Untersuchung von Foltervorwürfen angekündigt

2. Februar 2012, 18:57

Menschenrechtler hatten Zustände in Gefängnissen kritisiert

Tripolis - Nach Berichten über Folter in libyschen Gefängnissen hat die Regierung des nordafrikanischen Landes eine Untersuchung angekündigt. Justizminister Ali Hamida Ashour sagte am Donnerstag, die Verantwortlichen würden vor Gericht gestellt. Zugleich übernahm sein Ministerium von ehemaligen Rebellen die Kontrolle über ein Gefängnis in einem Vorort der Hauptstadt Tripolis mit rund 1.500 Häftlingen, die meisten von ihnen Anhänger des im Vorjahr gestürzten Machthabers Muammar al-Gaddafi.

Ashours Angaben zufolge befanden sich die von den Foltervorwürfen betroffenen Gefängnisse überwiegend nicht unter der Kontrolle der Regierung. Wie viele Gefängnisse von Milizen kontrolliert werden, konnte der Minister nicht sagen.

Vergangene Woche hatten die Menschenrechtsorganisation Amnesty International und die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtet, Folter und Misshandlung seien in von Militär- und Sicherheitskräften sowie von bewaffneten Milizen geführten Gefängnissen weit verbreitet. Demnach trafen Mitarbeiter der Organisationen Gefangene in den Großstädten Tripolis und Misrata sowie in kleineren Städten wie Gharyan, die deutliche Zeichen von erst kürzlich erlittener Folter aufwiesen. Ärzte ohne Grenzen beendete daraufhin die Arbeit in der Küstenstadt Misrata. (APA)

Martin Demelmair
 
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Ich fasse zusammen:

Das NTC will - im Bericht als solche bezeichnet: - "Gefängnisse", deren Anzahl, wie zugegeben wird, nicht bekannt ist, über die man z.T. kaum bis nichts weiß, geschweige denn, daß man Sie unter Kontrolle hätte - - - "kontrollieren"!

Das Ergebnis bzw. die Apologie der weitgehend ergebnislosen Bemühungen ist vorherzusehen:

Mögen hättens schon wollen, aber dürfen habm sie sich nicht getraut! (Frei nach K. Valentin.)

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