LoungeFM Wien holt Werber Kobza und rotes Echo Medienhaus an Bord

3. Februar 2012, 08:55
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Zweimal 12,55 Prozent abgegeben - Eventlizenz in Wien verspreche Synergien mit Echo-Aktivitäten wie Kriminacht und Night Run

Florian Novak, Gründer und Geschäftsführer von LoungeFM, holt zwei Minderheitsgesellschafter in seine Wiener Radiogesellschaft: Das Echo Medienhaus und die Kobza Media von Lowe-GGK-Gesellschafter Rudi Kobza übernehmen je 12,55 Prozent an der Livetunes Network GmbH, die in Wien hinter dem Sender steht. Die Aktivitäten von Lounge FM in Oberösterreich und Kärnten sowie in Deutschland sind davon nicht berührt. Am Freitag ist Novak bei der Medienanstalt in Berlin, wo er sich um eine Radiolizenz beworben hat.

In Wien sendet LoungeFM, bisher mit Unterbrechungen, auf einer zeitlich befristeten Event-Radiolizenz, zuletzt etwa zum Wiener Eistraum. Lounge und Echo begründen den Einstieg mit Synergien, wo die Echos doch selbst Events wie Kriminacht und Night Run organisieren.

"Selbstbestimmt"

Das Echo Medienhaus ("Wiener Bezirksblätter", "Wien Live", "Vor Magazin") gehört dem der SPÖ Wien zugerechneten Verein der Wiener Arbeiterheime. Novak erklärt zur STANDARD-Anfrage nach dem politisch doch eindeutig punzierten Partner: "In den Gesprächen konnte ich mich vergewissern, dass die neuen Eigentümer ausschließlich dem Erfolg von Lounge FM auf dem Hörer- und Werbemarkt verpflichtet sind und wir unabhängig und selbstbestimmt unseren bisher erfolgreichen Weg fortsetzen können." Nachsatz mit Augenzwinkern: "Bisher hat man mich nicht gebeten, meine ÖAMTC-Mitgliedschaft zurückzulegen".

"Einzig und allein ausschlaggebend" für den Einstieg nennt Novak, dass die beiden neuen Partner "die Medienmarke LoungeFM verstehen und wertschätzen - und dabei nicht mit anderen Radiosendern in einem Boot sitzen".

Das rote Echo Medienhaus sucht in diesen Tagen Kooperationen auch mit größeren Kalibern: Die "Krone"/"Kurier"-Tochter Mediaprint ist gerade dabei, sich mit 24,9 Prozent am Verlag der "Wiener Bezirksblätter", einer Tochter des Echo Medienhauses zu beteilgen. Novak betont dazu: "Davon sind unsere Hörfunkaktivitäten nicht berührt, sonst wäre auch kein Deal zustande gekommen." (fid)

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