Streit um Hotelrechnung

2. Februar 2012, 18:35
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Rainer-Gruppe klagt Vienna International

Wien - Zwischen dem Hotelbetreiber Vienna International (VI) und der Hotel Gruppe Rainer (gehört der Familie von Mazda Rainer Eigentümer Burkhard Ernst) ist ein veritabler Streit ausgebrochen, der das Gericht beschäftigt. Die Rainer Hotelgruppe klagte die VI auf Schadenersatz, brachte eine einstweilige Verfügung ein und eine Strafanzeige. Der Streitwert: 180.000 Euro.

Die VI hat bisher die beiden Wiener Hotels der Rainer Gruppe, das "Senator" und das "Rainers" unter Managementvertrag gehabt. Vor Weihnachten wurde die Geschäftsführung der Rainer Gruppe darauf aufmerksam, dass die VI Rechnungen die von Reiseveranstaltern auf ein Konto der Rainer Gruppe zu bezahlen gewesen wären, auf ein Konto der VI leiteten, sagte der Chef der Gruppe, Burkhard Ernst dem Standard. "Wir wurden auf Kick-back-Zahlungen unserer Lieferanten an die VI aufmerksam", so Ernst sen. Initiiert wurde der Streit durch den gleichnamigen Juniorchef. Dem Seniorchef "ist das alles nicht angenehm".

Nach Rücksprache mit der VI (die nach dem Ausscheiden von Rudolf Tucek von Andreas Karsten geleitet wird) hätte die VI den "Tatbestand" bestätigt. Allerdings bot die VI lediglich eine kleine Entschädigung. Weil es zu keiner Einigung kam, ging man zu Gericht und kündigte die Hotel-Verträge mit der VI Ende 2011. Die Hoteldirektoren kündigten und wurden von der Hotelgruppe Rainer wieder angestellt. Nun hat die VI die Hoteldirektoren geklagt. (Claudia Ruff, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 3.2.2012)

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