Bescheid

Komplette Liste der verbotenen ORF-Seiten auf Facebook

2. Februar 2012, 23:59
  • KommAustria-Bescheid zu ORF und sozialen Netzwerken.

Bescheid der Medienbehörde schließt aus Gesetz: "Eigene Auftritte des ORF im Rahmen sozialer Netzwerke kommen überhaupt nicht in Betracht"

DER STANDARD hat den Bescheid der Medienbehörde über die Facebook-Präsenz des ORF - und damit eine komplette Liste aller 39 als rechtswidrig untersagten Seiten. Geprüft hat die Behörde insgesamt 62 Seiten, ein Teil schied aus, weil sie etwa federführend von Fans initiiert und betrieben werden. Blieben 39, deren Inhalte maßgeblich vom ORF bestimmt werden, darunter fallen laut Bescheid auch Auftragsproduktionen. Die Übersicht der verbotenen Facebook-Seiten:

  • Was Gibt es Neues?
  • Universum
  • Ö3-Zeitreise
  • direkt - das magazin
  • Willkommen Österreich
  • Schlawiner
  • ORF Radio Wien
  • ORF Wien heute
  • Ö3 Soundcheck
  • ORF Serien
  • ORF Lange Nacht der Museen
  • ORF Die Große Chance
  • HELDEN VON MORGEN
  • Wir sind Kaiser - Ein Fest für Österreich
  • Österreich singt - ORF
  • ORF RadioKulturhaus
  • ORF Shop
  • Nadine Beiler Goes Eurovision
  • Die ARGE Talk-Show ORF Eins
  • 147 - Rat auf Draht
  • ORF contra I der talk
  • Zeit im Bild
  • Heute in Österreich
  • Weltjournal
  • kultur.montag
  • ORF REPORT
  • konkret - das Servicemagazin
  • ORF Jahreszeit
  • ORF newton
  • dokfilm
  • CLUB 2
  • ORF BÜRGERFORUM
  • Schnell ermittelt
  • Die Lottosieger
  • Radio Vorarlberg - Da bin ich daheim
  • ORF Religionsmagazin ORIENTIERUNG
  • Radio Niederösterreich
  • Hitradio Ö3

Gerade Ö3 wurde ursprünglich von einem Fan eingerichtet, räumt die Medienbehörde ein. Aber sie schreibt im Bescheid: "Wie der ORF selbst in seiner Stellungnahme ausführt, wurden Ö3-Mitarbeitern mittlerweile Administratorenrechte eingeräumt. Ö3 selbst bietet unter 'Ö3 Live' Online-Radio an, unter 'Fotos', 'Videos' und 'YouTube' wird umfangreiches Eigenmaterial, unter 'Veranstaltungen' werden zahlreiche Off-air-Veranstaltungen angeboten. Das Angebot ist daher in diesem Umfang dem ORF zuzurechnen."

"Hinsichtlich des übrigen Angebots ist die Mitwirkung der ORF-Administratoren an der Bereitstellung dem ORF zuzurechnen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass diejenigen Online-Angebote auf Facebook, die von einem für den ORF handelnden Mitarbeiter oder Mitarbeiter eines Auftragsproduzenten für eine vom ORF beauftragte Produktion bereitgestellt werden, dem ORF zuzurechnen sind. Dies gilt ebenso für Angebote, wo ORF-Administratoren nur Teile der Seite (und zwar in diesem Ausmaß) bereitstellen."

Weil das ORF-Gesetz Verlinkungen mit sozialen Netzwerken ausdrücklich nur ausnahmsweise für aktuelle Berichterstattung erlaubt, schließt die Behörde: "Schon diese sehr beschränkte Ausnahme weist darauf hin, dass weitergehendere Interaktionen mit sozialen Netzwerken untersagt sind und dass eigene Auftritte des ORF im Rahmen sozialer Netzwerke überhaupt nicht in Betracht kommen." (fid)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 44
1 2
Gummibam aus Surinam
01
147 - Rat auf Draht auch?

Gehirnamputierte am Werk gewesen? Gerade Hilfesuchenden sollte grundsätzlich jede Möglichkeit zu kommunizieren angeboten werden!

Melanie Kürbis
12
16.4.2012, 18:40
...Raus aus Facebook. Und zwar rasch...

phobetor
01

ich weiß ja nicht aber ich würd das als werbung sehen und nicht als zusätzliches angebot.
darf der orf keine werbung machen?

Dimple
00
Leider schon

ich würde dem ORF zwei Möglichkeiten geben:

1. Verzicht auf Rundfunkgebühren
2. Verzicht auf Werbe-Einnahmen

lg
Dimple, entweder öff.rechtl. oder privat - weg mit der Mischform

Michael Neulinger
00
Meinungsfreiheit 2.0

Auch wenn der ORF gegen § 4f ORF-G Bereitstellung weiterer Online-Angebote verstößt, sollte man niemals das Grundrecht der freien Meinungsäußerung außer Acht lassen!

smid
00
Das ist absurd

da sind einge der interessantesten Sendungen dabei. Viele Leute sehen sich heute auch TV Sendungen im Internet an, junge Menschen wollen Interaktion. Und warum überlegen Zeitungen einerseits, Ihre Websites nur mehr kostenpflichtig anzubieten, drängen aber selbst ins Facebook???
ORF im Facebook könnte noch eine Möglichkeite sein, auch Menschen, die sonst bestenfalls Gratisblätter oder Kronenzeitungniveau bieten an qualitativ hochwertigere Inhalte heranzuführen...Ja, die postings mögen Bla, bla sein, aber der Weg ist das Ziel...

K.
00
wenn sich da die Zeitungverleger durchsetzen

dann sind meine Zeitungsabos auch weg (auch die der Printausgaben!)

sonic
03

Da hat die Verlegermafia wieder mal zugeschlagen.
Bei allen Kritikpunkten am ORF: So eine Radiostation wie FM4 hat noch kein privater Sender zustande gebracht, das mir eher unsympathische Ö3 ist noch immer um Klassen besser als jedes Krone-Shitradio, und ORF-Fernsehen läuft bei mir um ein vielfaches häufiger als ATV oder Puls4. Weil es gerade bei Information und Dokumentationen einfach besser ist. (auch wenn ATV in einigen Bereichen stark aufgeholt hat)

Fast Anonym
01
Ich nenne das "Zensur"!

Zensur (dt. Informationskontrolle; lat. censura) ist ein restriktives Verfahren, um durch Massenmedien oder im persönlichen Informationsverkehr (etwa per Briefpost) vermittelte Inhalte zu kontrollieren, unerwünschte beziehungsweise Gesetzen zuwiderlaufende Inhalte zu unterdrücken und auf diese Weise dafür zu sorgen, dass nur erwünschte Inhalte veröffentlicht oder ausgetauscht werden. (...) Vor allem Nachrichten, künstlerische Äußerungen und Meinungsäußerungen sind Gegenstände der Zensur. Sie dient dem Ziel, das Geistesleben (...) zu kontrollieren. Diese Kontrolle wird mit der Notwendigkeit begründet, zur Eigendefensive unfähige oder unwillige Gesellschaftsgruppen vor der schädlichen Wirkung solcher Inhalte zu schützen. - Quelle Wikipedia

ratio77
01
Zensur ist es nicht.

Der ORF finanziert sich durch Rundfunkgebühren und daher wurden aus Gründen des Wettbewerbs Grenzen gesetzt, an die sich der ORF zu halten hat.

Auch wenn die Kosten gering sind, so wird dennoch zumindest für die Wartung und Aktualisierung Zeit der Mitarbeiter verwendet, die auch für andere Tätigkeiten, zu die der ORF verpflichtet ist (Programmauftrag), genutzt werden könnte.

Fast Anonym
01

Es ist grob benachteiligend, trotz der Gebühren, bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich halte selbst wenig von der GIS... Es kann nicht sein, dass in Österreich der öffentlich rechtliche Rundfunk keine social media Netzwerke nutzen darf, obwohl dies in anderen EU-Ländern kein benachteiligendes Problem darzustellen scheint. Siehe facebook Seiten zu: ZDF (auch in Deutschland werden Gebühren verlangt), BBC, SVT,... es ist einfach heutzutage üblich seine Hauptzielgruppe auch zusätzlich über social-media tools zu bedienen und ich bin der Meinung, dass jeder, der dies für sich nicht will sich dessen auch entziehen kann!

ratio77
00
Österreich ist anders

zb in Deutschland sind Mehrwertnummern (Votings, hier wird mE insb das letzte Geld von Jungedlichen herausgezogen) verboten und die Werbezeiten noch beschränkter (siehe zb Sportübertragungen in Pausen ZDF=Interviews ORF=Werbung).

Man muss sich die Frage stellen: Ist alles ERLAUBT, was nicht VERBOTEN ist - ODER UMGEKEHRT?

Dem ORF wird im ORF-G mE alles vorgeschrieben, was er machen darf, zb der ORF ist berechtigt, sofern es finanziell leistbar ist, einen Kulturspartensender zu betreiben, ...

Und was nicht drinnen steht, darf er halt nicht.

Wenn es diese Grenzen nicht gäbe, hätten wir schon mehrere Spartenfernsehsender eine Internetplattform, die keine wünsche offen lassen würde, natürlich wären die Gebühren entsprechend höher.

reservebuddha
01
Die Gebühren wären nicht in jedem Fall höher

Grade die hervorragende Online-Plattform wurde und wird vom VÖZ ja grade deshalb so bekämpft, weil sie aufgrund von Werbeeinnahmen schwarze Zahlen schreiben und so den ORF entlasten konnte. Die Konkurrenz wollte sich den Online-Werbemarkt sichern, genau darum gings ja bei dem Gesetz.

Ich bitte bei der gesamten Gebühren-Debatte auch zu beachten, dass sich die deutschen öffentlich-rechtlichen Medien bei mehr als zehn Mal so vielen zahlenden Kunden entsprechend leichter tun, auf Werbung zu verzichten.

desteufelsbeitrag
02

Das Mediengesetzt sagt also, dass das, was eh nix kostet außer Zeit und Nerven, welche man sogar in der Freizeit zu opfern bereit ist, und was Interaktion mit dem Zuseher abseits der Beschwerdenhotline ermöglicht, verboten gehört, während die Geldverschwendung für Schrottformate und Schrottlizenzen unter dem Deckmantel des "Bildungsauftrags" im Sinne der Allgemeinheit ist?

verminatio
40
Toll so!

Warum sind diese 39 Seiten noch online? Hat der ORF eine Galgenfrist bekommen?

notanaddict
00

Der Wrabetz hat Berufung eingelegt und das hat aufschiebende Wirkung, hab ich gestern irgendwo gelesen.

RolandGiersig
10
Ganz einfache Lösung:

Wenn der ORF auf jegliche Werbung in seinem Online-Angebot verzichtet, dann hat er keine Kooperation mehr mit Facebook, denn dann hat er keinen Nutzen von den Facebook-Seiten.
Nachdem die Werbung auf orf.at sowieso eher spärlich ist (weil sie strengen Auflagen unterliegt), wäre das möglicherweise gar kein so großer Einschnitt...

Jessas Na
03

Das kommt davon, wenn die ORF Granden im Kuhhandel mit ein paar Medienmachern bei der zukünftigen Positionierung des Senders vorallem ihre eigene Jobabsicherung voranstellen. "Internet? Da hackelt keiner von uns, is uns wurscht"

ichbinsofrei.net
19
sowieso absurd

aber das zu verbieten:

147 - Rat auf Draht

ist die größte frechheit!

L.eric-fotoart.com
17
IRRE !!!

man versperrt den weg in die zukunft, sperrt den weg der kommunikation mit den kunden.
welche veralteten irren sitzen denn in diesen gremien??
wen kann m an nun mal zur verantwortung ziehen ???
bananenrepublik, ja, dort wird österreich durch solche "behörden" hin geführt !!
und der steuerzahler ist auch noch dazu für deren gehälter zuständig!!
klasse zukunftsaussichten.
ach ja, rettet dafür banken!! und unternehmen, die armen investoren dürfen kein geld verliren, das bezahlen die kleinen von ihren hungerlöhnen freudig und gerne !!

Bortolino
07
Hier muss der Gesetzgeber Einhalt gebieten

Durch eine Reform des ORF Gesetzes. Es kann ja nicht ernst sein, daß die Republik ihr eigenes öffentlich-rechtliches Medienunternehmen für das wir alle Gebühren zahlen per Gesetz in der Mediensteinzeit festnagelt.

Da kann man nur zustimmen. Das ist IRRSINN.

Andreas Prucha
02

Manchmal hab ich den Eindruck, dass ist das Ziel, das die ÖVP verfolgt: Man sorgt dafür, dass der ORF möglichst unattraktiv daherkommt und verscherbelt dann einen Kanal an irgendwelche Freunderl, mit der Begründung private könnten es besser und ausserdem wäre es gut fürs Budget.

smuecke
03

Dem Gesetzgeber sind die privaten Verlagshäuser wichtiger ( von denen gehen solche Initiativen aus). Hier soll einzig und allein den privaten Verlagshäusern ein Vorteil verschafft werden. Welche Vorteile das den verantwortlichen Politikern beschert, weiß ich leider nicht ;-).

m1000
00

Arbeiten in Politik und Verwaltung überhaupt noch Menschen oder nur mehr blödmaschinen (c pandi)?

Pretty Gumbo McGee
00
So kann man den ORF auch kaputtmachen.

Bravo.

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