KV-Runde wieder gescheitert

2. Februar 2012, 19:26
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Ab 15. Februar drohen in der heimischen E-Wirtschaft Warnstreiks

Wien - Ab 15. Februar drohen in der heimischen E-Wirtschaft Warnstreiks, nachdem eine weitere KV-Runde ergebnislos zu Ende gegangen ist. Dabei hatten die Arbeitgeber ihr Angebot zuletzt aufgebessert: Statt 3,4 Prozent mehr Gage plus 400 Euro Einmalzahlung boten sie am Donnerstag 3,6 Prozent KV- und Ist-Anhebung sowie 200 Euro an. Dennoch wurde auch die dritte Verhandlungsrunde abgebrochen.

Für diesen Fall hatten die Gewerkschaften GPA-djp und PRO-GE schon zuvor für Dienstag, den 14. Februar, eine öffentliche Betriebsversammlung der gesamten Branche in Wien und ab 15. Februar Warnstreiks in allen Betrieben der E-Wirtschaft angekündigt.

Bei diesem Zeitplan bleibe es auch, bestätigte Mathias Beer von der PRO-GE-Öffentlichkeitsarbeit am Donnerstag - außer es gebe bis dahin noch einen weiteren Verhandlungstermin oder sogar einen Abschluss. Vorerst sei ihm von einem weiteren Termin aber nichts bekannt, so Beer. Zunächst müsse man noch vom Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) die Streikfreigabe einholen. Es sei aber an keine Stromabschaltungen gedacht, hatte es schon Mittwochs geheißen.

Als Alternative zu den 3,6 Prozent Erhöhung der KV-Mindestbezüge und der Ist-Bezüge plus 200 Euro Einmalzahlung hatten die Arbeitgeber zudem jetzt eine gesplittete Anhebung angeboten, nämlich 3,9 Prozent Plus für alle seit Anfang 1998 geltenden Gehaltstabellen bzw. 3,5 Prozent für alle länger laufenden Verträge - plus Einmalbetrag.

Beide Varianten seien ein faires Angebot, betonte die Generalsekretärin vom Branchenverband Oesterreichs Energie, Barbara Schmidt. Es berücksichtige die Interessen der Arbeitnehmer ebenso wie auch die Verantwortung der E-Wirtschaft gegenüber ihren Kunden - Stichwort nicht überbordende Strompreise. Die E-Wirtschaft stelle sicher, dass das Einkommensniveau auch in schwierigen Zeiten erhalten bleibe, und man trage auch der Forderung der Arbeitnehmervertretung nach einer sozialen Staffelung und einer deutlichen Erhöhung für Niedrigeinkommensbezieher Rechnung. (APA)

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