sie am Tweet teil. Twitterkonto mit Namen und Email und Passwort eröffnen oder per Google https://twitter.com/MariahilfstrNeu eingeben und sofort ohne Login mitlesen,was ein Vorteil von Twitter ist. Dieses Medium ist frei zugänglich.

Fahrradverhalten in Wien

Ich wiederhole meinen Aufruf
zur Einhaltung der StvO! ALLE Straßenteilnehmer haben diese solang einzuhalten, solange es keine anderen Bestimmungen gibt. Augenzwinkern gilt bei Radfahrern ebensowenig wie bei Autofahrern! ROT ist ROT for ALLE! Fahren am Gehsteig verboten, für ALLE!
und von der Polizei nebenbei tolerierte Situatiuonen wie in meinem Video

http://www.youtube.com/watch?v=sLYQOnMdkSo

Shared Space Werbung

oder was?

Hab ich das eigentlich richtig gehört, daß Vassilakou selbst einen 7er BMW fährt?
Weiß das jemand?

ist richtig...

aber was haben´s glaubt...? Dass di Vaku immer schön brav mit´n Radl fährt? Lächerlich... und unter 7er Bayern tut si halt nix...

LG

Wayne...

Hauptsache, dass in der Mahü bald keine mehr fahren.

Lieber herr häupel! In zeiten in denen allen geld durch neue steuern weggenommen wird, fordere ich sie auf dieses projekt auf der stelle zu stoppen und das geld zu sparen oder sinnvoll zur unterstützung von sozial bedürftigen zu verwenden.

wer sind denn sie, sowas vom herrn bürgermeister zu verlangen?

der erzherzog von erdbeerland? oder gar der herr direktor von der baumschule aus dem böhmerwald?

ja, wo sind denn die Autofahrer?

wo sind sie denn die Autofahrer bei Schneemassen auf und neben der Fahrbahn?
ich kann euch das sagen!
wie immer unverbesserlich kollektiv beim zeitfressenden Kollektivstau!
und dafür kann dann die große Mehrheit schlechte Luft einatmen, Lärm ertragen, alles sinnlose Schikanen für die ÖffifahrerInnen!, die schon wieder zu spät in die Arbeit kommen, weil ein Autofahrer nicht parken kann!
Leute : Öffi ist für 1 Euro am Tag 365 Tage das wahre ökologische Verkehrsmittel,
Autos sind teuer, laut, unökologisch, gefährlich und alle AutofahrerInnen sind obendrein Egoisten, dank ihrer unsportlichen Bequemlichkeit dauernd beim Arzt oder im Krankenstand!
50% finanzieren sich ihren Egoismus "Auto" über die Pendlerpauschale!!! (daher mit Steuergeldern!)

Ja Ja " die Luft verpesten"
Eure liebgewordenen ÖKO Klischees sind schon sehr
haltbar.Und so gut eingeführt. Ein richtiger medialer Selbstläufer.
faszinierend !
Außerdem:Besser mit Heizung im Kollektivstau
Als auf nem Drahtesel eingefroren !

das ist kein Klischee, Wien hat erschreckend hohe Feinstaubwerte, die wissenschaftlich erhoben werden, auch wenn ihnen das nicht passt, es ist so!

Ja Ja der Feinstaub .Jetzt haben die Deutschen den Salat mit Ihren Umweltzonen.
Hat außer Ärger nachweislich null gebracht.
War aber schon vorher abzusehen gewesen.
Wußtet Ihr daß ein Räucherstäbchen in einem mittelgroßen Zimmer das X-Fache des Feinstaubes der stärksten Münchner Kreuzung zur Stoßzeit bringt ?
Also: Feinstaub ist auch so eine ÖKO Erfindung

Waas... feinstaubewerte steigen wieder??

Was tun wir mit allen jenen die nur aus egoismus und bequemlichkeit ihre wohnungen unnötigerweise heizen? Alles sofort verbieten!

An autos kann es nicht liegen, da wie sie selbst behaupten: "Autos sind in der Stadt eh öfter Stehzeuge und keine Fahrzeuge!"

grüne Lösungen statt unintelligenter Polemik! Bitte hier:

es liegt am MIV und am Heizen, wenn ich eines von beiden vermeiden kann, dann sicherlich den MIV, da die meisten Fahrten in Wien nur aus Bequemlichkeit erfolgen, Wien ist mit Öffis gut erschlossen! Mehrheit der Fahrten mit dem Auto sind unter 5 km Distanz und leicht alternativ zu bewältigen.

in anderen Städten wird ja auch das Fahren mit Autos verboten und nicht das Heizen, wenn der Feinstaubpegel rauf geht, Wien wird es nicht anders machen, weil es anders kurzfristig nicht geht!

Politisch gesehen bin ich dafür den Heizkostenzuschuss zu streichen und stattdessen Pelletsöfen an Haushälte auszugeben, die immer noch mit Holzu. Kohle heizen müssen, da sie sich ein anders Heizsystem nicht leisten können.

"in anderen Städten wird ja auch das Fahren mit Autos verboten..."??

in welchen städten denn, hm....? in keinen.
eine übliche realitätsverzerrung der grünen talibanen.
ich glaube, hier geht es weniger um klassenkampf, eher um symptome.

in Rom wird bei Feinstaubüberschreitung die letzte Ziffer des Kennzeichens zur Fahrerlaubnis, wenn die Feinstaubgrenze überschritten wird, an einem Tag fahren dann nur die Gearden am anderen die Ungeraden Endziffern, diese Regel verhängt ein sehr sehr konservativer Bürgermeister!

haben sie das selbst erlebt in rom oder darüber in der grünen propaganda gelesen?

gibts einen link zu dieser info...?

im artikel werden smog-werte genannt, kein feistaub. smog ist nicht feistaub. es steht auch nicht ob diese massnahme zur irgendeiner veränderung dieser werte beigetragen hat.
anscheinend nur eine alibi-aktion.

Nona ist Smog (zu einem großen Teil) Feinstaub, was denn sonst? Kennt man aus chinesischen Großstädten, wo trotz Sonnenschein die Sonne am Himmel nicht sichtbar ist.

Wien hat aus geographischen Gründen eher weniger Smog-Probleme. Der meist wehende Wind weht bei uns viel Dreck weg.

ihren kollegen neindanke haben aber die "erschreckend hohe Feinstaubwerte" aus der fassung gebracht.
entweder er oder sie sind nicht gut informiert (hoffentlich, wie immer, er)

Fahrverbote helfen schon etwas, aber nur wenn sie flächendeckend sind

Die Umweltzonen in den Innenstädten, wie man sie in Deutschland eingeführt hat, sind eher eine Augenauswischerei.

Bei den Olympischen Sommerspielen in Peking mussten jedenfalls rigorose Fahrverbote erlassen werden, damit die Luft sauber genug ist. Die Gesundheit der Normalbevölkerung ist der chinesischen Regierung nicht so wichtig, da werden Feinstaubmessungen beschönigt oder verschwiegen.

Was ja nicht falsch ist, da wie gesagt Smog automatisch auch zu hohen Feinstaubwerten führt.

In der Pekinger Smogluft nimmt jeder Einwohner täglich durchschnittlich so viel Feinstaub auf, als würde er 20 Zigaretten rauchen.

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