Strache als ÖVP-Problem

Kolumne | Günter Traxler, 2. Februar 2012, 18:48

Zur Rettung ihrer Strategie fordert die ÖVP nun eine Entschuldigung von Strache

Zu einigen anderen hat die ÖVP nun auch noch das Problem Strache am Hals. In der nicht unberechtigten Angst, endgültig zur drittstärksten Kraft abzusinken, bemühte sie sich in der letzten Zeit zwecks Wahrung ihrer Regierungschancen nach der nächsten Wahl verstärkt um Geschäftsanbahnung nach rechtsaußen. Das läuft unter der euphemistischen Formel: Erstens reden wir mit allen gewählten - gemeint: mit allen im Nationalrat vertretenen - Parteien; zweitens fällt die Entscheidung über eine Neuauflage von Schwarz-Blau erst nach der Wahl, egal, was Strache bis dahin noch zur "Reichskristallnacht" einfällt. Schließlich soll eine eindeutige Festlegung in die Gegenrichtung zu jener, die Bundeskanzler Faymann eingeschlagen hat, die Wählerinnen und Wähler nicht schon vorher aufscheuchen.

Zur Rettung ihrer Strategie fordert die ÖVP nun eine Entschuldigung von Strache. Die wird sie nicht erhalten, und selbst wenn sie käme, wäre sie wegen vielfach erwiesener Unglaubwürdigkeit wertlos. Strache kann sich nicht entschuldigen, schon gar nicht nach seinen bisherigen Ausreden. Ein solcher Kniefall setzte seiner innerparteilichen Burschenherrlichkeit einen Dämpfer auf, der sich mit freiheitlichem Führertum nur schlecht verträgt. Strache will sich auch nicht entschuldigen. Eine wahnhafte Persönlichkeit, die tatsächlich glaubt, einen Orden, den ihr die Regierung aus schlechtem Gewissen wegen ordensmäßiger Selbsterhöhung in einem Aufwaschen mitspendierte, im echten Leben verdient zu haben, und die sich empört, dass der Bundespräsident nicht anruft, wenn er die Verleihung guten Gewissens über wer weiß wie viele Ballsaisonen hinauszögert - warum soll sich so jemand entschuldigen wollen?

Und schließlich: Strache braucht sich auch gar nicht zu entschuldigen. Denn so verlogen provokant sein Burschenballgeflüster auch war, hat es doch der Öffentlichkeit kein neues, kein anderes Bild von ihm und seiner Truppe vermittelt, als das seit langem gewohnte - ein Bild, das ein Viertel der Bevölkerung nicht davon abhält, ihn als einen wahren Vertreter seiner Interessen zu verkennen.

Es ist ja immer dieselbe alte Leier, von dem, was man noch wird sagen dürfen, wobei man leider zu 180 Prozent missverstanden wird, weil linkslinke Bosnigeln nur darauf lauern, etwas total aus dem Zusammenhang zu reißen. Solange ihm eine sich selbst lähmende Koalition die Wähler zutreibt, ist es nicht notwendig, mehr zu bieten als das, gewürzt mit einem kräftigen Spritzer Ausländer- und EU-Feindlichkeit. Obwohl man zugeben muss, dass die von ihm ergreifend geschilderte Szene, wie Scharen neuer Jüdinnen seine Heldenfrackbrust mit ihren Tränen netzten, desperat ob des reichskristallnächtlichen Treibens um die Hofburg, eine neue Qualität seiner Darstellungskunst bot.

Warum sollte er sich derlei künftig entgehen lassen? Und das ist das Grundproblem der ÖVP: Strache faselt zwar von einer Rolle als Kanzler, aber wäre er wirklich an mehr interessiert als an Verhetzung, würde er sich anders verhalten. Regieren bedeutet Verantwortung tragen, und das ist das letzte, was er will. Der Bundespräsident hat ihn darin nur bestätigt. (DER STANDARD; Printausgabe, 3.2.2012)

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was die Lugner "Konflikte" in den...

Regenbodenmedien ist das scheinbare Geplänkel zwischen der ÖVP und der FPÖ. Dafür gibt es zuviele gesinnungsgleiche Berührungspunkte. Siehe Kärnten, wo es "eingefroren" heisst, aber fleissig weitergepackelt wird. Die ÖVP traut sich ja nicht einmal die FPÖ aufzufordern aus dem rechten Eck in den europäischen FP Bereich zurückzukehren, denn dafür müsste ein H.C. demissionieren.

Die Folge des antintellektuellen Kurses

den der scheinintellektuelle Khol der OeVP verpasst hat. E Proell hat ihn mit seinen Spiessgesell/innen perfektioniert und OeVP zur mafioesen Partei mutiert.

Ohne politische Scham werden sie sich mit den Burschis ins Bett legen und AT orbanisieren, wenn nicht noch schlimmer.

Die SPOe muesste die antiintellektuelle Fay Truppe aus dem Vorstand jagen, dann koennte das verhindert werden. Denn nur Niedertraechties, Idioten und voellig Verzweifelte koenn das schwarzblaune Pack waehlen.

Nach den nächsten Wahlen wird die machtgierige ÖVP ein noch so niedriges Ergebnis schönreden und sich dann gleich auf die FPö zwecks Koalition stürzen.

Falls zu Gänze herauskommt, was Grasser, Strasser, Mensdorff und Konsorten aufgeführt haben, dann wird das Wahlergebnis dementsprechend noch niedriger ausfallen. Wer als ASVGler oder kleiner Beamter eine ÖVP wählt, der gehört ohnhehin auch zwangspsychiatriert.

Die Spatzen pfeifen es schon längst von den Dächern

Aber jetzt ist es offensichtlich. Schwarz und Rot können nicht mehr miteinander.

Schwarz biedert sich daher schon heute (und das bereits 1 ½ Jahre vor den geplanten Wahlen!!!) einem möglichen Koalitionspartner im blau/braun-gestreiften Gewand an.

Das ist doch eine ungeheuerliche, kaltschnäuzige Dreistigkeit welche hier dem Wähler präsentiert wird. Hat die bisherige Regierungsarbeit schon mehr als genug zu Wünschen übrig gelassen, so schlägt das was jetzt abgeht, dem Fass doch glatt den Boden aus.

3 ½ Jahre miserable Regierungsarbeit. Und jetzt lässt man den in den Graben gefahrenen Karren einfach stehen. Man wendet seine Aufmerksamkeit - wie ein Kind plötzlich zu einem neuen Spielzeug wechselt - den nächsten Wahlen zu.

Faymann sollte sich für seine bisherigen schwachen Leistungen ebenfalls entschuldigen...

und seine Bezüge zurückzahlen. Vieles wurde nicht umgesetzt daher sollte er zusätzlich mit seinem gesamten Privatvermögen für die dadurch entstandenen Schäden haften.

wer övp wählt

bekommt die regierung strache

Absolut richtig.

Der Klassenkasperl wird nicht zum Schulsprecher gewählt, weil er sich nichtmal ernsthaft aufstellt. Das war immer schon so.

pammesberger ist einer der besten. 29.1 ist genial.

Bild 4

Verzerrte linke Berichterstattung des linken Standard

Im Grunde genommen

gibt es nur zwei möglichkeiten. entweder man spricht über die fpö ein verbot aus und löst sie auf oder wenn nicht ist sie zwangsläufig koalitionsfähig für wen auch immer.

Klare Abgrenzung ist immer möglich

Ja, die FP ist demokratisch legitimiert;
doch wer sagt, dass man deswegen mit ihr zusammenarbeiten muss? Ja, miteinander reden sollte man immer, doch wenn die Positionen so klar und deutlich sind wie hier bei der FP, ist es nur eine logische Konsequenz, sich entsprechend und präzise abzugrenzen - das macht die SP, die VP aber nicht.

Unverzerrte " High fidelity "

Auch die Analyse ist eher nicht verzerrt, sondern eher unverzerrt glasklar " high fidelity ".

Das hier ist gar keine Berichterstattung

sondern eine Analyse bzw. persönliche Meinungsäußerung des Autors.

Krass, was es alles gibt zum Lesen und so, was?

wie untermauern sie diese aussage argumentativ?

Ja leider, den STÜRMER gibt´s noch nicht !

Zwei rechte Augen?

Wer die Welt nur mit dem rechten Auge, oder noch schlimmer mit zwei rechten Augen sieht, für den erscheint die Welt eben völlig verzerrt ...

Verlogen und machtgeil wie die schwarzen sind werden die sich mit aller macht in dem rektum von gröfaz positionieren wollen!

Mein Tipp für 2013

Der schmissige Olympionike Graf wird Kanzler und Frau Maria Steinlaus Vizekanzlerin.
In der Folge wird Österreich international isoliert, aus der EU ausgeschlossen, das Rating wird auf CC- (Superramsch) heruntergestuft, die Bevölkerung verarmt wie in Griechenland.

Orden? wozu überhaupt?

Also wozu brauchen wir überhaupt Orden? Kann mir das jemand sagen? Jene, die auf Orden aus sind, treibt ihr Ego, sonst gar nichts und die brauchen wir in zeiten wie diesen am aller wenigsten. Ausserdem erinnern diese komischen "Kreuze" ohnehin nur an sehr unheilvolle Zeiten Österreichs.

Fettnäpfchen

Privat darf man vielleicht einiges sagen, das öffentlich verpönt ist. Jemand mit Kanzleranspruch muss aber einfach soviel Gespür aufweisen nur das zu sagen, was ihm nicht im Hals umgedreht werden kann. Sonst ist er als Kanzler schon deswegen ein no go. Gesinnung hin oder her. Derzeit finden sich aber an unseren Parteispitzen leider durchwegs Fettnäpfchenhüpfer. Glawischnig komm derzeit noch halbwegs gut davon, weil sie nichts unternimmt.

Besser hätte ich's auch nicht beschreiben können....:-D

"Obwohl man zugeben muss, dass die von ihm ergreifend geschilderte Szene, wie Scharen neuer Jüdinnen seine Heldenfrackbrust mit ihren Tränen netzten, desperat ob des reichskristallnächtlichen Treibens um die Hofburg, eine neue Qualität seiner Darstellungskunst bot." - Lieber Herr Traxler. Danke für diese feine Klinge. Damit wird Säbel-Fuchtler "Shlomo Strache" (Grissemann) kaum klar kommen...:-D

ich generalisiere hr. traxlers kommentar:

österreich hat ein politik-problem:

eine vollkommen inaktive spö
eine vollkommen inkompetente övp
eine vollkommen inakzeptable fpö
ein vollkommen unnötiges bzö
vollkommen unberechenbare grüne

armes österreich, womit haben wir das verdient?!?

eine junge Demokratie

Österreich ist halt eine junge Demokratie - speziell in Ostösterreich haben die Leute persönliche Freiheit erstmals nach 1945 kennengelernt - das ist in der längerfristen historischen Betrachtung kein soo großer Unterschied zu bspw. Osteuropa. Und was haben wir aus der Freiheit gemacht? Jene wählen, die die angenehmste Klientelpolitik versprechen, sich toll finden wegen der schönen Berge und dabei als Gesellschaft Schulden machen, bis die Schwarte kracht. Blöd nur für uns, dass JETZT die Schwarte kracht.

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